Brandenburger Tor Geschichte
Brandenburg Gate - Puerta de Brandenburgo - 勃兰登堡门 - Porte de Brandebourg - ブランデンブルグ門 - Бранденбургские ворота
Das Warzeichen Brandenburger Tor liegt im Bezirk Mitte und ist die beliebteste Sehenswürdigkeit in Deutschland. Erfahren Sie alles über die wechselvolle Geschichte des Brandenburger Tors, dem Deutsches Nationaldenkmal.
Das berühmte Monument und Nationaldenkmal steht am Pariser Platz und bildet mit dem Pariser Platz den Abschluss des Boulevards Unter den Linden.
Geschichte Brandenburger Tor das einst als Stadttor erbaut wurde
Das Brandenburger Tor wurde 1734 zunächst als Stadttor erbaut.
1791 wurde der heutige Bau in seiner Form nach Plänen von Carl Gotthard Langhans errichtet.
Im Jahr 1793 wurde dem Brandenburger Tor die Quadriga mit der geflügelten Siegesgöttin Victoria aufgesetzt.
Anlaß für die Erbauung und dessen Bedeutung
Das Wahrzeichen und nationale Denkmal wurde als Andenken und seiner Geschichte an das Wirken des Königs Friedrich II. erbaut.
Ruheraum im Brandenburger Tor
Im nördlichen Torhaus befindet sich ein Meditationsraum. Der Ort der Toleranz zwischen Nationalitäten und Religionen mahnt an den Frieden.
Symbolkraft und nationales Symbol
Heute ist das Brandenburger Tor und seiner Symbolkraft mit vielen wichtigen Ereignissen der Geschichte Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt des 20. Jahrhunderts verbunden.
Veranstaltungen vorm Tor auf dem Pariser Platz
Viele Veranstaltungen finden jährlich um das Nationaldenkmal Brandenburger Tor statt wie die große Silvesterparty, Sportereignisse mit Public Viewing Fan Meile, Volksfest zum Nationalfeiertag, Demonstrationen und viele andere Großereignisse.
Internationaler Treffpunkt
Das Brandenburger Tour ist bei Touristen sehr beliebt und eines der beliebtesten Fotomotive in der Stadt.
Monument als Denkmal
Das Brandenburger Tor ist das einzige heute noch bestehende Stadttor von Berlin. Das Tor ist ein Deutsches Nationaldenkmal.
Daten Brandenburger Tor
Umgebung Brandenburger Tor
- Brandenburger Tor
- Hotel Adlon
- Amerikanische Botschaft
- Französische Botschaft
- Akademie der Künste
- Haus Liebermann
- Reichstag
- Regierungsviertel
- Holocaust Mahnmal
- Tiergarten
- Madame Tussauds
Straßen / Plätze
Bauwerk Brandenburger Tor
Gemäß der Überlieferung beauftragte der preußische König Friedrich Wilhelm II. den Architekten Carl Gotthard Langhans mit der Errichtung eines nationalen Symbols in frühklassizistischem Stil.
Das Brandenburger Tor wurde im Jahr 1791 errichtet.
Das Monument weist eine Höhe von 26 Metern sowie eine Breite von 65,5 Metern auf und besteht aus Elbsandstein.
Das Tor hat fünf Durchgänge, wobei der mittlere Durchgang eine größere Breite aufweist. Das Tor wird von sechs dorischen Säulen getragen, die eine Höhe von 15 Metern aufweisen.
Das Monument wird von zwei Torhäusern auf jeder Seite gesäumt. In den Torhäusern befinden sich monumentale Skulpturen des römischen Kriegsgottes Mars und der Göttin Minerva.
Die Attika sowie die Innenseiten der Durchgänge sind mit Reliefs geschmückt. Die bildlichen Darstellungen zeigen eine Reihe von Handlungen des Herkules.
Das Tor wird gekrönt durch die geflügelte Siegesgöttin Viktoria, die ihren von vier Pferden gezogenen Wagen (Quadriga) in die Stadt hineinlenkt. Die Skulptur erreicht eine Höhe von fünf Metern und besteht aus reinem Kupfer.
Das Brandenburger Tor ist ein bedeutendes historisches Bauwerk, das sich am Pariser Platz in einer Ost-West-Achse zwischen der Straße Unter den Linden, dem Platz des 18. März und der Straße des 17. Juni befindet.
Geschichte Brandenburger Tor
Baugeschichte
Das Brandenburger Tor wurde 1734 zunächst als Stadttor erbaut.
1791 wurde der heutige Bau in seiner Form nach Plänen von Carl Gotthard Langhans errichtet.
Im Jahr 1793 wurde dem Brandenburger Tor die Quadriga mit der geflügelten Siegesgöttin Victoria aufgesetzt.
Verschleppung der Quadriga
Im Jahr 1806 wurde die Quadriga als Kriegsbeute in die französische Hauptstadt Paris verbracht. Diese Entwicklung wurde von den Berlinerinnen und Berlinern als besonders schmachvoll empfunden. Napoleon hegte die Absicht, die Quadriga für die Konstruktion eines neuen Triumphbogens in Paris zu verwenden. Die in zwölf Kisten verpackte Quadriga wurde an einem unbekannten Ort versteckt. Nach dem Sieg der Alliierten über Napoleon und der Besetzung von Paris durch preußische Soldaten wurden die Kisten entdeckt. Es wird angenommen, dass eine junge Pariserin den Ort verraten hat und später von den Franzosen hingerichtet wurde. Im Jahre 1814 gelang es den Truppen Blüchers, die Quadriga nach Berlin zurückzuführen. Gemäß den historischen Aufzeichnungen wurde das Bauwerk am 7. August 1814 durch Friedrich Wilhelm III. im Beisein einer begeisterten Menge Berliner erneut eingeweiht.
Nutzung zur Kaiserzeit
Das Tor wurde von der Berliner Bevölkerung gerne zum Flanieren genutzt. Es verband den Boulevard Unter den Linden mit dem weitläufigen Tiergarten.
Die Entwicklung der industriellen Technik machte es erforderlich, dass auch Fahrzeuge durch das Tor fahren durften.
ABER ...
Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1918 durften die mittlere Durchfahrt nur Mitglieder der kaiserlichen Familie und deren persönliche Gäste benutzen.
Nationalsozialismus
Am 30. Januar 1933 feierten die Nationalsozialisten mit einem Fackelzug der NSDAP durch das Brandenburger Tor ihren Wahlsieg.
Im Rahmen der Umgestaltung Berlins zur sogenannten "Welthauptstadt Germania" wurde das Tor in eine Ost-West-Achse positioniert. Es manifestierte sich ein Abschnitt von sieben Kilometer Länge zwischen Brandenburger Tor und Adolf-Hitler-Platz (heute: Theodor-Heuss-Platz). Gemäß der Planung sollte der Verkehr nicht nur durch das Tor hindurch, sondern auch um das Tor herumgeleitet werden. Es erfolgte keine Realisierung dieser Umgestaltung.
Beschädigung im Weltkrieg
Während der Kämpfe um Berlin im Jahr 1945 wurde das Brandenburger Tor stark beschädigt. Die Quadriga wurde von Soldaten der sowjetischen Armee vollständig zerstört. Von der ursprünglichen Quadriga ist nur noch ein Pferdekopf erhalten, der sich im Märkischen Museum befindet.
Wiederaufbau
Im Jahr 1956 beschloss die Berliner Regierung, das einzige erhaltene Stadttor zu restaurieren. Dabei wurde die Quadriga vollständig neu geschaffen. Bereits 1942 wurde vorsorglich eine Schutzabformung der Pferde und der Siegesgöttin erstellt. Aus diesen Formen wurden ab 1957 Modelle gefertigt, mithilfe derer eine Nachbildung der Quadriga als Kupfertreibarbeit hergestellt werden konnte.
Nach schwierigen Verhandlungen zwischen Ost und West wurde die Rekonstruktion 1958 auf dem Brandenburger Tor aufgestellt.
Teilung der Stadt
Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 stand das Bauwerk mitten im Sperrgebiet und konnte weder von Westen noch von Osten durchquert werden.
Losung des amerikanischen Präsident
Am 12. Juni 1987 sprach der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan am Brandenburger Tor folgenden Satz:
Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!
Fall der Mauer und anschließender Restaurierung
Im Dezember 1989 wurden die Sperranlagen beseitigt und das Tor freigelegt.
Das Tor wurde im Jahr 2000 umfassend saniert. Die Quadriga erhielt eine gründliche Restaurierung.
Kein Verkehr mehr
Ursprünglich durchquerten die Bundesstraßen 2 und 5 das Brandenburger Tor. Mit dem Mauerbau 1961 wurde der Verkehr durch das Tor eingestellt.
Im Bereich des Brandenburger Tores verkehren die Linien S1, S2 und S25 der Berliner S-Bahn und die U5 unterirdisch das Tor.
Nach der Umgestaltung des Pariser Platzes zur Fußgängerzone, wurde die Trasse beider Bundesstraßen über Glinkastraße, Behrenstraße und Ebertstraße um das Brandenburger Tor herumgeführt.
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