Berlin Geschichte

Geschichte Berlin - Biografie einer Stadt

Biografie einer Stadt - von der Gründung bis Gegenwart

Berlin war im Verlauf seiner Geschichte und in verschiedenen Staatsformen Residenz- und Hauptstadt von Brandenburg, Preußen, dem Deutschen Reich und der DDR. Heute ist es die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Biografie und Gründung einer Stadt

Auf welchem Gebiet befinden wir uns heute? Wie ist die Region eigentlich entstanden? Sind die Slawen unsere geheimnisvollen Vorfahren?

Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte Berlins.

Kurz: Die Entstehung der Mark Brandenburg sowie ihrer Enklave Cölln-Berlin gestaltete sich als ein langwieriger und dynamischer Prozess, welcher maßgeblich von wiederkehrenden kriegerischen Konflikten zwischen den Deutschen, insbesondere den Sachsen, und den Slawen, die im Gebiet der späteren Mark Brandenburg ansässig waren, geprägt war. Es ist erstaunlich, dass die Mark Brandenburg in dieser Epoche nicht durch kriegerische Unternehmungen, sondern relativ friedlich durch Erbschaft zustande kam.

Berlin Siedler

Erste Besiedlung auf dem heutigen Stadtgebiet

Archäologische Befunde legen nahe, dass bereits 60.000 v. Chr. menschliche Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet von Berlin existierten. Diese Schlussfolgerung wird durch neueste Funde von Feuersteinen und bearbeiteten Knochen gestützt.

Die Bevölkerung der Region bestritt ihren Lebensunterhalt durch die Ausübung der Jagd und errichtete die ersten festen Siedlungen.

- 4000 v. Chr. bis 500 n. Chr.

Im 4. Jahrtausend v. Chr. entstanden Kulturen, die sich auf Ackerbau und Viehzucht spezialisiert hatten. Es wurden handgefertigte Keramiken sowie Vorratsspeicher verwendet.

Die ältesten menschlichen Überreste, die in Berlin entdeckt wurden, stammen von drei Bestattungen aus dieser Zeit, die im Gebiet von Schmöckwitz geborgen wurden.

- 2000 v. Chr.

Die Mehrzahl der Funde aus der Jungsteinzeit ist der um 2000 v. Chr. entstandenen sogenannten Kugelamphoren-Kultur zuzuschreiben. Etwa 200 bronzezeitliche Funde zeugen von einer zunehmenden Besiedlung entlang der Flüsse Havel und Spree.

Zu dieser Zeit sollen sich schätzungsweise 1000 Menschen auf etwa 50 Siedlungen verteilt haben.

- 500 v. Chr.

Ab dem Jahr 500 v. Chr. drangen Germanen ins Berliner Gebiet ein. Insbesondere in den Ortsteilen Rudow, Lübars, Marzahn und Kaulsdorf wurden germanische Siedlungen entdeckt.

- 300 n. Chr.

In den Jahrhunderten 4 und 5 nach der Zeitenwende kam es zu einer signifikanten Migration, die eine große Zahl germanischer Stämme aus dem Gebiet von Spree und Havel betraf.

- 500 n. Chr.

Ab dem 6. Jahrhundert wanderten slawische Stämme in das zu dieser Zeit weitgehend entvölkerte Gebiet der Spree-Havel-Region ein. In der heutigen Berliner Innenstadt konnten keine slawischen Spuren ausfindig gemacht werden.

Auf dem Gebiet des heutigen Berlins siedelten sich die Stämme der Heveller und der Sprewanen an.

  • Die Heveller bevölkerten das Havelland, unter anderem die Burgwallinsel in Spandau, und erstreckten sich von dort bis zum Tegeler See im Bezirk Reinickendorf.
  • Die Sprewanen bevölkerten zunächst die Gegend um die Köpenicker Schlossinsel und später die Gebiete um Mahlsdorf, Kaulsdorf, Pankow und Treptow.
  • Zu dieser Zeit waren Spandau und Köpenick durch eine wichtige Handelsstraße verbunden, die südlich der Spree verlief.

    Stadtgründung Berlin

    - 1000 n. Chr.

    Der Sprewanenfürst Jaxa von Köpenick, dessen Existenz durch zahlreiche Münzfunde belegt ist und der mutmaßlich seinen Hauptsitz auf der Köpenicker Burg hatte, wurde 1157 vom Askanier Albrecht dem Bären bei der Eroberung der Brandenburg entscheidend geschlagen und vertrieben. Albrecht, der bereits 1134 von Lothar III. mit der Nordmark belehnt worden war, gründete daraufhin die Mark Brandenburg/Berlin und ernannte sich zu deren erstem Markgrafen. Der im 12. Jahrhundert aufgegebene Spandauer Burgwall wurde von den Askaniern weiter nördlich auf das Gebiet der heutigen Zitadelle Spandau als Frühstadt verlegt. In der Folge entwickelte sich ein neuer Stadtkern gegenüber der Spreemündung.

    Die ersten Dörfer im Bereich des heutigen Berlin wurden gegründet, als die askanische Markgrafen im Teltow einen Landesausbau durchführten. Der Ausbau erfolgte in enger Verzahnung mit einer durchdachten Siedlungspolitik und einer klugen Einbeziehung international agierender geistlicher Orden. Exemplarisch seien hier die Zisterzienser (Kloster Lehnin) und die Tempelritter (Komturhof Tempelhof) genannt.

    Chronik Berlin

    - 12000 n. Chr.

    Gegen Ende des 12. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der ersten Siedlungen an der Spreeniederung durch Fernkaufleute, die durch das Gebiet reisten. Die Entstehung von Berlin erfolgte auf einer Spreeinsel, während die andere Spreeinsel, auf der sich Cölln befand, direkt dem gegenüberlag.

    Die vorliegenden Quellen legen nahe, dass Berlin und Cölln als Gründungsstädte zu betrachten sind. Demgegenüber weisen die slawischen Siedlungen Spandau und Köpenick, die 1197 bzw. 1209 erstmals urkundlich erwähnt wurden, eine strategische Relevanz auf, während Berlin und Cölln von Beginn an als Handelsplätze konzipiert waren.

    ANZEIGE

    Berlin Siegel
    Stadtsiegel von Berlin von 1253

    Geschichte über die Besiedlung der Städte Cölln und Berlin

    Die Stadt Cölln war die erste Siedlung auf dem heutigen Berliner Stadtgebiet.

    Cölln lag auf der Spreeinsel und wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt.

    Gegenüber am nördlichen Ufer der Spree lag die Stadt Berlin die 1244 Erwähnung fand.

    Biografie zur Fusion zweier Städte

    Aus der Biografie ist bekannt, das die beiden Städte ein gemeinsames Rathaus bekamen und 1307 zur Doppelstadt Berlin-Cölln fusiunierten.

    Stadtname / Namensgebung

    Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Es wird angenommen das es sich um die slawische Silbe berl (Sumpf) handelt. Es gibt jedoch Legenden das der Askanier Fürst Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg) Namenstäger der Stadt ist "Bärlin".

    Ältere Ortsteile in der Stadt

    Die heutigen Ortsteile Spandau und Köpenick bestanden bereits vor der Gründung der Mark Brandenburg, die 1157 durch den Askanier Albrecht den Bären erfolgte.

    Familie Hohenzollern prägte die Geschichte von Berlin

    Im Jahr 1415 wurde Friedrich I. zum Kurfürst der Mark Brandenburg ernannt und übte dieses Amt bis 1440 aus. Die Mitglieder der Familie regierten bis 1918 in Berlin, zunächst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als Deutsche Kaiser.

    Ausruf zur Republik

    Nach der Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II. (Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen) wurde die Republik ausgerufen.

    ANZEIGE

    Das 3. Reich

    Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reichs. Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört.

    Berlin geteilt

    Teilung der Stadt

    Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt. West-Berlin (Bild: links der roten Linie) wurde von den amerikanischen, britischen und französischen Regierung kontrolliert, wärend Ost-Berlin (Bild: rechts der roten Linie) von der Sowjetischen Regierung kontolliert wurde.

    Ständiger Streit der Alliierten führte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

    In der Folge kam es zu einer vollständigen Trennung zwischen den östlichen und westlichen Stadtgebieten. Erst im Jahr 1989 wurde die Berliner Mauer für die Bevölkerung der DDR geöffnet. Die negativen Konsequenzen, die sich aus der mangelnden Versorgung, den Todesschüssen und den Protesten ergaben, führten zur Auflösung des Konstrukts.

    Die dunkle Geschichte der deutschen ist Vergangenheit - Berlin zur gesamtdeutschen Hauptstadt

    1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag "Bundeshauptstadt Deutschlands".

    [ Mehr über Berlin ]

    Adresse
    Berlin
    Deutschland

    Geographische Lage
    ♁52° 31′ N,
    13° 24′ O

    Map / Stadtplan
    Stadtplan

    ANZEIGE
    Geschichte von der Gründung bis Gegenwart - Stadtrecht Berlin

    Berlins Frühe Neuzeit

    Urkundlich wurde Berlin (Cölln) 1237 erwähnt.

    1415 ließ sich Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg mit seiner Familie in Berlin nieder und bauten ein Residenzschloss für die Familie Hohenzollern.

    Im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1618 und 1648 wurde die Stadt zu ein Drittel beschädigt, die Bevölkerungszahl halbierte sich.

    Durch Friedrich Wilhelm begann 1640 eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz.

    Jüdische Familien bekamen in Berlin ein neues Zuhause.

    1685 lud Friedrich Wilhelm französische Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 6.000 Franzosen folgten und ließen sich in Berlin nieder. Um 1700 waren 20 % der Berliner Einwohner Franzosen.

    Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Österreich.

    Preußen und das Deutsche Reich

    1701 wurde die Stadt durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen zur Hauptstadt.

    Im Jahr 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin.

    1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit, Tempelhof, Schöneberg, Spandau und weiterer Vorstädte.

    1871 wurde Berlin Reichshauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.

    Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus

    Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen.

    1920 folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Die Hauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner.

    Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reichs.

    Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer entwickelten architektonische Konzepte für den Umbau der Stadt nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“.

    Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Berlins durch Alliierte Bomben zerstört.

    Berlins Teilung

    Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt.

    Die Sektoren der Westalliierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion den Ostteil bildete.

    Für Groß-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen.

    Die politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der „Berliner Luftbrücke“ überwanden.

    Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 wurde der Regierungssitz der Bundesrepublik nach Bonn verlegt und die DDR ernannte Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR.

    Der Ost-West-Konflikt führte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

    West-Berlin war ein Teil der Bundesrepublik Deutschland, allerdings mit rechtlicher Sonderstellung und Ost-Berlin ein Teil der DDR.

    Berlins Osten und Westen waren völlig voneinander getrennt. Der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen.

    Wiedervereinigung

    1989 fiel die Mauer und 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin zur "Bundeshauptstadt Deutschland". Die DDR ist Geschichte.

    1991 wurd Geschichte geschrieben denn der Bundestag beschloss, dass die Stadt wieder Sitz der deutschen Bundesregierung und des Parlaments sein sollte.

    Die Bundesregierung und das Deutsche Parlament nahmen 1999 ihre Arbeit in Berlin auf.

    ANZEIGE
    ANZEIGE

    Stadtgeschichte

    Cölln
    Gründerstadt
    Berlin
    Gründerstadt
    Cölln - Berlin
    Doppelstadt

    Erste Besiedlung - Stadtrecht - Entwicklung