Schutzanlage

Bunkeranlage unter der Reichskanzlei

Bunker in Berlin

Führerbunker in Berlin

Der Führerbunker befindet sich in Berlin Mitte.

Die Bunkeranlage wurde unter Hitlers Neue Reichskanzlei in Berlin errichtet.

In diesem unterirdischen Bunker verbrachte Adolf Hitler und seine Frau Eva Braun die letzten Wochen des Krieges.

Hier fand auch ihr Leben am 30. April 1945 ein Ende.

Bunkeranlage

Die Bunkeranlage bestand aus zwei Ebenen, den Vorbunker (obere Bunker) und dem Führerbunker eine Ebene darunter. Beide Bunker wurden durch eine Treppe verbunden.

Der Führerbunker befand sich etwa 8,2 Meter unter dem Garten der alten Reichskanzlei in der Wilhelmstraße 77, etwa 120 Meter nördlich der Neuen Reichskanzlei in der Voßstraße 6.

Der Vorbunker befand sich unter der großen Halle der Alten Reichskanzlei.

Besichtigung

Eine unterirdische Besichtigung des Führerbunkers ist nicht möglich.

Hitlers Arbeitszimmer

Im Hochbunker am Anhalter Banhof ist Hitlers Arbeitszimmer, in dem der Diktator am Ende des Krieges im Führerbunker lebte und starb nachempfunden und zu besichtigen. [Anhalter Hochbunker]

[Mehr Bunkeranlagen in Berlin]

Adresse

In den Ministergärten
10117 Berlin Mitte

Auskunft

Telefon
030/3339 509

Anfahrt

U-Bahn U2
Bus M41, M48, M85

Map / Stadtplan

Stadtplan Berlin

Besucher Information

Öffnungszeit Eintrittspreis
Standort Infotafel ist täglich 24h zugänglich. FREI

Karte Führerbunker Adolf Hitler

Der Führerbunker in Berlin

Führerbunker BerlinDer Bunker befand sich nordöstlich der Reichskanzlei.

Fünf Meter unter der Erde (davon vier Meter Stahlbeton und ein Meter Erdabdeckung) befanden sich dreißig Räume, verteilt über zwei Ebenen mit Ausgängen in die Hauptgebäude und einem Notausgang in die Gärten.

Der Bunker hat eine Gesamtgröße von etwa 250 m².

Die Anlage wurde in zwei Bauphasen (bis 1936 und bis 1943) errichtet.

Im zweiten Bauabschnitt wurden die Räume für Hitler geplant, die erst kurz vor dessen Einzug im Januar 1945 fertiggestellt wurden.

Anders als der Vorbunker des ersten Bauabschnitts wurde der eigentliche Führerbunker auf Anweisung Hitlers weiter verstärkt.

Auf die Bunkerdecke wurde eine zweite Stahlbetonplatte mit einer Papiertrennschicht gelegt, die Seitenwandstärke wurde verdoppelt, da Hitler befürchtete, dass eine Fliegerbombe den Bunker seitlich treffen könnte. Da der Bunker unter dem Grundwasserspiegel Berlins lag, spürte man entfernte Bombeneinschläge sehr stark. Es liefen ständig Pumpen, die eindringendes Grundwasser abpumpten.Der Bunker war autark, besaß eine eigene Frischluftzufuhr, die mit Filtereinsätzen gegen Giftgas ausgestattet war. Zur Stromversorgung war ein Generator mit Dieselantrieb vorhanden, dessen Betrieb in der Bunkeranlage einen hohen Geräuschpegel verursachte. Die Ausstattung im Bunker war auf Wunsch Hitlers spartanisch, man verzichtete auf Wandvertäfelungen und dergleichen. Die einzelnen Bunkerabschnitte wurden durch Gasdichte Stahltüren getrennt, an den Eingängen bezogen SS-Wachen des sogenannten "Führerbegleitkommandos" (FBK) Stellung, die Besucher auf Waffen untersuchten. Besucher mussten ihre Waffen abgeben.

Hitler zog sich am 16. Januar 1945 in den Führerbunker zurück, als die Lage in der oberirdischen Reichskanzlei durch die Bombenangriffe der Alliierten gefährlich wurde. Mit ihm bezog sein engerer Stab, seine Adjutanten, das Führerbegleitkommando und Martin Bormann Stellung. Eva Braun fuhr im Februar 1945 von München nach Berlin und bezog im Bunker neben Hitlers Zimmer zwei Räume. Im April folgten schließlich noch Joseph und Magda Goebbels mit ihren Kindern. Am 29. April 1945 wurde hier das politische Testament Hitlers verfasst.

Sprengung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuchte die Rote Armee, den Bunker zu sprengen, hatte aber keinen Erfolg. Mit dem Abriss der Neuen Reichskanzlei wurden auch der Notausgang und der danebenstehende Turm für die Frischluftversorgung im Garten der Reichskanzlei beseitigt, der dadurch offenliegende unterirdische Komplex wurde mit einer Erdschicht bedeckt. Erst in den letzten beiden Jahren vor dem Fall der Berliner Mauer wurde der Bunker freigelegt und anschließend wegen der nach dem Krieg erstmaligen Wohngebäude-Neubebauung an der Westseite der Otto-Grotewohl-Straße, der heutigen Wilhelmstraße abgetragen.

Infotafel

Führerbunker BerlinDie Position der Anlage ist mit einer Informationstafel an der Gertrud-Kolmar-Straße Ecke In den Ministergärten gekennzeichnet.

Die vom Verein Berliner Unterwelten angefertigten Tafeln wurden kurz vor der Fußballweltmeisterschaft am 8. Juni 2006 aufgestellt, um der Mythenbildung vorzubeugen.

An die Reichskanzlei und den Bunker erinnert an der Wilhelm- Ecke Voßstraße eine Tafel der Stiftung Topographie des Terrors.

Im Bereich des Bunkers liegen heute eine kleine Gaststätte und ein Supermarkt, der Notausgang des Bunkers im ehemaligen Garten der Reichskanzlei ist mittlerweile durch einen Parkplatz überbaut.

In unmittelbarer Umgebung befinden sich die Ministergärten, der Potsdamer Platz, das Holocaust-Mahnmal und das Brandenburger Tor.

Besichtigung

Der Zugang zum Führerbunker ist versiegelt. Eine Besichtigung ist daher ausgeschlossen.

Sollten Sie dennoch interesse an Bunkeranlagen in Berlin haben empfehlen wir eine Bunker Tour (s.oben). Bitte melden Sie sich hierfür rechtzeitig an.

Text: Wikipedia
SW Foto: Führerbunker Berlin - Bundesarchiv, Bild 183-V04744 / CC-BY-SA