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Fernsehturm

Fernsehturm

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Fernsehturm

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Fernsehturm in Berlin - berlinstadtservice.de Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste nicht abgespannte Bauwerk Europas.

Fernsehturm Berlin

   
  Erbaut: 1969
  Architekt: Hermann Henselmann
  Höhe: 368 Meter
   

Fernsehturm Umgebung

   
 

Rote Rathaus

 

Alexanderplatz

 

Weltzeituhr

   
 

Hotels in der Umgebung

   
Er wurde im historischen Zentrum Berlins im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) direkt neben der mittelalterlichen Marienkirche in Nachbarschaft zum Roten Rathaus und unmittelbar westlich des Alexanderplatzes errichtet.
Betreiber und Eigentümer der Anlage ist die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) mit Sitz in Münster, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG.
Der Turm gehört zur World Federation of Great Towers.

Fernsehturm

Adresse Kontakt Öffnungszeiten Eintrittspreise Anfahrt

Stadtplan

Panoramastraße 1
10178 Berlin Mitte
Telefon:
030/2423333
Täglich:
09:00 -24:00 Uhr
Normal: 11.00 EUR
Ermäßigt: 7.00 EUR
U-Bahn:
U2, U5, U8
Stadtplan Berlin
 

Geschichte des Berliner Fernsehturms

Sehenswürdigkeit Berlin

Fernsehturm BerlinBereits in den 1950er-Jahren gab es Planungen für die Errichtung eines Fernsehturms in Berlin, der zunächst in den Müggelbergen im Bezirk Köpenick errichtet werden sollte. Der bereits begonnene Bau dieses Fernsehturms Müggelberge musste jedoch eingestellt werden, da er für die den Flughafen Berlin-Schönefeld an- und von ihm abfliegenden Flugzeuge eine Gefahr bedeutet hätte. Von diesem Bau wurde lediglich der Stumpf fertiggestellt. Als Standortalternative war eine Fläche am Rande des Volksparks Friedrichshain vorgesehen. Dieses Projekt kam jedoch über die Planungsphase nicht hinaus.

1964 wurde unter maßgeblicher Einflussnahme des ersten Sekretärs des Zentralkomitees der SED, Walter Ulbricht, die Errichtung des Fernsehturms im unmittelbaren Stadtzentrum beschlossen. Die Architektur geht auf eine Idee von Hermann Henselmann und Jörg Streitparth zurück, die Bauplanung erfolgte im VEB Industrieprojektierung Berlin. Wichtigste Architekten waren hier: Fritz Dieter, Günter Franke und Werner Ahrend. Die Fußumbauung stammt von Walter Herzog und Heinz Aust. Der Fernsehturm sollte eine städtebauliche Höhendominante werden, eine „Stadtkrone, die alles überragt und von der Sieghaftigkeit des Sozialismus kündet.“ In den Entwürfen von Henselmann sollte die Kugel rot angestrahlt werden. Bruno Flierl hat ausgeführt, dass die Metallfassade der Kugel Ähnlichkeiten zum sowjetischen Satelliten Sputnik aufweisen und somit die technologische Überlegenheit der sozialistischen Staaten versinnbildlichen sollte. Der Sputnik-Satellit ist auch am Café Moskau als Model angebracht worden.
Zwecks Baufreimachung für die Errichtung des Fernsehturms sowie die Umgestaltung seiner Umgebung wurde die in der Mitte der 1960er-Jahre in diesem Bereich noch erhaltene Bebauung mit Ausnahme der Marienkirche und des Roten Rathauses abgerissen und der ursprüngliche aus dem Mittelalter stammende Straßengrundriss der Berliner Altstadt aufgegeben.
 

Bau des Berliner Fernsehturm

Sehenswürdigkeit Berlin

Fernsehturm BerlinAm 4. August 1965 war in Berlin Baubeginn. Der Gesamtbauleiter und Chef der Deutschen Bauakademie Gerhard Kosel wurde bereits 1965 abberufen, da die Baukosten mit rund 200 Mio. Mark sechsmal höher wurden als ursprünglich kalkuliert. Grund hierfür war unter anderem, dass zahlreiche Materialien importiert werden mussten: die Außenverkleidung und die Scheinwerfer aus der Bundesrepublik, Aufzüge sowie Klimaanlagen aus Schweden und Fenster aus Belgien. Eine genaue Abrechnung über die Kosten wurde nie erstellt.

Zunächst wurde der Turmschaft in Kletterbauweise betoniert, wobei in dem Hohlkörper ein Stahlgerüst mit in die Höhe kletterte. Dann wurde am Boden das Stahlskelett der Kugel zusammengebaut. Auf der Spitze des Betonschaftes montierte man einen Montagekran, der die einzelnen Stahlsegmente der Turmkugel heraufbeförderte. Der Kran befindet sich heute noch dort, sein Ausleger ist nach unten geklappt. Die Antenne wurde aus einzelnen – etwa vier Meter großen – Segmenten zusammengesetzt. Hierfür wurde ein kleiner mitwachsender Kran an der Seite der Antenne installiert, der nach Beendigung der Arbeit wieder entfernt wurde.

Nach gut vier Jahren Bauzeit rund um die Uhr wurde der Fernsehturm am 3. Oktober 1969 durch den damaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht eingeweiht und am 7. Oktober, dem Jahrestag der DDR-Gründung, eröffnet. Zur Einweihung wurden die Architekten – entgegen üblicher Gepflogenheiten – nicht eingeladen. Der Grund hierfür soll gewesen sein, dass sich Ulbricht über die kreuzförmige Reflexion auf der Kugel („Rache des Papstes“) geärgert habe.
Der Turm gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Berlin und zählt jährlich rund eine Million Besucher. Heute ist er im Besitz der Deutsche Funkturm GmbH (DFMG). Vorbild für die Konstruktion als Betonnadel war unter anderem der Stuttgarter Fernsehturm.
Mit der Errichtung des Fernsehturmes wurde der gesamte Bereich zwischen der Stadtbahnstrecke am Bahnhof Alexanderplatz, der Karl-Liebknecht-Straße, der Rathausstraße und der Spree zu einer großzügig angelegten Freifläche mit Springbrunnenanlage, Baumgruppen und Blumenrabatten umgestaltet. Diese ist von vielgeschossigen Neubauten umgeben. Außer der Marienkirche und dem Roten Rathaus erinnert nichts mehr daran, dass man sich im historischen Stadtkern von Berlin befindet.
Nach der Wiedervereinigung übernahm die Deutsche Telekom den denkmalgeschützten Turm und renovierte ihn. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Antennenspitze erneuert und um drei Meter auf eine Gesamthöhe von 368 Meter verlängert.
 

Konstruktion des Berliner Fernsehturms

Sehenswürdigkeit Berlin

 

Innenraum Fernsehturm

Im Inneren des Turmes befindet sich auf Erdgeschossebene ein großzügiges Foyer mit Souvenirläden. Mehrere kreuzweise angeordnete Treppen führen zum Obergeschoss der Eingangshalle. Dort befinden sich die Kasse und der Lifteingang.

Für Besucher sind zwei Etagen im Inneren der Kugel zugänglich: die Aussichtsetage und das Telecafé. Zwei Lifte fahren innerhalb von 40 Sekunden in die Kugel und enden auf Höhe der Panoramaetage. Im Inneren der Kabinen wird die aktuelle Position in Höhenmetern auf einem Display in Digitalanzeige angegeben. Außer einem Rundgang hinter den Aussichtsfenstern befindet sich dort ein weiterer Souvenirstand und eine Panoramabar. In der darüber liegenden Etage befindet sich auf einer Höhe von 207,5 Metern das Telecafé genannte Turmrestaurant
 
Im Turm können Trauungen vorgenommen werden. Sie werden von Beamten des Standesamtes Berlin-Mitte durchgeführt.
Für Rollstuhlfahrer ist der Zugang zum Turm nicht möglich, da die Aufzüge bei einer Gefahrenlage ausgeschaltet werden und sich jeder Besucher eigenständig über die Treppen in Sicherheit bringen muss.
 

Umbauung Fernsehturm

Am Fuß des Turms wurde ein Bau mit einer großzügigen Treppenanlage errichtet, in deren Hauptachse der Neptunbrunnen von Reinhold Begas aufgestellt wurde. Er weist eine charakteristische spitzgiebelige Dachkonstruktion auf und wird im Erdgeschoss durch eine Filiale der ALEX-Systemgastronomie genutzt; das Obergeschoss bietet Raum für Ausstellungen.
 

Plattformen Fernsehturm

Die zwei Ringe am Betonschaft unterhalb der Kugel sind Rettungsplattformen für den Notfall. Dorthin können sich 400 Besucher begeben, falls ein Brand in der Kugel auftritt. Dort kann man bis zur Löschung ausharren oder über eine Treppe weiter hinabsteigen.
 

Antennenmast Fernsehturm

Das Ende der Spitze des Fernsehturmes ist mit einem 1,5 Tonnen schweren Gewicht versehen, das die dünnere (herausragende) Spitze bei starken Schwankungen durch Windeinflüsse automatisch wieder einpendelt und für eine maximale Abweichung von 80 cm sorgt (Tilgerpendel).
Die Antennenanlage des Fernsehturms enthält übereinander angeordnet verschiedene Antennen für digitales Fernsehen (DVB-T), UKW-Radiosender und digitalen Rundfunk (DAB). Die Antennenanlage ist elektrisch beheizbar, da sie im Winter eisfrei gehalten werden muss, um die Umgebung des Fernsehturms vor herabfallenden Eisbrocken zu schützen.
 
 

Technische Daten des Berliner Fernsehturms

Sehenswürdigkeit Berlin

  • Höhe an der Antennenspitze: 368,03 m
  • Länge der Antenne: 118 m
  • Durchmesser der Antennenspitze: 1,80 m
  • Mittlere Höhe der Kugel: 212 m
  • Aussichtsetage auf 203,78 m
  • Telecafé auf 207,53 m (zwei Umdrehungen pro Stunde)
  • Durchmesser des Fußes: 32 m
  • Durchmesser der Aussichtsetage: 24 m
  • Durchmesser des Telecafés: 29 m
  • Durchmesser der Kugel: 32 m
  • Gewicht des Betonschaftes: 26.000 t
  • Gewicht der Kugel: 4800 t
  • Gewicht der Antennenspitze: 245 t
  • Geschwindigkeit der Aufzüge: 6 m/s
  • Tiefe des Fundaments: 5 m
 

Sonstiges über den Fernsehturm

Sehenswürdigkeit Berlin
 
Rache des Papstes
Wenn die Sonne die Kugel der Blechprismen aus rostfreiem Stahl anstrahlt, erscheint eine Reflexion in Form eines Kreuzes. In Anspielung auf die atheistische Grundeinstellung der sozialistischen Regierung und die Diskriminierung kirchlicher Einrichtungen in der DDR bezeichneten Berliner dieses leuchtende Kreuz als „Rache des Papstes“ oder auch, nach dem damaligen evangelischen Bischof Otto Dibelius, als „Dibelius’ Rache“. Fernsehturm Berlin
Eine beliebte – allerdings nicht gesicherte – Anekdote in diesem Zusammenhang besagt, der Architekt sei nach Fertigstellung von der Stasi vernommen worden, um herauszufinden, ob er das Kreuz absichtlich mit eingeplant habe.

Nach einer weiteren Anekdote beendete ein Regierungsmitglied die Diskussion mit dem Ausspruch: „Das ist kein Kreuz, sondern ein Plus für den Sozialismus!“ Die dritte Anekdote besagt, die Stasi habe anfänglich versucht, das reflektierende Kreuz mittels großer Spiegel vom Boden aus wegzublenden. Schließlich gibt es das Gerücht, dass in der Volkskammer der Abriss des Turmes diskutiert worden sei.
In seiner Rede vor dem Brandenburger Tor am 12. Juni 1987 griff US-Präsident Ronald Reagan eine Variation dieser
Gerüchte auf. Er behauptete, die Ost-Berliner Behörden hätten seit dem Bau des Fernsehturms immer wieder mit dem Einsatz von Farbe und Chemikalien vergeblich versucht, die Lichtreflexion an der Glaskugel zu verhindern.
 
ST. Walter
Das Bauwerk an sich wird aus demselben Grund auch „St. Walter“ (nach Walter Ulbricht) genannt. Ebenso wird der Begriff „Ulbrichts Gedächtniskirche“ deshalb seit dem Tode von Walter Ulbricht verwendet.
 
Telespargel
Von Reiseleitern und Stadtführern wird Touristen gern kolportiert, die Berliner würden den Fernsehturm „Telespargel“ nennen, so wie für jedes bekanntere Gebäude der Stadt angeblich ein Name existiere, der von den Einheimischen benutzt werde. Dies ist in vielen Fällen nicht zutreffend, Berliner benutzen in der Regel die Bezeichnung Fernsehturm oder Alex. Die Bezeichnung Telespargel war ein von den DDR-Offiziellen gewünschter Spitzname, der sich in der Praxis jedoch auch schon in der DDR nicht durchgesetzt hat.
 
Standortentscheidung
Fernsehturm BerlinDer Parteichef der SED Walter Ulbricht traf am 22. September 1964 vor einem Modell der Stadt höchstpersönlich die Wahl des Standorts mit den Worten: „Nu, Genossen, da sieht man's ganz genau: Da gehört er hin.“ (nach Kraemer) Zunächst wurde der Bau geheimgehalten, es gab keine offizielle Grundsteinlegung oder Baugenehmigung.

Der Standort wurde so gewählt, dass alle großen Straßen und Sichtachsen des gesamten Berlins, die auf das historische Stadtzentrum gerichtet sind, auf den Fernsehturm zuführen.
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