Albrecht der Bär in Berlin
Gründer der Mark Brandenburg
Adelbert I. von Brandenburg, genannt Albrecht der Bär wurde um 1100 in Stendal geboren und starb am 18. November 1170. Der Graf stammte aus dem Geschlecht der Askanier.
Albrecht der Bär - Gründer der Mark Brandenburg inclusive Enklave Berlin
Adelbert I. von Brandenburg gründete im Jahre 1157 die Mark Brandenburg und war deren erster Markgraf und trieb die deutsche Ostsiedlung entscheidend voran. Durch ihn kam die Nordmark als Mark Brandenburg faktisch zum Heiligen Römischen Reich. Die Enklave Berlin gehörte historisch zur Mark Brandenburg.
Der Askanierfürst nahm an zahlreichen Kriegszügen im Reichsdienst teil, führte Krieg gegen die Slawen um Gebiete dem deutschen Staat einzuverleiben.
Das Denkmal von Albrecht der Bär steht auf der Zitadelle im Berliner Bezirk Spandau.
Die Askanier
Die Askanier, auch als Haus Anhalt oder Anhaltiner bezeichnet, sind ein altsächsisches Hochadelsgeschlecht, das seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar ist. Es beherrschte die Gebiete Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Zerbst, Anhalt-Plötzkau und Anhalt-Aschersleben. Ihre Stammburgen Ballenstedt, Burg Anhalt, Aschersleben und Bernburg befinden sich in der heutigen Region Anhalt in Sachsen-Anhalt.
Begräbnis Albrecht dem Bär
Die letzte Ruhestätte von Albrecht dem Bär befindet sich im Familienkloster auf Schloss Ballenstedt.
Die schlichte Grabstätte des Markgrafen von Brandenburg genießt sowohl national als auch international einen hohen Bekanntheitsgrad und wird gemeinhin als eine der bedeutendsten historischen Stätten Deutschlands betrachtet.
Die Krypta kann besichtigt werden.
Stammschloß
Das Stammschloss Ballenstedt der Familie von Anhalt ist ein bedeutendes historisches Gebäude in Ballenstedt, Sachsen-Anhalt. Es war die Residenz der Fürsten von Anhalt-Bernburg und die Sommerresidenz der Herzöge von Anhalt. Das Schloss wurde im frühen 18. Jahrhundert auf dem Klostergelände erbaut und ist eine barocke Dreiflügelanlage. Es beherbergt die Schlosskirche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und die Schlossgaststätte im ehemaligen Remter des Klosters.
Das Schloss der Familie von Anhalt wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 enteignet und und die Askanier wurden vertrieben. Der damalige Fürst wurde von den Sowjets im Konzentrationslager Buchenwald interniert, wo er auch verstarb.
Umbauten und Zerstörungen der ursprünglichen Bausubstanz und gezielte Plünderungen, der bis dahin reichen Innenausstattung, führten zu großen Schäden.
Das Schloß befindet sich heute im Eigentum der Stadt Ballenstedt. Es beherbergt drei Museen, mehrere Veranstaltungsräume und eine Schlossgaststätte.
Obwohl sich der Eindruck erweckt das die Schlossanlage in einem außerlichen guten Zustand befindet müssen die Kosten für die Unterhaltung imens sein und läßt wohl kaum Spielraum für dringend benötigte Sanierungsarbeiten.
Die Askanier-Familie versuchte das Anwesen und Familienvermögen zurück zu bekommen - ohne Erfolg.
Der letzte männliche Askanier
Eduard Prinz von Anhalt (* 3. Dezember 1941 - ), das gegenwärtige Familienoberhaupt, entstammt einem der ältesten und bedeutendsten Adelsgeschlechter Deutschlands.
Der Prinz von Anhalt ist der letzte männliche Askanier. Er hat kein männlichen Nachfahr. Mit seinem Tod wird die Familie im Mannesstamm erlöschen. Somit ist seine älteste Tochter Julia Katharina als zukünftige Chefin des Hauses Anhalt vorgesehen.
Er ist mit dem britischen König Charles III. verwandt.
Gegenwärtiger Wohnsitz der Askanier-Familie
Nach dem 2. WK wurde die Familie aller ihrer Besitztümer enteignet. Die Familie flüchtete vor den russichen Besatzern ins bayerische Garmisch-Partenkirchen.
Der Prinz hat seinen Wohnsitz gegenwärtig in Berlin und reist in regelmäßigen Abständen in seine Geburtsstadt Ballenstedt.
Denkmäler
Auf dem Ballenstedter Schlosshof befinden sich mehrere Denkmäler die an die Dynastie der Askanier erinnern.
Ein Denkmal zeigt Albrecht der Bär in mittelalterlicher Rüstung, Schild und Schwert, zu seinen Füßen ein junger Bär.
Gegenüber ist liegt ein großer Gedenkstein der an Joachim Ernst, den letzten Herzog von Anhaltr erinnert. Dieser Adlige wurde laut Inschrift im Jahre 1901 geboren und starb 1947 in dem von der sowjetischen Besatzungsmacht auf dem ehemaligen KZ-Gelände betriebenen Speziallager Buchenwald.

Sogar in In Berlin wurden mehrere Denkmäler zu Ehren des Askanier-Fürsten Albrecht dem Bären errichtet, darunter ein Ensemble in der Siegesallee (heute Yitzhak-Rabin-Straße).
Das imposante Denkmal wurde entfernt und auf der Zitadelle Spandau ausgelagert.
Besuch der Schlossanlage - vom Koster - zum Askanier Stammsitz - und heutigen Schloss Ballenstedt
Das Schloss, der Schlosspark (gestaltet vom preußischen Gartenkünstler und Generalgärtendirektor Peter Joseph Lenné) sowie die Krypta sind für die Öffentlichkeit zugänglich und gewähren tiefe Einblicke in die Historie der Familie von Anhalt. In dem Gebäude sind die Schlosskirche, die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt, und die Schlossgaststätte, die sich im ehemaligen Remter des Klosters befindet, untergebracht. Die Ausstellung "Höfisches Wohnen", die sich in der Dauerausstellung befindet, präsentiert die Lebens- und Wohnsituation der Askanierfamilie in dem Zeitraum von 1860 bis 1945. Des Weiteren sind das Filmmuseum, das sich auf dem Schlossgelände befindet, sowie eine Ausstellung für Natur und Umwelt als sehenswerte Attraktionen zu empfehlen. Für detailliertere Informationen wird auf das Schloss Ballenstedt verwiesen.
Sagenhaft
Es gibt eine Sage um Albrecht der Bär und dem Slawen Fürsten Jaxa von Köpenick. Sie ist eine auf mündlicher Überlieferung basierende, kurze Erzählung von unglaubhaften, fantastischen Ereignissen, die aber als Wahrheitsbericht aufgebaut ist oder auf tatsächlichen Begebenheiten beruht.
Siehe mehr dazu unter Sage Albrecht der Bär »
TIPP
Tagesausflug zum Schloss der Askanier in Ballenstedt
Traumhaft schön und ein Muss für jeden geschichtsinteressierten Berliner!
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