Stadtgeschichte

Historischer Ort in Berlin

Stadt Cölln

Cölln ein historischer Ort in Berlin

Das auf einer Spreeinsel gelegene Cölln war eine der beiden Städte, die im Spätmittelalter zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammenwuchsen.

1237 wurde Cölln erstmals urkundlich erwähnt und ist älter als Berlin.

Aus der Doppelstadt Berlin-Cölln entwickelte sich die heutige Stadt Berlin.

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Stadtgeschichte

Entstehung

Cölln war eine Stadt an der Spree.

Die Stadt wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Das Jahr 1237 gilt als Grundlage für das Stadtjubiläum 2037 (800 Jahre), obwohl die einzig erhaltene Bestätigungsurkunde erst von 1238 datiert ist und in ihr nur Cölln, nicht aber Berlin erwähnt wird.

Da das Cöllner Wappen den brandenburgischen Adler zeigt, liegt eine Gründung der Stadt durch den Markgrafen nahe.

Der alte Stadtkern befand sich am Petriplatz (in der Nähe der Gertraudenbrücke).

In der Stadt waren die Fernhandelskaufleute die wichtigste Bevölkerungsgruppe, mit Häusern in der Breiten Straße. Das Spreeufer war gut geeignet für das Anlegen von Schiffen als günstiges Transportmittel.

1307 vereinigte sich die Stadt mit der 1244 urkundlich erwähnten Stadt Berlin zur Doppelstadt Berlin-Cölln mit einer nach außen gemeinsamen Verwaltung. Im gemeinsamen Magistrat waren die Berliner entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil durch mehr Stimmen vertreten.

Auf dem Mühlendamm wurde die heutige Rathausbrücke und 1309 ein gemeinsames Rathaus errichtet.

Im Jahr 1376 wüteten schwere Brände in beiden Städte und haben warscheinlich viele wertvolle schriftliche Überlieferungen ernichtet.

Zusammenschluß

Cölln und Berlin schlossen sich 1432 zu einer Stadtgemeinde zusammen. Die gemeinsame Stadtverwaltung wurde 1442 durch Kurfürst Friedrich II. wieder aufgehoben.

Cölln wurde gezwungen, dem Kurfürsten einen Platz für die Errichtung einer Burg abzutreten. Aus ihr entstand das heutige Berliner Stadtschloss.

1683 ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, die Städte Cölln und Berlin mit gemeinsamen Festungswerken versehen.

Cölln lag nicht länger an der Außengrenze. Jenseits des Spreekanals wurden im Westen die Neustädte Friedrichswerder und im Süden Neukölln am Wasser angelegt

Teile des Festungswerkes sind noch heute im Straßengrundriss der Stadt zu erkennen, beispielsweise am Hausvogteiplatz.

Die Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt wurden 1710 zur königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin mit rund 1.400 Einwohnern vereinigt.

Der Stadtteil Cölln erreichte 1871 seine höchste Bevölkerungszahl mit 16.554 Einwohnern.

Umbennung

1920 ging Cölln im neugebildeten Berliner Bezirk Mitte auf.

Zerstörung

Im Zweiten Weltkrieg wurden 30 Prozent der Gebäude zerstört. Zur DDR-Zeit folgte dem programmatischen Abriss der Gebäude und des Stadtschloßes.

Abriß

Durch die Neubebauung mit Plattenbauten auf verändertem Straßengrundriss ist heute Cölln nicht mehr als historischer Ortsteil erkennbar.

Vergessen

Der Name Cölln oder Alt-Cölln wird im allgemeinen Sprachgebrauch nicht mehr als Ortsbezeichnung verwendet.