Der
Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen,
Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik
Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.
Der Kontrollpunkt war einer von drei durch die Amerikaner genutzten alliierten
Kontrollpunkte. Er wurde nach dem dritten Buchstaben des heutigen ICAO-Alphabets
benannt.
Checkpoint Alpha war die amerikanische Seite des Grenzüberganges Helmstedt-Marienborn
und Checkpoint Bravo die amerikanische Seite des Grenzkontrollpunktes Dreilinden-Drewitz.
Die Nomenklatur Checkpoint für Kontrollpunkt ergibt sich im Gegensatz zu
der östlichen Bezeichnung Grenzübergangsstelle (GÜSt) daraus, dass von westlicher
Seite aus die völkerrechtliche Legitimität als Staatsgrenze nicht anerkannt
wurde. Diesbezüglich trat nach der Anerkennung der DDR als Staat ab 1972
für die innerdeutsche Grenze eine Veränderung ein, nicht jedoch für die
Sektorengrenze Berlin. |
Als
Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin
einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische
Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute weiß man, dass die Kommandeure beider
Seiten den Befehl hatten, ihre Panzer notfalls einzusetzen. Im November
1961 reagierten die USA auf die neuere Berlinkrise mit der Operation Stair
Step. Dabei wurden über 200 Kampfflugzeuge aus den USA über Kanada und den
Azoren nach Frankreich verlegt und kehrten erst im August 1962 wieder in
die USA zurück.
Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin.
Besonders tragisch war der Tod des DDR-Flüchtlings Peter Fechter, der am
17. August 1962 vor den Augen westlicher Beobachter verblutete.
Der Volkspolizist Burkhard Niering nahm 1974 einen Passkontrolleur als Geisel
und wurde bei dem folgenden Fluchtversuch erschossen. |
Noch
vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt am 22. Juni 1990 abgebaut.
Er ist heute im Berliner AlliiertenMuseum zu besichtigen.
Der Checkpoint Charlie zählt heute als Gedenkstätte zu den bekanntesten
Kontrollpunkt.
Am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Rekonstruktion der ersten
Kontrollbaracke enthüllt. Die aufgestapelten Sandsäcke sind mit Beton statt
Sand gefüllt. Auf dem brachliegenden Gelände entwickelte Ronald Lauder die
Idee eines American Business Centers.
Von den geplanten fünf Gebäuden wurden drei errichtet, darunter das Philip-Johnson-Haus. |