| Das Wort Geist hat seinen Ursprung zum einen in der
antiken Philosophie und zum anderen in der Bibel. Während sich in den meisten
romanischen Sprachen ein entsprechender Begriff aus dem lateinischen spiritus
entwickelte, leitet sich Begriff des Geistes aus der indogermanischen Wurzel
gheis- für erschaudern, ergriffen und aufgeregt sein ab. Das westgermanische
Wort ghoizdoz bedeutete wohl „übernatürliches Wesen“ und wurde mit der Christianisierung
der Germanen christlich umgedeutet, so dass der Begriff in althochdeutschen
(geist) und altenglischen (gást) Schriften als Übersetzung für den biblischen
Spiritus Sanctus diente. Dieser Sinngehalt des Wortes hielt sich bis in
die Gegenwart, so dass „Geist“ auch synonym zu „Gespenst“ verwendet wird. |
| Eine weitere Bedeutungsebene, die heute jedoch nicht
mehr offensichtlich ist, stellt „Geist“ in einen Zusammenhang mit „Atem,
Windeshauch“ als Ausdruck der Belebtheit. So findet sich noch in Luthers
Übersetzung der Bibel die Formulierung „der Himmel ist durchs wort des herrn
gemacht und all sein heer durch den geist seines munds“. Auch das lateinische
spiritus weist diese Bedeutung auf; es ist mit spirare „atmen“ verwandt.
Zum einen wird der Begriff des Geistes verwendet, um sich auf die kognitive
und emotionale Existenz eines Lebewesens zu beziehen. Umstritten ist in
der Theorie das Verhältnis von Geist und Gehirn: Während die Theologie und
die Philosophie in der Tradition René Descartes' davon ausgehen, dass sich
der Begriff „Geist“ auf ein immaterielles Ding bezieht, postulieren viele
Naturwissenschaftler und Philosophen, der Geist sei nichts anderes als neuronale
Aktivität. In diesem Fall würde sich der Terminus letztlich auf das Gehirn
beziehen. Andere Philosophen behaupten wiederum, der Geist sei keine immaterielle
Substanz, könne aber dennoch nicht auf das Gehirn reduziert werden. Die
Natur des Geistes ist das Hauptthema der Philosophie des Geistes. |
| In verschiedenen Theorien, gelegentlich auch im Alltag,
wird der Ausdruck zur Charakterisierung überindividueller Phänomene, Objekte,
Eigenschaften oder Prozesse eingesetzt. Johann Gottfried Herders Werk "Vom
Geist des Christentums" prägte diese Begriffsverwendung entscheidend mit.
Ein zentrales Konzept der deutschsprachigen Kultur wurde „Geist“ spätestens
mit dem Werk Georg Wilhelm Friedrich Hegels. Nach Hegel manifestiert sich
in Gemeinschaften ein objektiver Geist, während der absolute Geist Kunst,
Philosophie und Religion auszeichnet. Auch die Sozialwissenschaften benutzen
den Begriff des Geistes, um auf Merkmale von Gemeinschaften hinzuweisen.
In dem Sinne ist etwa Max Webers Rede vom „Geist“ des Kapitalismus zu verstehen.
Dieser „Geist“ ergibt sich durch die Normen und Werte kapitalistischer Gemeinschaften.
Im allgemeinen Sprachgebrauch findet sich beispielsweise die Formulierung:
„Hier herrscht ein Geist der Eintracht“. |
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Ernährung ist die Aufnahme von Nahrungsstoffen,
die ein Organismus zum Aufbau seines Körpers, zur Aufrechterhaltung seiner
Lebensfunktionen und zum Hervorbringen bestimmter Leistungen in verschiedenen
Lebenslagen benötigt. Ernährung ist eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung
jedes Lebewesens. |
| Für den Menschen steuert
sie in wesentlichen Zügen sein körperliches, geistiges, physiologisches
und soziales Wohlbefinden. Der bewusste Umgang mit der Zufuhr von Nahrung
und Flüssigkeit ist eine Dimension der menschlichen Kultur und aller Religionen
(siehe auch Ernährungssoziologie). Unter menschlicher Ernährung versteht
man die Versorgung von Menschen mit Nahrung in Form von Nahrungsmitteln
und Genussmitteln. |
| Die Aufnahme der Nahrungsmittel
geschieht normalerweise durch perorale Zufuhr dem Leben dienlicher Stoffe
in Form von Speisen und Getränken. |
Der menschlichen Ernährung
dienen rohe, gekochte oder anders zubereitete, frische oder konservierte
Nahrungsmittel (siehe auch
Ökotrophologie).
Fehlfunktionen bei der Nahrungsaufnahme werden als Ernährungsstörungen bezeichnet. |
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| Unter Fitness
wird im Allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden verstanden.
Fitness drückt das Vermögen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und Belastungen
eher standzuhalten. Der Begriff ist insofern schwierig, da er als Modebegriff
nicht klar definierbar ist und von verschiedenen Personen und Interessengruppen
unterschiedlich interpretiert wird. |
| Das Risiko für Zivilisationskrankheiten
wie Herzinfarkt und Fettleibigkeit kann durch ein gezieltes Fitnesstraining
verringert werden. Konzentrations- und Lernfähigkeit werden gesteigert.
Menschen, die sich aktiv mit dem Thema Fitness auseinandersetzen, sind gesünder
und leben, statistisch gesehen, länger. |
| Zur Fitness von Körper
und Geist gehört zum einem eine regelmäßige körperliche Betätigung, zum
anderen eine gesunde, ausgewogene und nähr- wie ballaststoffreiche
Ernährung. Ungesunde Ergänzungsmittel
(Doping, Anabolika) sind mit Fitness genauso wenig zu vereinbaren wie die
Beschränkung auf reines Krafttraining wie es teilweise im Bodybuilding zu
finden ist. Der Berlinstadtservice hat für Sie eine reihe von Fitness-Clubs
für Sie zusammengestellt. |
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