Berlin - Umweltzone

Hinweise zu den Umweltzonen und den Erwerb einer Umweltplakette

Die Umweltzone in Berlin ist ein geographisch definiertes Gebiet innerhalb der Stadt in dem der Betrieb nicht als schadstoffarm gekennzeichneter Kraftfahrzeuge verboten ist, was der Verbesserung der Luftqualität dienen soll. Die Berliner Umweltzone umfasst eine Fläche von circa 88 Quadratkilometern, auf dem etwa 1 Millionen der 3,8 Millionen Berliner wohnen. In Berlin gilt die Umweltzone seit 01.01.2008. Sie ist eine Maßnahme gegen verkehrsbedingte Luftbelastungen, wenn die Luftqualitätsgrenzwerte nach Berliner Recht nicht eingehalten wird.

Umweltzone im Berliner Stadtgebiet

Fahrverbot und Fahrverbotszone

In der Hauptstadt gibt es eine Zone (s.Karte), in denen das Befahren durch stärker emittierende Fahrzeuge verboten wird. Die Verbotszone ist durch die Verkehrszeichen 270.1 und 270.2 der Straßenverkehrs-Ordnung als solche gekennzeichnet. Fahrzeuge, die im Ausland zugelassen sind, benötigen ebenfalls eine Umweltplakette.

Strafbarkeit bei Mißachtung

Wer in Berlin ohne Umweltplakette (Feinstaubplakette) fährt, riskiert ein Bußgeld und einen Eintrag in Flensburg.

Antrag auf Ausstellung einer Umweltplakette

Einen Antrag auf Ausstellung einer Umweltplakette können Sie bei den zuständigen Behörden stellen.

[Mehr über den Berliner Stadtverkehr]

Durch die Stadt Berlin fahren

Amt / Behörde

Karte Berliner Umweltzone

Karte Umweltzone Berlin

Die Umweltzone in Berlin umfasst die Berliner Innenstadt innerhalb des S-Bahn Rings.

Deutlich zu erkennen: Der Ring sieht aus wie ein Hundekopf (hier grün eingefärbt).

Für Fahrzeuge die noch keine Umweltplakette haben, oder aufgrund ihrer Schadstoffausstöße keine Plakette erhalten haben, werden folgende Umfahrungsmöglichkeiten der Umweltzone Berlin empfohlen:

• Der südliche Teil der Stadtautobahn, der innerhalb des S-Bahnringes liegt.

• Neun Straßen innerhalb des Rings

Antrag auf Ausstellung einer Umweltplakette (Feinstaubplakette)

Umweltplakette für Berlin

Berliner Bürger können den Antrag beim Bezirksamt in ihrem Wohnbezirk einreichen (für Betriebe: wo sich der Betriebssitz befindet).

Die Umweltplakette bekommt man an außerdem bei den Kfz-Zulassungsbehörden und an Abgasuntersuchungsstellen wie TÜV, DEKRA, GTÜ, FSP, KÜS und an den rund 850 Abgasuntersuchungs-Werkstätten der Kfz-Innung.

Liegt dieser außerhalb der Umweltzone, wird der Antrage auf eine Feinstabplakette an ein zuständiges Bezirksamt weitergeleitet. Auswärtige Antragsteller wenden sich an einen Bezirk ihrer Wahl innerhalb der Umweltzone.

Ausnahmen Fahren ohne Umwelt Plakette

• Mobile Maschinen und Geräte, Arbeitsmaschinen

• Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen

• Zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge

• Krankenwagen, Arztwagen mit entsprechender Kennzeichnung im Einsatz zur medizinischen Betreuung der Bevölkerung

• Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG" (außergewöhnlich gehbehindert), "H" (hilflos) oder "Bl" (blind) besitzen

• Fahrzeuge mit Sonderrechten nach § 35 StVO: Bundeswehr, Bundespolizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei, Zolldienst, Rettungsdienst, Messfahrzeuge der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Fahrzeuge, die dem Bau, der Unterhaltung oder der Reinigung der Straßen und Anlagen im Straßenraum oder der Müllabfuhr dienen und die durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind

• Fahrzeuge von Personen mit besonderer Schwerbehinderung, Schaustellerfahrzeuge, Fahrzeuge mit bestimmten Sonderkennzeichen

• Militärische Fahrzeuge, und Zivilfahrzeuge, die im Auftrag des Militärs genutzt werden

• Oldtimer mit H-Kennzeichen oder "07-Kennzeichen" und ausländische Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind

• Sonderfahrzeuge können für die Dauer von fünf Jahren ab Inkrafttreten der Umweltzone von Verkehrsverboten ausgenommen werden.