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Olympiastadion |
Olympiastadion in Berlin |
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Geschichte und Informationen zum Olympiastadion, einer Sehenswürdigkeit von Berlin |
Olympiastadion |
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| Das
Olympiastadion
Berlin befindet sich im Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten Olympiageländes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch das Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion, Olympia-Schwimmstadion, die Waldbühne, das Maifeld und der Glockenturm und die Langemarckhalle gehören. Das Olympiastadion ist die Heimstätte des Fußballvereins Hertha BSC, welcher den Hauptnutzer des Stadions darstellt. Erkunden Sie in einem Rundgang die öffentlichen Bereiche des Olympiastadions auf eigene Faust. Informationen finden Sie an den Dokumentationstafeln über die Geschichte des Olympiastadion und des ehemaligen Reichsportfeldes. |
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Besucher Informationen Olympiastadion |
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| Hinweise zu einer Besichtigung des Olympiastadion Berlin finden Sie hier | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Olympiastadion Berlin |
Adresse | Information | Anfahrt |
Stadtplan |
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Olympischer Platz 3 14053 Berlin-Charlottenburg |
Telefon: 030/3339509 |
U-Bahn: U2 S-Bahn: S9, S75 |
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Geschichte Olympiastadion |
Olympiastadion Berlin |
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Das Olympiastadion
wurde von 1934 bis 1936 anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936
mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern nach Plänen des Architekten
Werner March erbaut. Zunächst planten die Organisatoren der Spiele 1936
in Deutschland, das bestehende Deutsche Stadion umzubauen. Dieses war 1913 auf dem Gelände der Rennbahn Grunewald anlässlich der für 1916 geplanten Olympischen Spiele errichtet worden. Wegen des Ersten Weltkrieges fanden die Olympischen Spiele 1916 jedoch nicht statt. Es war zu seiner Zeit eines der größten Stadien weltweit. Entgegen der ursprünglichen Planung, das Deutsche Stadion für die Olympischen Spiele umzubauen, ordnete der damalige Reichskanzler Adolf Hitler wegen des zu erwartenden propagandistischen Effekts für das nationalsozialistische Deutschland im Oktober 1933 den Bau eines neuen Großstadions am gleichen Ort an. Formal orientiert sich das Stadion mit seinen klaren geometrischen Grundformen an antiken Sportstätten. |
| Es ist zur Hälfte ein Erdstadion, das heißt, nur der Oberring befindet sich über Erdniveau, weswegen die Wirkung nicht so übermächtig ausfällt wie zum Beispiel bei der Kongresshalle in Nürnberg. Dadurch konnte die Bauzeit wesentlich verkürzt werden. Es wurde gemeinsam mit den Olympischen Sommerspielen 1936 am 1. August 1936 eröffnet. | |
Das
Stadionoval ist in etwa an der Ost-West-Achse der von Hitler und Albert
Speer geplanten Welthauptstad Germania ausgerichtet und wird in westlicher
Richtung durch eine Öffnung über dem Marathontor unterbrochen, durch
welche der Blick auf den Glockenturm freigegeben wird. Im Bereich des
Marathontors brannte das Olympische Feuer und an den Wänden des Durchbruchs
sind die Sieger der Olympischen Wettbewerbe verewigt worden.1935–37 entstanden die Plastiken Der Diskuswerfer und Die Staffelläufer von Karl Albiker. Von beiden Plastiken auf das Osttor zulaufend erinnert jeweils eine Stele je Olympisches Sommer- und Winterspiel an die deutschen Goldmedaillengewinner der Spiele seit 1896. |
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In der Nordtribüne befindet sich eine Ehrenhalle
und davor die Ehrentribüne, die auf eine der letzten Anordnungen der
britischen Militärverwaltung hin um zwei Meter verkürzt worden ist,
um den Bereich, in dem Adolf Hitler sich während der Olympischen Spiele
aufgehalten hat, zu entfernen und so einer möglichen neonazistischen
Kultstätte vorzubeugen. Während des zweiten Weltkriegs betrieb Blaupunkt in den Stadionkatakomben eine Produktionsanlage für Zünder. Teile der Katakomben wurden auch für den Luftschutz genutzt. Im März 1945, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fanden in der Nähe des Berliner Olympiastadions Kampfhandlungen statt; das Ausmaß dieser Kämpfe ist allerdings in der Nachkriegszeit stark übertrieben worden. Angaben von angeblich mehreren Tausenden Gefallenen, vor allem Hitlerjungen, werden heute kaum noch Glauben geschenkt, zumal weder der Zustand des Stadions nach der Schlacht um Berlin noch die auf dem Gelände gefundenen Gefallenen diese Zahlen stützen. 70 Gefallene auf deutscher Seite scheinen weitaus realistischer zu sein. Behauptungen, der frühere Reichsjugendführer Axmann habe die HJ-Angehörigen in den Kampf gehetzt, werden von diesem in seinen Erinnerungen bestritten und sind nicht belegt. |
1974
wurde das Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 teilüberdacht.
In den Jahren 2000–2004 wurde das Olympiastadion unter Beibehaltung
des Sportbetriebs nach Entwürfen des Architekturbüros Gerkan, Marg und
Partner für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 grundlegend umgebaut
und modernisiert. Die Wettkampffläche wurde um einige Ränge abgesenkt,
um eine dichtere Atmosphäre für Fußballspiele zu schaffen. Bei den Umbauarbeiten
waren die konservatorischen Belange des Denkmalschutzes zu beachten.
Die alten Natursteine wurden einzeln gesandstrahlt, so konnte etwa 70
Prozent der historischen Bausubstanz erhalten werden. Herausragende
Kennzeichen des umgebauten Olympiastadions sind das jetzt alle Ränge
umfassende Dach, an welchem eine durchgängige Flutlichtbeleuchtung („Ring
of Fire“) montiert wurde, die bei Flutlichtspielen keine Schatten oder
Halbschatten erzeugt. Eine blaue Tartanbahn wurde auf Wunsch und Kosten
des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in dessen Vereinsfarben aufgetragen.
Die blaue Farbgebung wurde durch den Denkmalschutz kritisiert. Auf Grund
dessen Vorgaben sind auch alle Ein- und Umbauten (zusätzliche Decken,
Wandverkleidungen etc.) wiederentfernbar gestaltet worden, so dass sich
der Zustand von vor 2000 theoretisch wiederherstellen ließe. |
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Zusätzlich
wurden neue Feuerhalter in den Umgängen des Stadions angebracht, die
auf Fotografien von 1936 fehlen.Nach Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt 74.400 Sitzplätze. Die Gesamtkosten dieses Umbaus beliefen sich auf 242 Mio. Euro. Das Olympiastadion hat nach dem Umbau von der UEFA den Status eines Fünf-Sterne-Stadions verliehen bekommen. Die offizielle Einweihung des neuen Stadions fand am 31. Juli und 1. August 2004 mit einer großen Konzertveranstaltung statt, bei der unter anderem Nena, Pink und der Dirigent Daniel Barenboim auftraten. Am zweiten Tag eröffneten die Amateure von Hertha BSC gegen den Lokalrivalen 1. FC Union Berlin die Saison der Fußball-Regionalliga Nord, zudem wurde ein Freundschaftsspiel zwischen Hertha BSC und Beşiktaş Istanbul ausgetragen. Am 8. September 2004 wurde das Länderspiel Deutschland–Brasilien im Berliner Olympiastadion ausgetragen (1:1). |
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2007 erhielt es den IOC/IPC/IAKS Award in Gold, den einzigen internationalen Architekturpreis für bereits im Betrieb bewährte Sport- und Freizeitbauten (Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen). Gleichzeitig wurde es mit dem IOC/IPC/IAKS Sonderpreis 2007 für behindertengerechte Sportanlagen ausgezeichnet, der die Zugänglichkeit von Sportanlagen und allen anderen Bauten fördert, um auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, Sport uneingeschränkt und barrierefrei auszuüben oder dabei zuzuschauen. Die inneren Außenbereiche des Geländes sind durch Skulpturen und Plastiken gekennzeichnet, südlich und nördlich des inneren Osttors wurden Gedenksteine (Stelen) zur Ehrung und Erinnerung deutscher Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen errichtet. In der Regel vereint eine solche Stele Olympische Winter- und Sommerspiele. |
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Nutzung Olympiastadion |
Olympiastadion Berlin |
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Der
Hauptnutzer, Hertha BSC, trägt seit der Gründung der Bundesliga 1963
seine Heimspiele im Olympiastadion aus und macht es damit zum derzeit
größten Zweitligastadion der Welt. Seit 1985 findet im Olympiastadion jährlich das Finale des DFB-Pokals statt, bis 2009 auch das Finale der Frauen. Zusätzlich werden Leichtathletik-Wettkämpfe, wie das jährliche ISTAF, ausgetragen. Gelegentlich wird das Stadion auch für Großveranstaltungen ohne sportlichen Charakter, wie etwa Kirchentage oder Konzerte, genutzt. Das Olympiastadion besitzt die größte Stadionkapelle der Welt. |
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