| Im Zentrum der Stadt liegt der Große Tiergarten.
Er ist die älteste und mit 210 Hektar größte und bedeutendste Parkanlage
Berlins und wurde im Verlauf von mehr als 500 Jahren gestaltet.
Ursprünglich ein ausgedehntes Waldareal vor den Toren der Stadt,
genutzt von den preußischen Adeligen als Jagd- und Ausrittgebiet,
wurde dieses nach und nach von der Stadtentwicklung umschlossen.
Heute erstreckt sich der Park vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger
Tor und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parlaments- und
Regierungsviertel. Einige große Straßen durchschneiden den Tiergarten,
darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich
am Großen Stern, in dessen Mitte seit 1939 die Siegessäule steht.
Die Gestaltung des Großen Tiergartens zeigt sich als naturnahe Parklandschaft:
Charakteristisch sind die weiten, von kleinen Wasserläufen durchzogenen
und mit Baumgruppen bestandenen Rasenflächen sowie die Seen mit
kleinen Inseln und zahlreichen Brücken und Alleen. Anlagen wie der
Englische Garten, die Luiseninsel und der Rosengarten setzen an
einigen Stellen schmuckgärtnerische Akzente. |
| Neben dem Tiergarten gehört der Treptower
Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er
wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav
Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung.
Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines
der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch
wegen der bereits 1821/1822 von Carl Ferdinand Langhans als Gasthaus
an der Spree erbauten heutigen Gaststätte Zenner. |
| Eine Besonderheit unter den Parks ist der
Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er
neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien
Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung
existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Heinrich
von Kleist Parks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen
Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa
22.000 verschiedenen Pflanzenarten ist er der drittgrößte Botanische
Garten der Welt. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter
lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt. |
| Viele weitere Parkanlagen prägen das grüne
Gesicht Berlins: |
| Neben den Schlossgärten in Charlottenburg,
Glienicke und auf der Pfaueninsel (die letzten beiden gehören zum
UNESCO-Welterbe) sind dies auch die historischen Parkanlagen Lustgarten,
Viktoriapark, Rudolph-Wilde-Park und Schillerpark, aber auch die
zahlreichen großen Volksgärten. |
| Im Süden der Stadt befindet sich der Britzer
Garten, auf dessen Gelände 1985 die Bundesgartenschau
stattfand. Das östliche Gegenstück dazu ist der 20 Hektar große
Erholungspark Marzahn, der 1987 als Berliner Gartenschau eröffnet
wurde. Neu angelegte Parkanlagen sind der Mauerpark auf dem ehemaligen
Todesstreifen der Berliner Mauer, das Naturschutzgebiet Schöneberger
Südgelände, der Görlitzer Park und der Spreebogenpark in der Nähe
von Hauptbahnhof und Regierungsviertel. |
| In Berlin gibt es 38 Naturschutzgebiete mit
einer Gesamtfläche von rund 1.990 Hektar, das entspricht 2,2 % der
Landesfläche. Hinzu kommen 52 Landschaftsschutzgebiete,
die weitere 13 % der Landesfläche einnehmen. Zudem haben die Bezirke
Pankow und Reinickendorf einen Flächenanteil von 5,4 % am länderübergreifenden,
75.000 Hektar umfassenden Naturpark Barnim. |
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| In Berlin sind etwa 18 Prozent der Stadtfläche
bewaldet. Die Stadtforstverwaltung Berliner Forsten verwaltet mit
zirka 29.000 Hektar die größte Stadtwaldfläche Deutschlands. Zu
den größten Wäldern gehört der Grunewald, der von der Grunewaldseenkette
durchzogen und im Westen von der Havel begrenzt wird, sowie der
Spandauer Forst im äußersten Nordwesten der Stadt. Der 273 Hektar
große Wannsee ist eine Ausbuchtung der Havel. Mit ihm besitzt Zehlendorf
ein viel besuchtes Naherholungsgebiet, das vor
allem durch das Strandbad Wannsee bekannt ist. |
| Im Südosten Berlins bildet
der Müggelsee mit den Müggelbergen und dem Strandbad Rahnsdorf ein
großes Naherholungsgebiet. Der Müggelsee ist der größte Berliner
See, er dehnt sich über 7,4 km² aus (maximal 4,3 km lang; 2,6 km
breit) und ist bis zu 8 m tief. Die Müggelberge sind mit 114,7 m
über NHN die höchsten Berliner Erhebungen, sie entstanden während
des Pleistozäns. Am Westhang des Kleinen Müggelbergs wurde von 1959
bis 1961 der neue Müggelturm errichtet, nachdem der alte im Mai
1958 abgebrannt war. Er bietet einen weitreichenden Ausblick über
die Seen und Wälder der Umgebung bis hin zur Stadtsilhouette Berlins. |
| In den urbaneren Bereichen der Stadt haben
sich an den Fluss- und Seenlandschaften der Spree und Havel zahlreiche
Strandbars gegründet. |
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