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Hufeisensiedlung

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Hufeisensiedlung

Die Hufeisensiedlung Britz ist eine architektonische Besonderheit der 20er und 30er Jahre. Die kleinen beschaulichen Straßen mit dem Wechselspiel der Fassadenfarben, die alten Kirschbäume und der familiäre Charakter machen die Siedlung zu einer Insel inmitten der sonst typischen Großstadtbebauung Berlins.

Nach wie vor ist die Siedlung ein beliebtes Wohnquartier in Berlin. Hier genießen die Bewohner den 30er-Jahre-Charme in einem ruhigen, eigenen Kiez. Alt und Jung, Zugezogene und langjährige Bewohner verbinden sich zu einer vielseitigen, netten Nachbarschaft.
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Geschichte

Die berühmten Bauhaus-Architekten Bruno Taut und Martin Wagner errichteten die Hufeisensiedlung für die GEHAG (Gemeinnützige Heimstätten AG) als eine der ersten Großsiedlungen der Weimarer Republik. Sie entstand zwischen 1925 und 1933. Die markante Grundrissfigur des Hufeisens gab der Siedlung den Namen, zierte aber auch schon ab 1927 die ersten Geschäftsberichte und diente dann jahrzehntelang als Firmenlogo der GEHAG.
Die für Taut charakteristische Gliederung der Baukörper durch vorgezogene Treppenhäuser und der Einsatz von Farbe als architektonisches Gestaltungsmittel finden hier sehr anschaulich Anwendung.

Prinzipien der Gartenstadt vereinen sich hier mit dem großstädtischen Element des langen Häuserblocks: Kleine Einfamilienhäuser scharen sich um angerartige Grünräume und werden zugleich entlang der außenliegenden Hauptstraßen von dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern schützend umfasst.

Wie Theaterlogen öffnen sich die Loggien der zweieinhalb Zimmer großen Wohnungen zum Freiraum. Die Integration des Wohngrüns als "Außenwohnraum" verdeutlicht den sozialen Aspekt und stellt zugleich einen besonderen Wohnwert dar.
Die in der jüngeren Vergangenheit durch die GEHAG weitgehend wiederhergestellte originale Farbigkeit der Fassaden belegt Tauts beispielhafte, das Bauen der Zwanziger Jahre stark prägende, Auffassung von der Farbe als eigenes architektonisches Element.

Taut und Wagner setzten auf die industrielle Fertigung. Zwar ergab das bei deren seinerzeit noch experimentellen Charakter vorerst keinen finanziellen Vorteil, das Bautempo war aber deutlich höher. Für die insgesamt über tausend Wohnungen kam Taut mit nur vier Grundriss-Typen aus.
Ungeachtet der gemeinsamen Gesamtplanung der Großsiedlung Britz stammen die Bauentwürfe der Hufeisensiedlung bis auf eine Zeile Wagners sämtlich von Taut. Unabhängig von den zeitlich bestimmten Bauabschnitten und der Beziehung zum Hufeisen als dem planerischen Mittelpunkt der Anlage ordnete Taut die Haustypen ein. Der größere der beiden Haustypen - Typ A mit 6 Meter Hausbreite - ist im 1. und 2. Bauabschnitt zwischen Stavenhagener Straße und Parchimer Allee in unterschiedlich langer Reihung verwendet worden. Der kleinere Typ B mit 5 Metern Hausbreite kommt hier nur in einer Zeile der Onkel-Bräsig-Straße und als zwei gegenüberliegende Zeilen am Beginn der Miningstraße vor. Typ B wurde außerdem für die komplette Bebauung der Dörchläuchting-, Mining- und der Jochen-Nüßler-Straße eingesetzt. Diese Typen sind Grundformen Taut'scher Reihenhäuser und in abgewandelter Konfiguration auch an anderen Orten, wie in "Onkel-Toms-Hütte" in Zehlendorf, zu finden.
Im Juli 2007 ging die Hufeisensiedlung mit dem Kauf der GEHAG an die Deutsche Wohnen AG, die sich heute für den Erhalt der Siedlung stark macht.
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UNESCO

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (engl. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO) ist eine internationale Organisation. Ihr Aufgabengebiet umschließt u.a. auch die Erhaltung von Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen. Weltweit sind der UNSECO-Liste des Welterbes 878 Stätten verzeichnet, in Deutschland sind es 33.

Die Hufeisensiedlung: Schlüsselwerk der Berliner Moderne

Seit Juli 2008 ist die Hufeisensiedlung in die Liste der UNESCO aufgenommen, für die Deutsche Wohnen Ehre und Pflicht gleichermaßen: An den Auflagen des Denkmalschutzes hat sich nichts verändert, also werden wir weiter gemeinsam mit unseren Kunden am Erhalt dieser einzigartigen Wohnanlagen arbeiten.
Wohnen und leben im Denkmal erfordert auch Verantwortung: Das Bewusstsein für den Denkmalwert der Siedlung wird von den Bewohnern mitgetragen. Dies bedeutet nicht nur, dass bauliche Veränderungen hohen Abstimmungswert mit den Denkmalbehörden haben, sondern es bedeutet vor allem auch Stolz auf das eigene Zuhause. Dieser wird durch internationale Aufmerksamkeit gestärkt und getragen, das Welterbe schafft eine Art Alleinstellungsmerkmal und hilft dadurch, gebaute Qualität zu bewahren.
Man spürt, wenn man durch die Straßen geht, dass bedeutende Architekten am Werk waren, die wussten wie eine Siedlung funktioniert: Die gelungene Kombination von niedrigen Reihenhäusern und höheren Geschossbauten, die optimale Besonnung, die großzügigen Grünflächen und nicht zuletzt das intensive Farbkonzept überzeugen bis heute!
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