Cölln ein historischer Ort in Berlin - Stadtgeschichte
Historischer Ort im heutigen Berlin
Das auf einer Spreeinsel gelegene Cölln war eine der beiden Städte, die im Spätmittelalter zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammenwuchsen. Ein Ort der heute vergessen ist und doch einst sehr bedeutend war.
Stadtgeschichte Cölln
Cölln wurde erstmals 1237 urkundlich erwähnt. Sie war eine der ältesten Städte an der Spree und entwickelte sich früh zu einem bedeutenden Handelsplatz. Angelegt wurden die Siedlung von Kaufleuten.
Nur die Stadt Spandau ist älter (Anno 1197) die 1920 in Berlin eingemeindet wurde.
Die alte, nicht mehr erwähnte Stadt gegenüber von Alt-Berlin
Cölln, das urkundlich erstmals im Jahr 1237 erwähnt wurde, war eine der ältesten Städte an der Spree und entwickelte sich früh zu einem bedeutenden Handelsplatz. Sie lag gegenüber von Berlin, war durch die Spree verbunden und doch eigenständig mit eigener Kultur, eigenem Markt und eigenen Bürgern. Im Mittelalter erlebte Cölln durch Handel, Fischerei, Handwerk und Schifffahrt eine Blütezeit. Zahlreiche Kirchen, Klöster und Gildehäuser zeugen noch heute von diesem Wohlstand. Seine Lage machte die Stadt zu einem Knotenpunkt zwischen Ost und West.
Doch im Laufe der Jahrhunderte verlor Cölln seine Selbstständigkeit. Im 15. Jahrhundert vereinigten sich die beiden Städte zunehmend, bis Cölln schließlich im Schatten des immer größer werdenden Berlins aufging und in Vergessenheit geriet. Brände, Kriege und die rasante Entwicklung Berlins ließen Cölln nach und nach verschwinden. Straßen wurden überbaut, Häuser abgerissen, Namen vergessen.
Heute erinnern nur noch wenige Orte an die einst stolze Stadt: die Petrikirche, die Gertraudenbrücke und der Cöllnische Fischmarkt sind stille Zeugen einer Stadt, die einst lebendig war.
Ein historischer Ort und dessen Stadtgeschichte weiter auf dieser Seite ...
Stadtführung
Auf der östlichen Seite der Spree, wo heute nur noch in Straßenamen und Spuren alter Mauern die Erinnerung an sie wahrt, lag einst die Stadt Cölln. Sie war eine Siedlung mit eigener Geschichte, eigenem Stolz und einem geschäftigen Leben – lange bevor sie im Schatten ihrer größeren Schwesterstadt Berlin fast in Vergessenheit geriet. Bei unseren Stadtführungen und Stadtrundfahrten begleiten Sie sachkundige Stadtführer direkt zum historischen Kern von Cölln, zu den Resten der Stadtmauer, zum Standort des Cöllner Rathauses und zur Gertraudenbrücke. Mehr Informationen und Anmeldung einer Stadtbesichtignug.
Besuchen Sie auch eines der zahlreichen Museen zur Stadtgeschichte wie das Märkische Museum (Stadtmuseum).
Umgebung Cölln
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Entwicklung des heutigen Berlins
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Entstehung der Ortschaft Cölln
Cölln war eine eigenständige Stadt an der Spree.
Die Stadt wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Das Jahr 1237 gilt als Grundlage für das Stadtjubiläum 2037 (800 Jahre), obwohl die einzig erhaltene Bestätigungsurkunde erst von 1238 datiert ist und in ihr nur Cölln, nicht aber Berlin erwähnt wird.
Da das Cöllner Wappen den brandenburgischen Adler zeigt, liegt eine Gründung der Stadt durch den Markgrafen nahe.
Der alte Stadtkern befand sich am Petriplatz (in der Nähe der Gertraudenbrücke).
In der Stadt waren die Fernhandelskaufleute die wichtigste Bevölkerungsgruppe, mit Häusern in der Breiten Straße. Das Spreeufer war gut geeignet für das Anlegen von Schiffen als günstiges Transportmittel.
1307 vereinigte sich die Stadt mit der 1244 urkundlich erwähnten Stadt Berlin zur Doppelstadt Berlin-Cölln mit einer nach außen gemeinsamen Verwaltung. Im gemeinsamen Magistrat waren die Berliner entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil durch mehr Stimmen vertreten.
Auf dem Mühlendamm wurde die heutige Rathausbrücke und 1309 ein gemeinsames Rathaus errichtet.
Im Jahr 1376 wüteten schwere Brände in beiden Städte und haben warscheinlich viele wertvolle schriftliche Überlieferungen ernichtet.
Zusammenschluß zweier Städte
Cölln und Berlin schlossen sich 1432 zu einer Stadtgemeinde zusammen. Die gemeinsame Stadtverwaltung wurde 1442 durch Kurfürst Friedrich II. wieder aufgehoben.
Cölln wurde gezwungen, dem Kurfürsten einen Platz für die Errichtung einer Burg abzutreten. Aus ihr entstand das heutige Berliner Stadtschloss.
1683 ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, die Städte Cölln und Berlin mit gemeinsamen Festungswerken versehen.
Cölln lag nicht länger an der Außengrenze. Jenseits des Spreekanals wurden im Westen die Neustädte Friedrichswerder und im Süden Neukölln am Wasser angelegt.
Teile des Festungswerkes sind noch heute im Straßengrundriss der Stadt zu erkennen, beispielsweise am Hausvogteiplatz.
Die Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt wurden 1710 zur königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin mit rund 1.400 Einwohnern vereinigt.
Der Stadtteil Cölln erreichte 1871 seine höchste Bevölkerungszahl mit 16.554 Einwohnern.
Wegfall des historischen Namens und Umbennung
1920 ging Cölln im neugebildeten Berliner Bezirk Mitte auf.
Zerstörung durch Krieg
Im Zweiten Weltkrieg wurden 30 Prozent der Gebäude zerstört. Zur DDR-Zeit folgte dem programmatischen Abriss der Gebäude und des Stadtschloßes.
Abriß historischer Gebäude
Durch die Neubebauung mit Plattenbauten auf verändertem Straßengrundriss ist heute Cölln nicht mehr als historischer Ortsteil erkennbar.
Der Name gerät in Vergessenheit
Die Namen Cölln oder Alt-Cölln werden im allgemeinen Sprachgebrauch nicht mehr als Ortsbezeichnungen verwendet. Stattdessen ist der Name Berlin-Mitte gebräuchlich.
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