| Die Museumskonzeption folgt dem Prinzip der Präsentation von
Kunstobjekten als Raumensembles. |
| Die Zeitspanne vom Jugendstil als Wegbereiter der Moderne bis zum Art
Déco und Funktionalismus wird durch ausgewählte Beispiele aus Glas,
Keramik, Porzellan, Silber und Metall in Kombination mit Möbeln,
Teppichen, Beleuchtungskörpern, Grafiken und Gemälden repräsentativ
dargestellt. Die Sammlung veranschaulicht die Gleichwertigkeit
verschiedener Kunstäußerungen. |
| Schwerpunkte der Sammlung sind Arbeiten des
französischen und belgischen Art Nouveau, des deutschen und skandinavischen Jugendstils sowie
Ensembles des französischen Art Déco. Das Bröhan-Museum ist Hort einer außergewöhnlich reichen Porzellansammlung bedeutender
Manufakturen (KPM Berlin, Königlich Kopenhagen, Meißen, Nymphenburg, Sèvres etc.) ebenso wie von Metall- und Glasarbeiten der
wichtigsten Künstler und Unternehmen dieser Zeit, einschließlich der
wegweisenden industriellen Produktion. |
| Das Spektrum umfasst u.a. herausragende
Beispiele folgender Künstler und Unternehmen: Emile Gallé und Joh. Loetz Wwe., Möbel von Eugène Gaillard, Hector Guimard,
Louis Majorelle, Peter Behrens, Bruno Paul und Richard Riemerschmid, Möbelensembles von Jacques-Emile Ruhlmann, Art
Déco-Kunst wie die Schmiedearbeiten von Edgar Brandt, Silber von Jean Puiforcat, Paris, und
Georg Jensen, Kopenhagen. Im dritten Obergeschoss ist jeweils ein Kabinett dem belgischen Jugendstilkünstler
Henry van de Velde und dem Wiener Secessionskünstler Josef Hoffmann gewidmet. |
| Bedeutende Entwerfer serieller Gestaltung der
Epoche von 1900 bis 1939 sind mit exemplarischen Arbeiten vertreten wie
Friedrich Adler, Albin Müller, Christopher Dresser, Jan Eisenloeffel, Hermann Gretsch,
Archibald Knox, Joseph Maria Olbrich, Trude Petri und Wilhelm Wagenfeld. |
| Die Bildersammlung des Bröhan-Museums umfasst
insbesondere Maler der Berliner Secession wie Hans Baluschek,
Karl Hagemeister, Willy Jaeckel, Walter Leistikow und Franz Skarbina. |
| Der vom Kubismus
beeinflusste Jean Lambert-Rucki ist mit einer umfangreichen
Gemäldegruppe vertreten und bildet eine adäquate Ergänzung zu den
französischen Art Déco-Möbeln. Seit dem 25-jährigen Bestehen des
Museums, im Dezember 1998, sind Gemälde, Pastelle und Zeichnungen in
einer Bildergalerie in der ersten Etage zu sehen. |
| Das Bröhan-Museum trägt den Namen seines
Gründers Karl H. Bröhan (1921–2000), der anlässlich seines 60. Geburtstages
seine Privatsammlung der Stadt Berlin schenkte. Die Kunstsammlung
war von ihm kontinuierlich aufgebaut und seit 1973 in einer Dahlemer
Villa der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Am 14. Oktober
1983 bezog die Sammlung Räume in dem spätklassizistischen, zum
Charlottenburger Schloss-Ensemble gehörenden ehemaligen
Kasernengebäude. 1994 wurde das Bröhan-Museum ein Landesmuseum.
Durch die internationale Bedeutung der Sammlung nimmt das
Bröhan-Museum innerhalb des Museumsstandortes Berlin und über
nationale Grenzen hinaus einen wichtigen Platz ein. Darüber hinaus
werden wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Aspekten des
Jugendstil, Art Déco und der Berliner Secession gezeigt. |