Festungsanlage

Burg - Festung - Schloss

Zitadelle Spandau

Zitadelle Spandau

Die Zitadelle Spandau befindet sich im Berliner Bezirk Spandau, Ortsteil Haselhorst.

Die Spandauer Festungsanlage ist eine der besterhaltenen Renaissance Festungen Europas. Die Festung wurde 1559 an Stelle einer mittelalterlichen Burg errichtet.

Das symmetrisch aufgebaute Bollwerk besitzt vier Bastionen, die durch Kurtinen verbunden sind.

Im Jahr 1636 zog Graf Adam zu Schwarzenberg mit der Kriegskanzlei auf die Zitadelle.

1675 wurde die Festung von Schwedischen Truppen belagert. Während des Krieges mit Frankreich kapitulierte der Kommandant der Zitadelle und Napoleon Bonaparte nahm sie in Besitz. 1813 übergab die Besatzung die Festung gegen freien Abzug dem General August von Thümen.

Das Außenmauerwerk wurde 1885 in der heutigen Form verblendet.

Im Jahr 1935 übernahm die Wehrmacht das Anwesen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand die Besetzung durch sowjetische Truppen statt. Nacht Aufteilung der Stadt in vier Sektoren war die britische Verwaltung Hausherr in der Zitadelle.

1962 bis 1976 fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten in der Zitadelle statt.

Übernahme durch den Berliner Senat

Nach der Übernahme durch den Berliner Senat fand die Landesregierung kein angemessenes Nutzungskonzept für die Zitadelle und schob die Verantwortung der Bezirksregierung zu. Der Bezirk Spandau erarbeitete ein Konzept worauf verschiedenen Gebäude und Freiräume in eine Art Mischnutzung aufgingen.

Heutige Nutzung der Zitadelle

Im ehemaligen Zeughaus befindet sich heute das Stadtgeschichtliche Museum Spandau. Auf dem Gelände befinden sich Ausstellungsflächen sowie ein Haus mit über 40 Ateliers für Künstler. Der Gotische Saal, Räume der Italienischen Höfe und der Alten Kaserne können werden als Veranstaltungsorte genutzt und können gemietet werden. Im Fürstenzimmer des Kommandantenhaus werden Hochzeiten durchgeführt.

Veranstaltungen auf der Festungsanlage

Auf dem Festungsgelände finden regelmäßig Konzerte, Festivals und Veranstaltungen statt. Beliebt ist dabei das Kinderfeste und ein großes Ritterspektakel.

Besichtigung durch Besucher

Die Zitadelle mit dem Juliusturm kann täglich gegen eine Gebühr besichtigt werden.

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Parken / Parking

Web-Seite

  • www.zitadelle-berlin.de

TIPP

Berliner Museumsführer

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Im Berliner Museumsführer finden Sie eine bunte Mischung der Museumslandschaft in Berlin und seinen Bezirken. Die Stadt verfügt über 180 Museen und Einrichtungen für hochwertige Sammlungen.

Adresse

Am Juliusturm 1
13599 Berlin Spandau

Auskunft

Telefon
030/3339 509

Anfahrt

U-Bahn U7
Bus X33

Map / Stadtplan

Stadtplan Berlin

Besucher Informationen

Öffnungszeiten
Montag 10:00 - 17:00 Uhr
Dienstag 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Samstag 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
Zu Veranstaltungen gelten deren Öffnungszeiten
Eintrittspreise
Normal 4,50 EUR
Ermäßigt 2,50 EUR
Zu Veranstaltungen gelten veränderte Eintrittspreise
Parken
Parkplätze (Straße Am Juliusturm) Teilweise Gebührenpflichtig

Programm und Ticket Service

Online Ticket für Ihren Besuch auf der Spandauer Zitadelle

Daten / Geschichte

Festung Zitadelle Spandau

Die Zitadelle Spandau befindet sich auf einer Insel und ist umgeben von der Havel.

Auf dem Gelände befinden sich mehrere Gebäude und Schutzmauern.

Die Festungsanlage kann täglich besucht werden.

Es gibt regelmäßig Führungen und Veranstaltungen.


Daten

  • 1557 wurde mit dem Bau der Zitadelle begonnen.
  • 1580 erfolgte die erste Belegung mit Soldaten.
  • 1594 wurden die Bauarbeiten der Festung vollendet.
  • 1636 zog der Statthalter Graf Adam zu Schwarzenberg mit der Kriegskanzlei auf die Zitadelle.
  • 1691 wurden Teile der Bastion „Kronprinz“ durch eine Explosion zerstört.
  • 1806 eroberte Napoleon die Zitadelle Spandau, die dabei fast vollständig zerstört wurde und anschließend neu aufgebaut wurde.
  • 1813 ereignete sich durch einen Artillerietreffer eine Explosion des Pulvermagazins auf der Bastion „Königin“.
  • 1821 erfolgte die Restaurierung der Bastion „Königin“.
  • 1885 wurde das Außenmauerwerk in der heutigen Form verblendet.
  • 1935 wurde ein Heeresgasschutzlaboratorium eingerichtet.
  • 1945 wurde die Spandauer Zitadelle durch sowjetische Truppen besetzt. Im gleichen Jahr kam sie unter britische Verwaltung.
  • 1962 bis 1976 fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten in der Zitadelle statt.
  • 1992 wurde das Stadtgeschichtliche Museum im Zeughaus eröffnet.

Gebäude auf der Festungsanlage

Torhaus der Zitadelle Spandau

Torhaus

Das Torhaus befindet sich in der Südflanke und ist mit einer Zugbrücke über einen Wassergraben mit dem Festland verbunden. Das Eingangsportal steht überwiegend auf Eichenholz, das in den morastigen Untergrund gerammt wurde.

Das Prunktor aus dem Jahr 1839, wurde von Venezianer Chiaramella entworfen und sollte den Vorüberreisenden zeigen, wie aufgeschlossen die Spandauer der Kunst gegenüberstanden.

Die Tor-Fassade erhielt eine Gliederung in den Formen des Klassizismus. Über dem Eingang befindet sich das brandenburgische Staatswappen. Das Wappenschild wird durch ein Band mit Schnalle gerahmt mit der Aufschrift „Honi soit qui mal y pense“ (Übersetzt: „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“ oder „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“) trägt. Das ganze Schild wird von zwei schwarzen Adlern gehalten.


Palas Zitadelle Spandau

Palas

Durch das Torhauses gelangt man zur linken Seite zu einem um 1520 erbauten gotischen Saalbau dem Palas. Bei einem Umbau 1936 zum Offizierskasino wurden alte bauliche Strukturen zerstört.

Der Palas wurde 1977 in den Formen der Neugotik rekonstruiert.

Das Gebäude war das Wohnhaus der Burg in dem die Landesherren weilten. Die Innenräume des Palas sind unverputzt. Die Fugen zwischen den Ziegelsteinen im Klosterformat besitzen Ritzungen einer art Graffiti des Mittelalters.

Der Palas auf der Zitadelle Spandau wir heute für Veranstaltungen genutzt.


Bastion König Zitadelle Spandau

Bastion Königin

Die Bastion Königin wurde 1558 nach Entwürfen des venizianischen Baumeisters Chiaramella erbaut und besaß eine obere und untere Verteidigungsgalerie.

1813 explodierte das in der Bastion Königin befindliche Pulvermagazin. Es folgte ein Wiederaufbau. Die Bastion besitzt heute nur noch eine Verteidigungsgalerie. Ein Rundbogenportal bildet den Zugang vom Zitadellenhof.

In der Bastion Königin sind in den Fundamenten des Palas und des Westbaus jüdische Grabsteine entdeckt worden. Sie stammen aus dem Zeitraum 1244 bis 1474 und wurden als Baumaterial verwendet.

Die Inschriften auf den Grabsteinen liefen bedeutende Information über das jüdische Leben in Berlin.


Juliusturm Zitadelle Spandau

Juliusturm

Der 30 Meter hoche Juliusturm im neugotischen Baustiel, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Spandaus.

Der Wehrturm und Wachturm diente als Zufluchtsstätte, Wohnturm und Schatzkammer des Reichskriegsschatzes mit einer Tresortür von über drei Tonnen, die damit eine der dicksten Tresortüren Berlins war. In seinem Kellergeschoss befindet sich zudem ein Verlies.

Der Turmsockel stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Mauerstärke beträgt im Sockelgeschoss 3,60 m und im Obergeschoss 2,30 m. Den Zinnenkranz entwarf 1838 Karl Friedrich Schinkel.

Auf die Turmspitze führt eine Wendeltreppe mit 145 Stufen. Angelangt bietet sich ein beeindruckender Rundblick über Spandau und seiner Umgebung. Die Aussicht reicht bis nach Tegel, zur Berliner Innenstadt und zum Grunewald.


Statuen auf der Zitadelle Spandau

Statuen

Im ehemaligen Proviantmagazin der Zitadelle sind rund 100 originale Denkmälern oder Teilen von Statuen ausgestellt.

Die Ausstellung zeigt politische Denkmäler, die einst das Berliner Stadtbild prägten, aber später daraus verschwunden sind.

Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehören das Denkmalensemble der Siegesallee mit seinen brandenburgisch-preußischen Herrschern.