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Energie

Heizkosten in Berlin

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Ratgeber zu Heizkosten in Berlin

 
 

Heizung

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Heizkosten Heizkosten in Berlin sind ca. 80% des Endenergiebedarfs und mehr als 50% des Primärenergieverbrauchs und werden durch das Heizen und die Warmwasserbereitung verursacht.

Lesen Sie sich bitte unsere Tipps durch wie Heizkosten eingespart werden können.

Heizkosten in Berlin

   
  Kategorie: Energie
   
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Heizkosten senken

Energie Berlin

Neben dem Strombedarf für den Betrieb von Elektrogeräten verursacht damit auch das Heizen unserer Wohnungen und Häuser nicht nur hohe Kosten, sondern trägt durch einen erheblichen CO2-Ausstoß zur Umweltbelastung bei. Trends zu Niedrigenergiehäusern mit sehr geringen Wärmeverlusten und zu Passivhäusern, die nahezu ohne aktive Heizsysteme auskommen, zeigen, dass die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden ein aktuelles Thema ist.
Um die Effizienzsteigerung von neuen oder bestehenden Gebäuden geht es auch in den folgenden 18 Tipps.
Tipp 1:Intelligent Heizen
Zu hohe Raumtemperaturen sind nicht nur ungesund und steigern die Gefahr von Erkältungen, sondern kosten auch unnötig Energie. Für Wohn- und Arbeitsräume ist eine Temperatur von 20°C völlig ausreichend, sofern die Temperatur als behaglich empfunden wird. Die Absenkung der Raumtemperatur um 1°C mindert die Energiekosten um etwa 6%.
Tipp 2: Räume nur nach Bedarf heizen
Bei Abwesenheit von bis zu zwei Tagen sollte die Raumtemperatur auf 15°C, bei längerer Abwesenheit auf 12°C oder die Frostschutzposition des Thermostatventils eingestellt werden. Während der Nachtstunden sollte die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen möglichst um 5°C gesenkt werden. Moderne Heizungsanlagen ermöglichen eine zentral gesteuerte Absenkung der Raumtemperatur.
Tipp 3: Richtig Lüften
Regelmäßiges Lüften ist in der Heizsaison unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Dabei ist es wirksamer, regelmäßig die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften, als sie dauerhaft gekippt zu lassen. Dauerlüften bei laufender Heizung ist reine Energieverschwendung. Außerdem kühlen die Räume nur übermäßig aus.
Tipp 4: Nachts Rollläden und Gardinen schließen
Bei tiefen Außentemperaturen treten die höchsten Wärmeverluste über Glas und Rahmen auf. Allein Rollläden können Wärmeverluste durch das Fenster um mehr als 20% verringern. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt.
Tipp 5: Verzicht auf Elektrische Heizlüfter
Elektrische Heizlüfter und Radiatoren sollte man nur im Notfall, wie etwa beim Ausfall eines anderen Heizsystems und dann nur über eine kurze Zeitspanne benutzen. Ein Dauerbetrieb dieser Geräte ist reine Energieverschwendung!
Tipp 6: Heizungsanlagen clever betreiben
Heizungsanlagen verlangen eine regelmäßige Entlüftung der Heizkörper. Die Entlüftung der einzelnen Heizkörper mithilfe der Entlüftungsventile ist nötig, wenn der Heizkörper trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird. Heizkörper sollten zudem nicht verkleidet, zugestellt oder zugehängt werden, da sich die Wärme so nicht ungehindert im Raum ausbreiten kann.
Tipp 7: Heizkörpernischen isolieren
In Heizkörpernischen sind Hauswände besonders dünn, deshalb kann mehr Wärme nach außen verloren gehen. Eine nachträgliche Innenwanddämmung an der Heizkörpernische kann deshalb die Energieeffizienz steigern. Wenn der geringe Abstand zwischen Heizkörper und Wand eine nachträgliche Dämmung nicht erlaubt, ist das Einschieben einer dünnen Dämmfolie mit Aluminiumkaschierung auf der Heizkörperseite eine brauchbare Lösung.
Tipp 8: Moderne Thermostatventile nutzen
Thermostatventile bestehen aus zwei Teilen: Am Thermostatkopf kann man die Raumtemperatur einstellen; er erfasst die Raumtemperatur und gibt dem Ventilgehäuse vor, wie viel Heizwasser in den Heizkörper fließen soll, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Je genauer ein Thermostatventil die Raumtemperatur einhalten kann, desto geringer ist der Energieverbrauch. Neben den klassischen Thermostatköpfen gibt es auch programmierbare Thermostate, die nur zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizen. Der Einsatz moderner Thermostate kann etwa 10 % Energie sparen. Prüfen Sie mit dem ThermostatCheck, wie viel Energie Sie mit neuen Thermostatventilen sparen können.
Tipp 9: Verteilungsverluste reduzieren
Die Wärmeverteilung ist notwendig, um die Heizwärme vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern zu transportieren. Die Wärme, die auf diesem Weg verloren geht, muss zusätzlich erzeugt werden. Die Wärmeverluste der Heizungsrohre sollte daher durch eine effektive Rohrleitungsdämmung minimiert werden. Die Dämmschicht sollte mindestens so dick wie der Innendurchmesser des Rohres sein. Die Rohrdämmung sollte stets lückenlos sein und eng anliegen, damit Luft nicht zirkulieren und Wärme wegtragen kann.
Tipp 10: Austausch von Fenstern
Lassen Sie soweit wie möglich nicht mehr zeitgemäße Einfachglasfenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung ersetzen. Der Wärmeschutz der Fenster muss dabei geringer sein als der Wärmeschutz der Wand, damit die im Raum vorhandene Feuchtigkeit am Fenster kondensiert und nicht an der Wand, was zu Schimmelbildung führen könnte. Bitte beachten Sie auch: Gut abgedichtete Fenster erfordern die Anpassung der Lüftungsgewohnheiten. In regelmäßigen Abständen muss durch gezieltes und regelmäßiges Lüften die Raumluft gegen Außenluft ausgetauscht werden. Auch eine Lüftungsanlage kann den notwendigen regelmäßigen Luftaustausch bewirken, ohne dass man regelmäßig ans Lüften denken muss.
Tipp 11: Regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage
Die Wartung und Überprüfung der Heizungsanlagen und die jährliche Reinigung des Heizkessels, am besten zu Beginn der Heizperiode, gewährleistet einen effektiven und wirtschaftlichen Betrieb. Dazu gehört die Überprüfung, ob sich Luft in den Heizungsrohren und Heizkörpern befindet, ebenso wie die Überprüfung der richtigen Einstellung der Regelung (die Werkseinstellungen sind meistens zu vorsichtig und verursachen einen höheren Energieverbrauch).
Tipp 12: Eigenen Energieverbrauch kennen und kontrollieren
Die Kosten für Strom und Heizung werden heute meist direkt vom Konto abgebucht. Das ist zwar bequem, führt aber leider auch dazu, dass man schnell den Überblick über die verbrauchte Energiemenge verliert. Achten sie deshalb genau auf Ihren Verbrauch. Den Überblick über ihre Energieverbrauche können Sie mit einem Energiesparkonto von co2online behalten.
Tipp 13: Energieeffizienz des eigenen Gebäudes feststellen
Um die Energieeffizienz des eigenen Hauses zu verbessern, sollte man sich zuerst über Energieverbrauch und -verluste des eigenen Gebäudes informieren. Einige Kommunen verfügen über einen Heizspiegel, der die Heizenergie- und Heizkostendaten von Gebäuden erfasst und damit eine zuverlässige und objektive Vergleichsmöglichkeit schafft. Die Bundesregierung hat darüber hinaus mit der Energieeinsparverordnung Energieausweise für neue und bestehende Gebäude eingeführt, die über die energetische Qualität eines Gebäudes Auskunft geben. Sie müssen bei Neuvermietung oder Verkauf auf Verlangen vom Vermieter oder Verkäufer vorgelegt werden. Im etwa 30-minütigen Energiecheck der Kampagne Haus sanieren profitieren! ermitteln speziell geschulte Handwerker einen ersten Überblick über den energetischen Zustand des gesamten Hauses, einschließlich der Heizungsanlage.
Tipp 14: Hydraulischen Abgleich durchführen lassen
In vielen Heizungssystemen bekommen die am weitesten vom Wärmeerzeuger entfernten Heizkörper nicht genug Heizwasser und können die Räume nicht mehr wunschgemäß heizen. Man erhöht deshalb die Leistung der Heizung und/oder die Leistungsstufe der Umwälzpumpe. Das Ergebnis: ein unnötig hoher Verbrauch an Wärme und/oder Strom. Beim hydraulischen Abgleich wird die Wärmeverteilung so eingestellt, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Heizwasser versorgt werden. Die gesamte Heizungsanlage kann dann mit einem um bis zu 15 % höheren Nutzungsgrad arbeiten. Zusätzlich braucht die Umwälzpumpe weniger Strom.
Zum Weiterlesen: mehr Infos zum hydraulischen Abgleich, der Heizungs-Check - die eigene Heizungsanlage überprüfen lassen: Infos des Handwerks / Infos der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V..
Tipp 15: Bessere Gebäudedämmung
Schlechte Dämmung ist einer der Gründe für den massiven Wärmeverlust von Gebäuden. Eine bessere Dämmung der Außenwände, des Dachbodens und des Kellers in Altbauten führt in der Regel zu einer Verringerung des Heizenergiebedarfs von mehr als  60%. Dazu trägt auch der Einbau wärmeschutzverglaster Fenster bei. Bei anspruchsvollen Sanierungen kann man bei gutem Kosten-Nutzen-Verhältnis sogar über 90% der Heizenergie durch besten Wärmeschutz, Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, luftdichter Bauweise und Nutzung erneuerbarer Energien einsparen (so genannte „Faktor-10-Sanierung“).
Tipp 16: Effiziente Anlagentechnik
Moderne und effizientere Heizungsanlagen bringen viel Energieersparnis. Durch den Einbau eines Brennwertkessels anstelle eines Standard- oder Niedertemperaturkessels und die Installation von kombinierten Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden.
Tipp 17: Sparsame Umwälzpumpen einbauen
Ungeregelte Heizungsumwälzpumpen sind oft die größten Stromverbraucher im Haushalt! Drehzahlregelung und EC-Motor einer hocheffizienten Umwälzpumpe senken ihren Stromverbrauch auf ein Viertel. Über die eingesparten Stromkosten amortisieren sich hocheffiziente Umwälzpumpen bereits nach kurzer Zeit, trotz des höheren Kaufpreises. Ein Austausch lohnt sich in vielen Fällen auch, wenn die installierte Pumpe noch nicht defekt ist. Manchmal reicht es auch aus, bei regelbaren Pumpen eine geringere Leistungsstufe auszuprobieren.
Die EU-Kommission gibt hocheffiziente Umwälzpumpen ab 2013 schrittweise als Standard vor. Sie sollten aber schon heute beim Kauf jeder Heizung oder einer Solaranlage besonders auf drehzahlgeregelte Umwälzpumpen mit EC-Motor achten.
Tipp 18: Staatliche Förderung nutzen
Bund, Länder und Gemeinden, aber auch manche Energieversorger, bieten vielfältige Beratungen und Förderungen in den Bereichen Wärmeschutz und Heizenergieeinsparung an. Zu den Fördermöglichkeiten gehören zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder Erleichterungen bei der Einkommenssteuer. Über einige Bundesländer kann an bestimmten Programmen zu Förderung der Energieeinsparung sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien teilgenommen werden.
zu weiteren Fragen nehmen Sie bitte Kontakt zur Senatsverwaltung für Umwelt auf »
 

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