Jungfernbrücke in Berlin - Geschichte

Sage um die Jungfernbrücke in Berlin - Stadtgeschichte

Gesagtes über eine Jungfer auf einer Brücke

Um Berlin gibt es unzählige Sagen. Die Berliner Sage um die Jungfernbrücke ist eine auf mündlicher Überlieferung basierende, kurze Erzählung von unglaubhaften, fantastischen Ereignissen, die aber als Wahrheitsbericht aufgebaut ist oder auf tatsächlichen Begebenheiten beruht.

Jungfernbrücke Sage

Sage um die Jungfernbrücke in Berlin

Die Herkunft dieses Namens ist unklar, es gibt verschiedene Legenden bzw. eine Sage über die Jungfernbrücke.

Einer ermordeten Jungfer verdankt die Brücke laut einer Sage ihren heutigen Namen.

Lesen Sie die vollständige Geschichte weiter unten auf dieser Seite . . .

Jungfernbrücke in Berlin - Geschichte

Wo befindet sich die Jungfernbrücke?

Die Jungfernbrücke liegt im historischen Zentrum von Berlin im Bezirk Mitte. nahe dem Berliner Stadtschloss

Sie ist die älteste noch erhaltene Brücke der Stadt und zugleich die einzige der früheren insgesamt neun baugleichen Klappbrücken. Die Brücke überspannt einen Seitenarm der Spree am Kupfergraben und verbindet die Straßen Friedrichsgracht und Oberwasserstraße.

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Sage und Geschichte um die Jungfernbrücke
Sage um die Junfernbrücke

Zu der Zeit, als Kurfürst Friedrich Wilhelm die Hugenotten ins Land gerufen hatte, sollte ein schönes junges Mädchen einen älteren reichen Mann heiraten. Aber die Jungfer mochte nichts davon wissen, weil sie sich in einen Burschen ihres Alters verliebt hatte. So setzte sie den beharrlichen Werbungen und begehrlichen Reden des Alten nur spöttische und abweisende Worte entgegen.

Eines Morgens nun zog man die Leiche des Mädchens aus der Spree und stellte fest, dass es nicht ertrunken, sondern erst erwürgt und dann ins Wasser geworfen worden war.

Der Verdacht fiel auf den jungen Freund der Ermordeten, und bald fand sich auch ein Zeuge, es war der abgewiesene alte Liebhaber, der aussagte, er habe die beiden den Abend vorher an der Brücke gesehen. Sie hätten gestritten, und dann habe der Bursche das Mädchen gewürgt und in den Fluss geworfen. Der junge Mann beteuerte seine Unschuld, aber man glaubte ihm nicht, und das Todesurteil war ihm sicher.

Da meldete sich ein alter blinder Mann, der in einem kleinen Haus an der Brücke wohnte und an Schlaflosigkeit litt. In lauen Sommernächten, wenn er keine Ruhe fand, stellte er sich ans Fenster. Sehen konnte er zwar nichts, aber er genoss die klare Luft, die von der Spree her wehte und hörte auf die Geräusche der Nacht. Zur fraglichen Zeit hatte er einen Streit zwischen einem Mädchen und einem Mann wahrgenommen. Er erklärte aber, das sei keine junge Männerstimme gewesen, die er gehört habe, sondern die eines älteren Mannes, rau und knarrend, eine ganz eigentümliche Stimme. Er würde sie unter tausend anderen heraushören können.

Man holte also noch einmal den Beschuldigten zum Verhör und der erste Zeuge schilderte seine Beobachtungen. Kaum hatte er aber ein paar Worte gesprochen, als der Blinde laut ausrief: "Das ist die Stimme! Ich will nicht selig werden, wenn ich sie nicht wiedererkenne."

Für das Gericht war damit der wahre Schuldige ermittelt worden und man ließ den jungen Burschen frei.

Und weil es eine Jungfer war, die man da ermordet und in die Spree geworfen hatte, nannte man von diesem Tage an die Brücke Jungfernbrücke.

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