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Rathaus

Rathaus Köpenick

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Rathaus Köpenick in Berlin

 
 
 

Berliner Rathäuser

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Rathaus Köpenick Das Rathaus Köpenick befindet sich in der Straße Alt-Köpenick 21 im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick.

Es wurde 1901 bis 1905 anstelle eines Vorgängerbaus für die damals eigenständige brandenburgische Stadt Cöpenick erbaut.

Das zwischen 1927 und 1949 in Abschnitten nochmals erweiterte Bauwerk steht seit 1982 unter Denkmalschutz.

Rathaus in Berlin

   
  Kategorie: Gebäude
   
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Rathaus Köpenick Adresse Informationen Anfahrt Stadtplan
Alt-Köpenick 21
12555 Berlin Köpenick
Telefon:
030/90297 2554
Tram: 27, 60, 61, 62, 67, 68
Bus: 164, N65, N67, N69
Stadtplan Berlin
 

Rathaus Köpenick Geschichte

Gebäude Berlin

Rathaus Köpenick Das Bürgertum sehnte sich im 18. Jahrhundert nach einem neuen Repräsentationsbau für die ihm zukommenden Aufgaben im Gemeinwesen als Ratsstube. 1763 errichtete man an der Straße Alt-Köpenick den Vorgängerbau des heutigen Rathauses Köpenick. Am 20. November 1896 verkündete der damalige Bürgermeister den Stadtverordneten sein Programm für ein neues Rathaus. Nach einer zweijährigen Bedenkzeit befürworteten die Stadtverordneten am 16. Dezember 1898 das Projekt. Die Ausführung des Bauwerkes wurde auf 350.000 Mark geschätzt. Mit der Weiterführung des Rathausprojektes beauftragte der Berliner Magistrat den Charlottenburger Architekten Hugo Kinzer. Die Baupläne von Hans Schütte und Hugo Kinzer sahen die Errichtung eines dreigeschossigen Eckgebäudes mit einem 54 Meter hohen Turm als „ragenden Eckstein des neuen Rathausbaus“ vor. Dieser wird durch die Verwendung von Stilelementen der mittelmärkischen Backsteingotik betont, der einen würdigen Stadtmittelpunkt schaffen sollte. Die Bausumme musste schon Juli 1901 – vor dem ersten Spatenstich – um 25.000 Mark auf 375.000 Mark korrigiert werden.

Am Dezember 1904 erfolgte der Umzug des Bürgermeisters in das neue Rathaus Köpenick. Am 1. April 1905 erfolgte die Eröffnung des Ratskellers mit einem Gastsaal, zwei Gastzimmern und Weinkellern. Im September kam es auch zur Einweihung des großen Sitzungssaals. Im Erdgeschoss befanden sich 20 Büroräume, die Wohnungs- und Diensträume der Polizei und die Räume der Städtischen Sparkasse mit Tresorraum. Im ersten Obergeschoss gab es 25 Büroräume, die Wohn- und Diensträume des Bürgermeisters, einen kleinen Sitzungssaal des Magistrats und drei Räume für das Standesamt. Im zweiten Obergeschoss folgten 22 Büroräume und der Stadtverordneten-Sitzungssaal. Im dritten Stockwerk gab es noch weitere fünf Büroräume.

Die Stadt Köpenick wurde 1920 als 16. Verwaltungsbezirk in Groß-Berlin eingemeindet. Durch die Zuordnung weiterer Gemeinden wie z. B. Friedrichshagen und Rahnsdorf zum neuen Bezirk stieg die Bevölkerungszahl des Bezirks von 35.000 auf 63.000 Personen. Damit war das für damalige Verhältnisse großzügig errichtete Verwaltungsgebäude schon 15 Jahre später zu klein. Im August 1923 wurde umgebaut. Vier Jahre später entschied man sich für einen ersten Erweiterungsbau, der sich gestalterisch und architektonisch an den Altbau orientierte. Am 17. Dezember 1936 wurde ein weiteres Neubauprojekt mit der nun umfangreichsten Erweiterung vorgeschlagen. Diesem Erweiterungsabschnitt sollte später noch ein weiterer folgen, der die beiden Rathausflügel unter Abriss der heute noch erhaltenen historischen Bebauung bis zum Schloßplatz vor verlängern und dort zum Platz hin abermals verbinden sollte. Seit 1990 entstanden durch Ausbau der Dachetagen 20 weitere Büroräume, so dass heute insgesamt 340 im Rathaus zu finden sind.
Rathaus Köpenick um 1900
 

Rathaus Köpenick Bau

Gebäude Berlin

Rathaus Köpenick Herausragend nach außen ist die im Stile der märkischen Backsteingotik gestaltete Außenfassade mit Rathenower Verblendsteinen.

Diagonal gestellt erhebt sich zur Einmündung Rosenstraße/Alt-Köpenick der Eckturm mit Rathausuhr. Der Eingangsbereich erinnert an ein mittelalterliches Kloster.

Das Haupttreppenhaus mit einer dreiarmigen Treppe zwischen in Sandstein gehauenen romanischen Säulen, deren einzelne Kapitelle vom Kopf eines Fischers, eines Stadtschreibers, eines Stadtpolizisten und eines Maurers geschmückt werden, weist nach außen bleiverglaste Fenster auf, die in Ornamenten Bilder des städtischen Gewerbelebens zeigen.

Die Gewölbe der Podeste und Korridore sind als Kreuzkappengewölbe gearbeitet.

In den Wänden sind Schmuckfliesen mit Jugendstilornamenten eingearbeitet, die neben den sonst historisierenden Formen auf den gerade aufkommenden Zeitgeschmack der Erbauungszeit verweisen.

Der historische Stadtverordneten-Sitzungssaal mit kunstvollen Holzarbeiten und nur teilweise noch in der ursprünglichen Fassung erhaltenen Monumentalfenstern bildet die Krönung der Ausstattungsarbeit.

Die Bleiglasfenster des Sitzungssaales stellten ursprünglich zum Luisenhain gerichtet Szenen aus dem Wäscherei- und Färbereiunternehmen W. Spindler dar, dessen späterer Eigentümer Carl Spindler auch Ehrenbürger der Stadt Köpenick war.

Das Fenster zum Innenhof zeigte in der Mitte das neue Rathaus mit Stadtwappen, links davon Bilder aus dem Fischereigewerbe und rechts Szenen aus der Erbauung des Rathauses.

Obwohl das Rathaus Köpenick im Bereich des Sitzungssaales im Zweiten Weltkrieg keine Zerstörungen durch Bombentreffer hatte, sind die oberen, großen Schmuckfenster zwischen 1944 und 1946 spurlos verschwunden.

1954 wurde bei einer grundlegenden Renovierung ein Teil der historischen Wandgestaltung im Sitzungssaal übermalt und damit weitgehend zerstört.

Im Jahr 2005 fand in Vorbereitung der Festlichkeiten 100 Jahre Rathaus Köpenick eine umfassende Rekonstruktion des Sitzungssaals und des Treppenhauses nach Denkmalsvorgaben statt, in der weite Teile der historischen Ausgestaltung (sofern noch vorhanden) wiederhergestellt werden konnten.
Rathaus Köpenick
Rathaus Köpenick
 

Hauptmann von Köpenick

Gebäude Berlin

Rathaus Köpenick Weltbekannt wurde das neue Köpenicker Rathaus genau ein Jahr nach seiner Einweihung, als der 57-jährige arbeitslose Schuster Friedrich Wilhelm Voigt am 16. Oktober 1906 in einer zuvor erworbenen Hauptmannsuniform des 1. Garde-Regiments mit zehn herbei kommandierten Soldaten Bürgermeister Georg Langerhans verhaftete, um sich der Stadtkasse zu bemächtigen.

Der gelungene Streich flog erst nach dem Verschwinden des mehrfach Vorbestraften auf und der zwei Tage später verhaftete Voigt ging als „Hauptmann von Köpenick“ in die Geschichte ein.

Vor d Vor dem Haupteingang des Rathauses wurde 1996 ein Denkmal für den Hauptmann von Köpenick aufgestellt. Die Bronzestatue wurde von dem Armenier Spartak Babajan entworfen und von der Kunstgießerei Seiler in Bronze gegossen. Am Rathaus wurde auch eine Berliner Gedenktafel für Voigt angebracht.
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