Berühmte Straßen

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Friedrichstraße in Berlin

Friedrichstraße in Berlin

Die Friedrichstraße befindet sich in Berlin Mitte.

Die Straße gehört zu den bekannteren Vergnügungs- und Flaniermeilen der Hauptstadt und ist über seine Stadtgrenze bekannt.

Name

Sie ist eine der bekanntesten Straßen im östlichen Zentrum Berlins und wurde nach dem Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg benannt.

Tourismus

Die häufig von Touristen besuchte Straße bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie Bars, Hotels, Theater, Kinos, Museen, Restaurants und Cafés.

Verlauf

Die Friedrichstraße verläuft von Süd nach Nord zwischen den Mehringplatz in Kreuzberg und der Chausseestraße im Wedding.

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Adresse

Friedrichstraße
10117 Berlin Mitte

Auskunft

Telefon
030/3339 509

Anfahrt

U-Bahn U6
Tram M1, M5, 12

Map / Stadtplan

Stadtplan Berlin

Karte

Verlauf der Friedrichstraße

Die Friedrichstraße ist die Hauptverkehrsverbindung der Friedrichstadt in Nord-Südrichtung und führt vom Mehringplatz in Kreuzberg über den ehemaligen alliierten Grenzübergang, dem Checkpoint Charlie und den Prachtboulevard Unter den Linden vorbei am Bahnhof Berlin Friedrichstraße und dem Tränenpalast. Auf der Weidendammer Brücke führt sie über die Spree und mündet an ihrem nördlichen Endpunkt, dem Oranienburger Tor (Kreuzung mit der Hannoverschen Straße und der Torstraße) in die Chausseestraße, an der der Dorotheenstädtische Friedhof und das Bertolt-Brecht-Haus liegen.

Im Bereich zwischen Leipziger Straße und Unter den Linden befinden sich mehrere großzügige Geschäftsneubauten, Luxusgeschäfte wie das Kaufhaus Galeries Lafayette, Repräsentanzen namhafter, insbesondere teurer Bekleidungsmarken und repräsentative Ausstellungsräume von Autoherstellern wie dem Volkswagen-Konzern, Mini und Opel. Ebenso ist das sogenannte „KulturKaufhaus Dussmann“ und eine große Filiale der Bucherhandelskette Hugendubel vertreten.

Die Straße beheimatet etwas weiter nördlich das Maritim proArt Hotel Berlin, das 25-stöckige Internationale Handelszentrum sowie den Bahnhof Friedrichstraße. Der Bahnhof an der Kreuzung der Stadtbahn mit der unterirdischen Nord-Süd-S-Bahn ist mit dem ehemaligen Tränenpalast als früherer Grenzbahnhof bekannt. Dahinter folgt der Admiralspalast und der Friedrichstadtpalast, sowie das Kunsthaus Tacheles im ehemaligen Kaufhaus Friedrichstraßenpassage.

Der nördliche, der mittlere Abschnitt und das südliche Ende der Friedrichstraße bis hin zum Mehringplatz und dem Halleschen Tor ist weniger bekannt. Dort befindet sich in einem Teil des Kreuzberger Kiezes eine Fußgängerzone mit verschiedenen Geschäften.

Geschichte

Am Ende des 17. Jahrhunderts, erstreckten sich um die heute sehr belebte Straße Felder, Wiesen und Äcker und am Ufer der Spree wurden Schiffe gebaut.

Durch einen Verkauf kurfürstlicher Äcker an Bauwillige und die Gewährung etlicher Vergünstigungen begann der Bau der damaligen Berliner Vorstadt.

Straßen in regelmäßigen Rechtecken wurden abgesteckt, es entstand die Neustadt nach ihrer Initiatorin, der zweiten Ehefrau von Friedrich Wilhelm später auch Dorotheenstadt genannt.

Nach der Straße Unter den Linden war die zweitwichtigste Straße, die große Querstraße, die auch einfach so genannt wurde. Sie reichte damals von der Weidendammer Brücke bis zur Behrenstraße und wurde mit zwei- bis dreigeschossigen Reihenhäusern bebaut. Auf den Höfen gab es Ställe für Nutzvieh wie Schweine und Kühe.

Friedrich III. berief eine Kommission zum Ausbau des neuen Stadtteils ein. Die Querstraße wurde in Friedrichstraße umbenannt. Mit dem Bau von Häusern wurden Architekten betraut. So gehörten bis 1695 bereits 300 Häuser zu dem Stadtteil, der den Namen Friedrichstadt erhielt. In diese Gegend waren meist die Hugenotten gezogen. Die Straße wurde Anfang der 1830er-Jahre bis zum Halleschen Tor und der nördliche Teil bis zum Oranienburger Tor verlängert. Der Straßenabschnitt nördlich der noch hölzernen Weidendammer Brücke blieb noch lange Zeit im dörflichen Charakte. Dafür wurden hier vierstöckige Kasernenbauten für das Zweite Königliche Husarenregiment gebaut, Kontore und erste Manufakturen ließen sich hier nieder.

Bei den Märzrevolutionen im Jahr 1848 war die Friedrichstraße Schauplatz der Geschichte. Barrikadenkämpfe fanden statt. Eine Gedenktafel erinnert an die Ereignisse.

Im 19. Jahrhundert gewann der Abschnitt zwischen Weidendammer Brücke und dem Halleschen Tor an Bedeutung.

Teure Hotels, Restaurants und Künstleretablissements richteten sich hier ein und zogen Gäste an. Eine langjährige Baulücke, direkt an der Nordseite des Bahnhofs Friedrichstraße (Hausnummer 100), beherbergte von 1927 bis 1945 das Speiserestaurant Franziskaner mit bis zu 2500 Plätzen. Im Jahr 2008 wurde die Fläche an einen Investor verkauft, der hier nun ein neues Hotel- und Bürohaus errichten lässt.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert galt die Friedrichstraße als Handelsplatz für Edelsteine und Gold und war ein Zentrum der Prostitution.

Mit dem Bau der Eisenbahn von und nach Berlin und der damit verbundenen Errichtung des Bahnhofs Friedrichstraße im Jahr 1882 war die hervorragende Bedeutung dieser Straße für das Leben in Berlin endgültig besiegelt.

Unzählige Pferdebahnen, Droschken, Kraftfahrzeuge, Handwagen, Omnibusse, Radfahrer und Fußgänger teilten sich die Straße. Ampeln oder andere ordnende Hilfsmittel gab es noch nicht. Ein erster Verkehrspolizist wurde nötig, der mit Trillerpfeife und Armbewegungen eine Verkehrslenkung versuchte. Die Kreuzung mit der Leipziger Straße galt vor dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls als sehr verkehrsreicher Knotenpunkt.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde unter anderem auf postmoderne, historische und moderne Elemente zurückgegriffen, wie beim Friedrichstadtpalast, dem Interhotel Grand Hotel oder dem Internationalen Handelszentrum. Der südliche Teil der Straße lag in West-Berlin. Hier wurde der Mehringplatz mit häßlichen Betonbauten errichtet.

Nach der Wiedervereinigung wurden einige Stadtquartiere neu errichtet, unter anderem das Quartier 207 (Galeries Lafayette) und das Quartier 206. Ein auf dem Gelände des ehemaligen Grenzübergangs wurde das American Business Centernur errichtet. Von den geplanten fünf Gebäuden entstanden drei, darunter das Philip-Johnson-Haus.

Sehenswürdigkeiten

• Restaurant Aschinger am Bahnhof
• Checkpoint Charlie
• Denkmal für die Kindertransporte am Bahnhof
• Metropoltheater
• Kabarett Die Distel
• Haus der Schweiz
• Café Bauer
• Galeries Lafayette
• Internationales Handelszentrum
• Friedrichstadtpalast
• Tränenpalast
• Weidendammer Brücke
• Abendlicher Turndownservice
• Admiralspalast

Besondere Sehenswürdigkeiten

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Der Grenzkontrollpunkt verband in der Friedrichstraße zwischen Zimmerstraße und Kochstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg.

[Checkpoint Charlie]


Galeries Lafayette

Galeries Lafayette

Im beeindruckenden Glasbau, der Berliner Dependance des berühmten Pariser Galeries Lafayette, erwartet den Besucher neueste Fashion-Trends, internationale Mode, Accessoires, Beauty-Produkte Bücher, französische Spezialitäten und Delikatessen.

In den Galeries Lafayette finden regelmäßig Veranstaltungen wie Modenschauen statt.

[Galeries Lafayette]


Unter den Linden

Unter den Linden

Die Prachtstraße führt vom Pariser Platz an der Ostseite des Brandenburger Tors, wo sich auch die Akademie der Künste und das bekannte Hotel Adlon befinden, über anderthalb Kilometer in östlicher Richtung bis zur Schloßbrücke, die die Verbindung zur Museumsinsel, dem Stadtschloss und dem östlichen Zentrum mit dem unübersehbaren Fernsehturm herstellt.

[Unter den Linden]


Tränenpalast

Tränenpalast

Von 1961 und 1989 war Berlin geteilt und an diesen Standort befand sich eine der zahlreichen Grenzübergangsstellen. Die Bezeichnung Tränenpalast leitet sich davon ab, dass DDR-Bürger ihre westlichen Besucher hier unter Tränen verabschieden mussten. Heute werden im Tränenpalast kleine Veranstaltungen, Vorlesungen und Ausstellungen abgehalten.

[Tränenpalast]


Friedrichstadtpalast

Friedrichstadtpalast

Im Friedrichstadt werden hochkarätige Show's, Musicals, Revue, Kinderveranstaltungen und Tanz der Spitzenklasse geboten. Das Revuetheater verfügt über einen großen Saal mit 1895 amphitheatrischen Plätzen. Der Name stammt von einem am heutigen Berthold Brecht Platz gelegenen 200 jährigen Zirkus- und Theaterbau. Dieses monumentale Gebäude wurde wegen Baumängel abgerissen.

[Friedrichstadtpalast]

Persönlichkeiten, die in der Friedrichstraße lebten oder wirkten

Christoph Wilhelm Hufeland wohnte hier ab 1800 (Haus Nr. 130)
Alexander von Humboldt der ab 1800 hier eine Wohnung mietete (Haus Nr. 139)
Napoleon Bonaparte verbrachte 1806 im Haus der Madam Bernhard eine „vergnügte Nacht“ (Haus Nr. 63)
Karl Friedrich Schinkel wohnte ab 1809 kurzzeitig hier (Haus Nr. 99)
Johann Gottlieb Fichte als Rektor der neuen Berliner Universität, von 1811 bis 1814 (Haus Nr. 139/141)
Rahel Varnhagen die zwischen 1819 und 1827 an der Ecke Französische Straße ihren berühmten Literarischen Salon betrieb
Johann Georg Kranzler österreichischer Konditor, der 1825 an der Kreuzung Unter den Linden eine Conditorei eröffnete
Adelbert von Chamisso der hier lange Jahre bis zu seinem Tode (1838) wohnte (Haus Nr. 208)
Friedrich Engels der zwischen 1841 und 1842 während seiner Militärdienstzeit hier wohnte (Ecke Dorotheenstraße)
Jes Leve Duysen der auf dem Grundstück Nr. 219 eine Klavierfabrik errichtete
Egon Erwin Kisch der nach der Eröffnung der Wilhelmpassage 1873 diese oft durchstreifte und das Flair beschrieb
Max Skladanowsky der 1895 sein Bioskop einem erstaunten Publikum erstmalig vorführte (Haus Nr. 40)
Paul Lincke der zur Erstaufführung der Operette Frau Luna am 1. Mai 1899 im Apollotheater weilte (Haus Nr. 218)
Otto Reutter der 1920 im Wintergarten mit seinen Couplets auftrat
Adolph Menzel der im Café Bauer (Haus Nr. 85) Personen zeichnete
Theodor Fontane Haus Nr. 153, der in der damaligen Polnischen Apotheke arbeitete
Ludwig Ganghofer der als Student in einem Amüsierhaus Logis nahm (Haus Nr. 63)
Max Reinhardt als Schauspieler nach Berlin engagiert, wohnte im Haus Nr. 134