Berliner Stadtmauer

Schutzanlage - Geschichte - Bau - Verlauf - Abris - Reste - Besichtigung

Die Geschichte der alten Berliner Stadtmauer vom Bau zur Schutzanlage und Zollmauer, dem Verlauf, bis zum Abriss und heutigen Reste. Die Berliner Stadtmauer war ein Bauwerk im Mittelalter, das um die damalige Doppelstadt Berlin-Cölln herum, einschließlich mehrerer Stadttore in den Durchlässen, errichtet wurde.

Diese Mauer ist nicht zu verwechseln mit der Berliner Mauer die einst Berlin teilte.

Die Besestigungsanlage schützte die Bürger der Städte Berlin und Cölln vor äußeren Feinden. Nach ihrer Bedeutunglosigkeit verschwandt das Bauwerk fast vollständig aus dem Stadtbild.

Stadtmauer

Besichtigung der Stadtbefestigung

Heute ist von der Zollmauer kaum noch etwas zu sehen. Teile der Stadtbefestigung können Sie zwischen der Litten- und der Waisenstraße besichtigen. Auch in Spandau Kolk können Sie die Reste einer Stadtmauer besichtigen.

Stadtführung zur alten Zollmauer

Sachkundige Stadtführer und Stadtrundfahrten begleiten Sie direkt zu den Resten der Stadtmauer.

Für erschöpfte Besucher bietet sich die Ur-Berliner Kneipe Zur letzen Instanz an. Sie serviert in einem historschen Ambiente deftiges aus der Berliner Küche.

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Stadtplan alte Stadtmauer

Stadtbesichtigung

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Adresse
Waisenstraße/Littenstraße
10178 Berlin Mitte

Auskunft
Telefon
030/3339 509

Anfahrt
U-Bahn U2
Bus 248, 265, M48

Map / Stadtplan
Stadtplan

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Geschichte - Verlauf - Abriss

Geschichte der Stadtmauer

Mit ihrer Entstehung der Städte Berlin und Cölln im 12. Jahrhundert schützten sich die Bürger durch Wälle, Palisadenzäune und Gräben vor äußeren Feinden.

Anfang 1250 wurden die Wälle durch eine befestigte, aus Feldsteinen bestehende, bis zu zwei Meter hohe Stadtmauer ersetzt. Die Spree galt als natürliche Grenze zwischen den beiden Städten, sodass zwischen den Orten keine Mauer existierte.

Im 13. Jahrhundert wurde die Stadtmauer auf bis zu fünf Meter erhöht und etwa 15 Meter breite Gräben gezogen. Zur ihrer Verteidigung dienten eingebaute Schießscharten, Türme und Wieckhäuser.

Die Stadtmauer verfiel und wurde im 17. Jahrhundert geschleift. Sie wurde durch neue Festungsanlagen mit mehreren Bastionen ersetzt.

Berliner Stadtmauer

Verlauf der Stadtmauer

Der Verlauf der Mauer verlief östlich die Spree entlang der Waisenstraße, weiter parallel zur jetzigen Trasse der Stadtbahn (Viadukt) bis zur Burgstraße im Norden.

In der Stadt Cölln folgte die Stadtmauer dem Ufer der Fischerinsel (Leipziger Straße), der Friedrichsgracht bis hin zur Schleusenbrücke am Kupfergraben.

Reste der einstigen Berliner Stadtmauer sind heute noch zwischen der Waisenstraße und Littenstraße zu sehen.

Tore zur Stadt

Die Berliner Stadtmauer besaß sieben Tore:

• Spandauer Thor an der Spandauer Straße
• Oderberger Thor, (Königstor) am Ende der Rathausstraße
• Stralauer Thor in der Stralauer Straße
• Köpenicker Thor an der Roßstraßenbrücke
• Gertraudenthor an der Gertraudenbrücke
• Neue Thor an der Straße Unter den Linden in Höhe der Neuen Wache
• Leipziger Thor zwischen Neuem und Gertraudenthor

Abriss

Mit dem Ausbau Berlins und dessen Ausdehnung verschwanden auch bald die mittelalterlichen Stadtmauertore völlig aus dem Stadtbild. Einige Straßenzüge wie beispielsweise die Oberwallstraße oder Kurstraße sowie die Trasse der Stadtbahn zwischen Jannowitzbrücke und Museumsinsel erinnern mit ihrem Verlauf an die ehemaligen Schanzanlagen und ihre Tore. Neue Tore wurden zu repräsentativen Zwecken erbaut. Im Jahre 1869 kam es erneut zu einem Abriss fast aller Tore. Das einzige dieser Bauwerke, das nicht abgerissen wurde, ist das von Carl Gotthard Langhans entworfene Brandenburger Tor an der Prachtstraße Unter den Linden.

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