Berlin - Hauptstadt der DDR

Geschichte

Berlin - Hauptstadt der DDR: Unter Ost-Berlin versteht man das Gebiet Berlins, das nach der Teilung der Stadt durch die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges 1945 den sowjetischen Sektor bildete.

Flagge Ost-Berlin

Begriff Ost-Berlin

Der Begriff dient zur Abgrenzung dieses Stadtgebiets gegenüber dem amerikanischen, französischen und britischen Sektor, die gemeinsam als West-Berlin bezeichnet wurden.

Ost-Berlin war das Verwaltungszentrum der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später nach Auffassung der DDR und de facto Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

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Zeugnisse von Ost-Berlin im DDR Museum

Über das tägliche und beschwerliche Leben in der Sowjetischen Besatzungszone informiert eine Dauerausstellung im DDR Museum.

[ Mehr über Berlin ]

Daten DDR

  • Zeitraum: 07.10.1949 - 09.11.1989
  • Politische Ausrichtung: kommunistisch
  • Ost-Berlin erleben

    Politische Arrestanstalten

    Staatsicherheit

    Berliner Mauer Ansichten


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    Berliner Mauer 1961 - 1989

    Geteilte Stadt Berlin

    Geteilte Stadt Berlin

    Berlin Aufteilung in vier Zonen

    Im offiziellen Sprachgebrauch der DDR wurde der Begriff Ost-Berlin nicht verwendet.


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    Besatzungszonen - Teilung einer Stadt

    Nach dem 2. Weltkrieg beschlossen die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion, Frankreich und das Vereinigte Königreich, Berlin in vier Besatzungszonen aufzuteilen.

    Die östlichen Stadtbezirke Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Pankow, Weißensee, Lichtenberg, Treptow und Köpenick bildeten fortan den Sowjetischen Sektor von Groß-Berlin und eine separate Stadtregierung (Roter Sektor s. Karte). Ost-Berlin wurde zur Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik.

    Die Bindung Berlins an die DDR war jedoch von Beginn an sehr eng, allein schon durch die Tatsache, dass sie ihren Regierungssitz in Ost-Berlin nahm und ganz Berlin als ihre Hauptstadt proklamierte. Die Sowjetunion bestritt 1958 die weitere Gültigkeit des Londoner Protokolls und forderte mit dem Chruschtschow-Ultimatum die Umwandlung West-Berlins in eine freie Stadt als sogenannte besondere politische Einheit. Die Westalliierten lehnten das Ansinnen der Sowjetunion ab.

    Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde die Spaltung Berlins verschärft. Weitere Maßnahmen zur Integration Ost-Berlins in die DDR folgten bald. Im Januar 1962 wurde die DDR-Wehrpflicht auch auf die Einwohner Ost-Berlins ausgeweitet. Die sowjetische Stadtkommandantur in Ost-Berlin wurde aufgelöst und durch einen Stadtkommandanten der Nationalen Volksarmee (NVA) ersetzt. Die Wahlberechtigten in Ost-Berlin mußten 1968 zur Volksabstimmung über eine neue Verfassung der DDR teilnehmen.

    Nach längeren Verhandlungen wurde 1971 das Vier-Mächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet, das unter anderem die Art der Verbindungen West-Berlins zur Bundesrepublik regelte und schrieb den besonderen Status ganz Berlins fest.

    Nach der Volkskammerwahl von 1976 wurde die Ost-Berliner Stadtregierung zum Magistrat von Berlin. Der Ostteil der Stadt wurde offiziell zur Hauptstadt der DDR deklariert. Es galten weiterhin die alliierten Sonderrechte wie zum Beispiel hatten uniformierte alliierte Militärangehörige nach wie vor das Recht, sich frei im sowjetischen Sektor zu bewegen.

    Eine Visapflicht für Ausländer bei Tagesfahrten in die Ostzone wurde eingeführt und die Kontrollposten an den Ausfallstraßen zum Gebiet der DDR abgeschafft.

    Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands trat Ost-Berlin am 3. Oktober 1990 dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei und wurde Teil des Landes Berlin. Durch eine Erklärung zum Zwei-plus-Vier-Vertrag suspendierten die Alliierten zum selben Tag ihre Vorrechte bezüglich Berlins.

    Struktur Ost-Berlin

    Ost-Berlin liegt auf einer Fläche von 403 km². Das Zentrum bildete sich um den Alexanderplatz im Stadtbezirk Mitte. Eines der wichtigsten Wahrzeichen von Ost-Berlin war der 365 m hohe Fernsehturm. Auf dem Alexanderplatz traf man sich an der Urania-Weltzeituhr.

    Im Schloss Schönhausen residierte der Präsidenten der DDR. Der Ministerrat der DDR und alle Ministerien bezogen in Ost-Berlin ihre Dienstsitze.

    Das bis 1989 nicht passierbare Brandenburger Tor war ein Wahrzeichen und Symbol für die Teilung Deutschlands.

    Bevölkerung Ost-Berlin

    Die höchste Einwohnerzahl im Ostteil der Stadt erreichte 1,28 Millionen.

    Stadtbezirke in Ost-Berlin

    Ost-Berlin besaß acht Stadtbezirke.

    Pankow, Weißensee, Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg, Köpenick, Treptow

    Aufgrund der Errichtung großer Neubaugebiete wurden in Ost-Berlin drei neue Bezirke geschaffen:

    ◉ Marzahn (1979 aus den Lichtenberger Ortsteilen Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Hellersdorf und Mahlsdorf)

    ◉ Hohenschönhausen (1985 aus Teilen Weißensees)

    ◉ Hellersdorf (1986 aus Teilen Marzahns)

    Top Sehenswürdigkeiten die heute noch an die Hauptstadt der DDR erinnern
    Checkpoint Charlie Checkpoint Charlie

    Checkpoint Charlie war ein bekannter Grenzübergang durch die Berliner Mauer

    East-Side-Gallery East-Side-Gallery

    Die East Side Gallery sind Reste der Berliner Mauer als Kunstobjekt

    Gedenkstätte Hohenschönhausen Stasi Gedenkstätte

    Im Stasi-Gefängnis wurden politische Häftlinge der DDR systematisch gefoltert

    Tierpark Tierpark Friedrichsfelde

    Der weitläufige Tierpark mit mehr als 7.900 Tiere in fast 1.000 Arten

    Weltzeituhr Weltzeituhr

    Das Kunstobjekt ist eine Uhr, die die Zeit von 148 Städten der Welt anzeigt

    DDR Museum DDR Museum

    Das Museum behandelt das Leben und die Alltagskultur der DDR

    Stasi Zentrale Stasi Zentrale

    Die Stasi war die Ermittlungsbehörde für politische Straftaten

    Gedenkstätte Berliner Mauer Gedenkstätte Berliner Mauer

    Gedenkstätte erinnert an die Teilung Berlins und ihre Todesopfer

    Tränenpalast Tränenpalast

    Der Tränenpalast war ein Grenzübergang in Ost-Berlin

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    Fernsehturm

    Bauwerke Ost-Berlin

    Die DDR Führung hat versucht sich in Ost-Berlin durch zahlreiche Bauwerke ein Gesicht zu verleihen. Das ist ihnen auch gelungen.

    Viele alte und historische Bauwerke sind leider unwiderbringbar zerstört worden. Ganze Stadtteile verloren ihre Identität.

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    Folgen der Teilung

    Bauwerke
    Stadtschloss abgerissen
    Fernsehturm erbaut
    Alexanderplatz umgestaltet
    Nicolaiviertel abgerissen
    Stalinallee (Karl-Marx-Allee) umgestaltet
    Scheunenviertel vernachlässigt
    Brandenburger Tor eingemauert
    Pariser Platz abgerissen
    Potsdamer Platz abgerissen
    Reichskanzlei abgerissen
    Leipziger Straße abgerissen
    Berliner Mauer erbaut
    Bernauerstraße planiert
    Häuser für die Berliner Mauer abgerissen
    Wohngebiete vernachlässigt
    Industrie enteignet
    Natur vernachlässigt, zubetoniert
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