| Die erste nennenswerte Pflanzensammlung zur
Bereicherung des einheimischen Bestandes erfolgte durch den Hofgärtner
Desiderius Corbianus im Obst- und Küchengarten des Berliner
Stadtschlosses im Jahre 1573 unter Kurfürst Johann Georg. Auch wenn es
diesen Begriff damals noch nicht gab, so war dies der erste „Botanische
Garten“ in Berlin. Aus diesem Garten entwickelte sich später der bis
heute vorhandene Lustgarten. |
| Die erste nennenswerte Pflanzensammlung zur Bereicherung
des einheimischen Bestandes erfolgte durch den Hofgärtner Desiderius Corbianus
im Obst- und Küchengarten des Berliner Stadtschlosses im Jahre 1573 unter
Kurfürst Johann Georg. Auch wenn es diesen Begriff damals noch nicht gab, so war
dies der erste „Botanische Garten“ in Berlin. Aus diesem Garten entwickelte sich
später der bis heute vorhandene Lustgarten. |
| 1679 wurde an der Potsdamer Straße – an der Stelle des
heutigen Heinrich-von-Kleist-Parks – ein Hopfengarten angelegt, der
nach Aufgabe der kurfürstlichen Brauereien als Küchen- und Obstgarten genutzt wurde.
Carl Ludwig Willdenow erreichte, dass der Garten 1809 der Universität Berlin
unterstellt wurde, die ihn zu einem weltweit anerkannten Botanischen Garten
mit wissenschaftlichem Charakter entwickelte. |
Erste Anregungen zur Verlegung des Botanischen Gartens tauchten
1888 auf, gegeben durch das Bedürfnis, die Pflanzungen auszudehnen
und ein Arboretum anzulegen. Zudem hätten ohnehin an mehreren alten
Gewächshäusern umfangreiche Sanierungsarbeiten angestanden.
Hinzu kamen die ungünstigen Einflüsse des Umfeldes, das zwischenzeitlich
durch die Städte Berlin und Schöneberg dicht bebaut war.
Luftverschmutzung und Grundwasserabsenkungen schadeten den Pflanzen.
Nicht unerheblich waren auch die finanziellen Gesichtspunkte eines Umzuges an den Stadtrand.
Aus dem Verkauf des Geländes sollten neben dem neuen Botanischen Garten weitere
Universitätsbauten finanziert werden: ein Erweiterungsbau der Charité,
das Institut für Infektionskrankheiten, das Hygienische Institut und das
Pharmazeutisch-chemische Institut. Der Garten unterstand damals dem
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.
Friedrich Althoff vom Ministerium erteilte dem Interimsdirektor des
Botanischen Gartens, Ignaz Urban, den Auftrag für eine Verlegung des Gartens,
fragliche Gelände auf der Feldmark um Berlin zu untersuchen und zu bewerten.
Mit der 41 Hektar großen Feldmark der Königlichen Domäne Dahlem, bis dahin
Kartoffelacker, ermittelte Urban ein in jeder Hinsicht geeignetes Gelände. |
Althoff war es dann auch,
der mit Adolf Engler den damals führenden Pflanzenkundler nach Berlin holte.
1895 erstellten Adolf Engler und Alfred Koerner einen Plan für die Ausführung der Neuanlage.
Engler wurde 1889 zum neuen Direktor des Botanischen Gartens ernannt und für
den ähnlich gut qualifizierten Urban wurde die Stelle eines Unterdirektors geschaffen.
Am 26. Juni 1897 stimmte der Preußische Landtag dem Projekt zu.
Noch im gleichen Jahr begann die Bearbeitung des Geländes. Nach der Plangenehmigung
durch den Kaiser am 30. August 1899 wurde mit der Errichtung der Einfriedung und der Bauten begonnen.
Engler war nun für die botanische und Koerner für die architektonische
Gestaltung des neuen Botanischen Gartens zuständig. Im selben Jahr wurde
die Botanische Zentralstelle für die deutschen Kolonien als eigene
Abteilung des Botanischen Gartens gegründet. |
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1904 wurde das Freigelände fertiggestellt und steht seitdem für Besucher
offen. Dieses Datum wurde auch für die Feierlichkeiten zum
hundertjährigen Jubiläum im Juni 2004 herangezogen. Die „offizielle“
Eröffnung von Garten und Museum fand jedoch erst am 24. und 25. Mai
1910, nach der Fertigstellung aller Gebäude, statt. |
Fälschlicherweise
wird häufig vom Botanischen Garten in Berlin-Dahlem gesprochen, obwohl
sich dieser spätestens seit der Gründung Groß-Berlins im Jahr 1920
komplett in Berlin-Lichterfelde befindet. Selbst bei der Gründung Ende
des 19. Jahrhunderts lag nur etwa ein Viertel der Gartenfläche in der
„Gemarkung Dahlem“. Der weit größere Teil gehörte zur "Gemarkung
Groß-Lichterfelde". Zur Komplettierung der Verwirrung gehörte er
postalisch zu Steglitz. |
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Die Zeit des Nationalsozialismus war für den Botanischen Garten
und das Botanische Museum ein großer Rückschlag. Zuerst wurde der
für die wissenschaftliche Arbeit benötigte internationale Kontakt
und Austausch eingeschränkt, dann erreichten die Auswirkungen des
Zweiten Weltkrieges auch Berlin und hinterließen ihre Zerstörungen. |
Nach
dem Krieg wurde der Botanische Garten von den Alliierten
der Stadtverwaltung unterstellt und bereits im Herbst 1945 stand
der Garten der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Nachdem die
Freiflächen bis zum Ende der Berlinblockade als Anbauflächen für
Gemüse genutzt wurden, konnte 1949 mit amerikanischer Finanzhilfe
der Wiederaufbau begonnen werden. Als erstes großes Gewächshaus
wurde 1950 das Victoriahaus wiedereröffnet. 1968 war der Wiederaufbau
des Gartens mit der Eröffnung des Großen Tropenhauses abgeschlossen. |
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Der Wiederaufbau des Museums zog sich bis 1987
hin. Die Gebäudeschäden konnten so in 40 Jahren
beseitigt werden. Der Verlust an einmaligem Material
bleibt allerdings dauerhaft. |
Nach
umfangreichen Mittelkürzungen durch den Berliner Senat drohte die
Universität im Frühjahr 2003 mit der Schließung des Gartens.
In wenigen Monaten wurden daraufhin 78.000 Unterschriften für den
Erhalt des Botanischen Gartens gesammelt, die der Direktor des
Gartens am 7. Juli 2003 dem Berliner Parlamentspräsidenten übergab.
Im Ergebnis besteht der Botanische Garten weiter, musste jedoch
zwischen 2004 und 2009 eine Budgetkürzung um eine Million Euro auf 6,8 Mio. Euro
hinnehmen, zwanzig Gärtnerstellen wurden gestrichen. |
| Das Freigelände des Botanischen Gartens wurde von Engler
als Landschaftsgarten gestaltet. Die größten Bereiche nehmen
die 12,9 Hektar großen geografischen Anlagen und das 13,9 Hektar
umfassende Arboretum ein. Die geografischen Anlagen befinden sich
direkt westlich des Hauptweges und umschließen den „Italienischen Garten“,
der sich gegenüber der Schaugewächshäuser befindet. Ziel war es die
Pflanzen der verschiedenen Erdteile und Habitate möglichst in ihrer
natürlichen Umgebung zu zeigen. Hierzu wurden Struktur und Art des
Untergrundes angepasst und 136.000 m³ Erde bewegt. Auch der bereits
vor dem Ausbau zum Botanischen Garten auf dem Gelände vorhandene Karpfenpfuhl,
ein Moränentümpel, wurde vergrößert und mit einen zweiten Teich ergänzt,
um auch Uferpflanzen zeigen zu können. |
Den
südlichen und westlichen Teil des Gartens nimmt das Arboretum,
eine reichhaltige und systematische Sammlung einheimischer Pflanzen, ein.
Das Arboretum grenzt ebenfalls an die Teiche, sodass sich auch einheimische
Uferpflanzen in der Sammlung befinden.
In der nordwestlichen Ecke des Gartens wurde eine „Systematische Abteilung“
angelegt, in der die Pflanzen nach ihren Verwandtschaftsverhältnissen geordnet waren.
Dieser Teil des Gartens wurde im April und Mai 1945 durch Luftangriffe,
Artilleriebeschuss und Bodenkämpfe zerstört und in abgeänderter Form wieder aufgebaut.
Er beherbergt nun eine Anlage für das System der Krautigen Pflanzen und die
Anlage für Heilpflanzen. Diese Anlage ist in Form eines menschlichen Körpers
angelegt worden, wobei die Pflanzen an der Stelle ihres Wirkungsbereichs
angepflanzt wurden, sie ist die Nachfolgerin des Apothekergartens.
Dieser befand sich etwas weiter östlich, zusammen mit der „Ökonomische Abteilung“,
in der Nutzpflanzen gezeigt wurden. Der Apothekergarten war besonders bedeutsam,
da er alle Medizinalpflanzen, die im Freien gedeihen, zeigte. |
Zwei „Morphologische Abteilungen“ lagen östlich des Hauptweges in den wenigen freien Bereichen zwischen den Gebäuden. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Wasser- und Sumpfbeetanlage in der Abteilung II. 262 Becken mit Wasserberieselung und Ableitung des überlaufenden Wassers wurden hierfür aus Zementbeton hergestellt.
Für die Sumpfflora der Tropen wurde ein großes Wasserbecken beheizt.
Die gesamte Anlage ist noch vorhanden, wurde jedoch nach der Eröffnung
des direkt angrenzenden neuen Sumpf- und Wasserpflanzengartens aufgelassen.
In der alten Anlage entwickelt sich nun zum Schutz heimischer Wildpflanzen
und -tiere ein Biotop. |
An Stelle der „Morphologischen Abteilung I“ befindet sich seit 1984
der „Duft- und Tastgarten“, in dem alle Pflanzenschilder auch in Brailleschrift
ausgeführt sind. Reliefpläne an den Zugängen zu diesem Bereich erleichtern
Blinden die Orientierung. Zudem können an den Kassen Hefte in Brailleschrift
ausgeliehen werden. Ebenfalls östlich des Hauptweges befand sich der Kolonialgarten,
der für das Studium der in den deutschen Kolonien zu kultivierenden Nutzpflanzen
angelegt worden war. In einer weiteren Abteilung östlich des Hauptweges, nahe dem
südlichen Eingang, werden seit Eröffnung des Gartens einjährige Staudengewächse
und Gartenblumen gezeigt. Relativ neu und doch bezugnehmend auf die ältesten
Wurzeln des Botanischen Gartens ist der „Kurfürstengarten“ im nördlichen Innenhof
des Gewächshauskomplexes. Hier ist ein Hof- und Küchengarten entstanden, wie er
im 17. Jahrhundert auch am Berliner Stadtschloss zu finden war. In dem 1663 von
Johann Sigismund Elsholtz veröffentlichen Buch „Flora Marchica“ ist die Bepflanzung
der damaligen Anlagen überliefert. |
Die 16 Schaugewächshäuser, von
denen heute noch 15 vorhanden sind, wurden am Südwesthang
des Fichtenberges angelegt. Die Struktur des Geländes ermöglichte
eine optimale Anordnung. 14 Gewächshäuser bilden einen rechteckigen
Komplex, der vom Großen Tropenhaus dominiert wird. Dieses und
weitere große Gewächshäuser liegen „in der zweiten Reihe“, die
flacheren Gewächshäuser durch die Hanglage drei Meter tiefer,
direkt am Hauptweg. Dies hat zur Folge, dass der Sonneneinfall
optimal ausgenutzt wird und eine gegenseitige Verschattung ausgeschlossen ist.
Allen Gewächshäusern gemeinsam ist die damals neuartige Bauweise, bei der das
stählerne Traggerüst komplett innerhalb (Beispiel Subtropenhaus) oder komplett
außerhalb (Beispiel Großes Tropenhaus) des jeweiligen Gewächshauses liegt.
Hierdurch konnte ein Wärmeverlust über die Tragwerke und die ungünstige
Bildung von Tropfwasser an den Stahlträgern vermieden werden. |
| Die Grundfläche aller ursprünglich angelegten
beheizten Schaugewächshäuser betrug 8192 m². Hierzu kamen nichtgeheizte
Erdhäuser für Frühbeete mit einer Fläche von etwa 1500 m². |
Das Große Tropenhaus ist mit seiner Länge
von 60,04 m, Breite von 29,34 m und Höhe von etwa 25 m trotz
seines einhundertjährigen Bestehens noch heute eine der größten
Stahl-Glas-Konstruktionen der Welt und das bedeutendste Werk seines Architekten Alfred Koerner.
Konstrukteur und Statiker für dieses Gebäude war Heinrich
Müller-Breslau. Die Konstruktion besteht aus stählernen Dreigelenkbögen,
die außen angeordnet sind, während die gläserne Fassade innen eingehängt
ist. Die Bauarbeiten dauerten von 1905 bis 1907. Die Grundfläche beträgt
1728 m² und der Raum umfasst 36.200 m³. Allein das Pflanzbeet in der
Mitte des Hauses besaß eine Fläche von 1000 m² und eine Erdtiefe von
3,50 m.
Unter dem Mittelbeet wurde der Kellerraum mit den Heizkörpern angeordnet.
Zusätzlich befanden sich in drei Ringen Heizrohre im Glasdach, die wegen
des geringen Durchmessers jedoch nicht auffielen. Für Wartungsarbeiten ist
das Große Tropenhaus mit drei ringsum laufenden Galerien versehen worden,
die vom Glasturm auf der Rückseite des Gebäudes erreichbar sind.
Die Stahlkonstruktionen der Gewächshäuser wurden im Zweiten Weltkrieg
nicht zerstört. von in der Nähe explodierenden Sprengbomben nicht.
Dadurch erfroren die meisten tropischen Pflanzen, einige wenige sollen
in Küchen und Wohnzimmern von engagierten Mitarbeitern überlebt haben.
Der Wiederaufbau nach dem Krieg begann 1949 und im folgenden Jahr
wurde die Wiedereröffnung des Victoria-Hauses gefeiert. 1958 standen dem
Publikumsverkehr wieder neun Gewächshäuser offen, aber erst am 22. Mai 1968
konnte als letztes Schaugewächshaus das mit 3,45 Mio. DM wiederhergestellte
Große Tropenhaus nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet werden.
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Der Wiederaufbau nach dem Krieg begann 1949 und
im folgenden Jahr wurde die Wiedereröffnung des Victoria-Hauses
gefeiert. |
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1958 standen dem Publikumsverkehr wieder neun
Gewächshäuser offen, aber erst am 22. Mai 1968 konnte als letztes
Schaugewächshaus das mit 3,45 Mio. DM wiederhergestellte Große
Tropenhaus nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet werden. |
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Mit dem Wiederaufbau erfolgte eine Modernisierung der technischen
Anlagen des Gebäudes. Statt Silikatglas wurde Acrylglas zur Eindeckung
genutzt, da es günstigere Eigenschaften aufweist; es absorbiert weniger
UV-Licht, die Wärmeleitfähigkeit ist geringer, das Material ist leichter
und es kann besser verformt verarbeitet werden, wodurch größere Scheiben
(1 × 2 Meter) eingesetzt werden konnten. |
Ein Nachteil
des Materials zeigte sich jedoch am 31. Juli 1969: es ist nicht
feuerfest. Ein aus ungeklärter Ursache im oberen Kuppelbereich
ausgebrochener Brand richtete an der Kunststoffverglasung erheblichen
Sachschaden an.
Vor dem Kälteeinbruch konnten die Schadstelle geschlossen werden, die
Wiedereröffnung des beschädigten Gebäudes konnte aber erst am 12. Juni
1970 stattfinden. Weiterhin wurde bei der Sanierung in den 1960er Jahren
die Heiztechnik überarbeitet. Im Kellergewölbe wurde eine
Luftumwälzanlage mit 16 Ventilatoren installiert.
Die warme Luft wurde über Schächte in drei verschiedenen Höhen in das
Haus eingeblasen und sechs bis acht Mal pro Stunde umgewälzt. Zur
Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wurde im Firstgewölbe eine
Beregnungsanlage mit 66 Düsen installiert, mit der pro Minute 130 Liter
Wasser versprüht werden konnten. Außerdem wurden 96 Leuchten mit
Hochdruckquecksilberdampf-Lampen von je 400 Watt montiert. |
Knapp
40 Jahre nach der Wiedereröffnung war eine Grundsanierung des Großen
Tropenhauses erneut dringend erforderlich. Im März 2004 musste das Haus
bereits für kurze Zeit geschlossen werden, da die Aufhängungen von
Deckenleuchten durchgerostet waren und diese herabzustürzen drohten. Im
Januar 2006 konnten nach einem Heizungsschaden im benachbarten
Victoria-Haus die Pflanzen nur mit Mühe vor dem Erfrieren gerettet
werden. Ein ähnlicher Schaden im Großen Tropenhaus wäre verheerend
gewesen. Zahlreiche gesprungene Scheiben waren nur notdürftig geklebt.
In der Mittelachse erstreckte sich vor dem Großen Tropenhaus das Haus O
für Tropische Wasserpflanzen mit einer Länge von zehn und einer Breite
von acht Metern.
Bereits im alten Garten waren die Riesenseerosen ein Besuchermagnet mit
einem Schauhaus an exponierter Stelle und so erhielten sie auch im neuen
Botanischen Garten im Zentrum des Gewächshauskomplexes ihre neue Heimat.
Die heute bestehende Verbindung zum Großen Tropenhaus wurde jedoch erst
1966 bis 1969 hergestellt. Das Victoria-Haus wurde von 214 m² auf 254 m²
Grundfläche erweitert und das Sumpfpflanzenhaus mit 170 m² Grundfläche
angebaut. Auch das Wasserbecken im Victoria-Haus wurde von 70,3 m² auf
113 m² vergrößert. |
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Am 16. Februar 2006 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus die 16 Mio.
€ teure Sanierung. Finanziert wird die Sanierung außer von der Freien
Universität und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie mit Fördermitteln
aus dem Umweltentlastungsprogramm der Berliner Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung, aus dem Hochschulbauprogramm des BMBF und dem
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union.
Nach dem Umsetzen der Pflanzen in andere Gewächshäuser und in ein eigens
errichtetes provisorisches Gewächshaus, begann im August 2006 die
Sanierung des Bauwerks. Am 16. September 2009 wurde es feierlich
wiedereröffnet, am folgenden Tag für den Publikumsverkehr. |
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Gleichzeitig mit der Vergrößerung des
Victoria-Hauses wurde die gesamte Eingangssituation in den
Gewächshauskomplex neu gestaltet. Das Victoria-Haus bekam ein öffentlich
zugängliches Untergeschoss mit zwei Sumpfpflanzenbecken und zwölf
Aquarien für die verschiedenen Wasserpflanzen aller Erdteile. Von diesem
Untergeschoss, in dem sich neben Diensträumen heutzutage auch ein Laden
(für den Zeitraum der Gewächshaussanierung umgezogen in das Museum) und
ein Café befinden, bestehen direkte Zugangsmöglichkeiten zum Großen
Tropenhaus und zu den beiderseits liegenden Gewächshäusern G und H, den
Startpunkten der Rundgänge. Die Eröffnung diese baulichen Neugestaltung
erfolgte am 19. Juni 1969. Die Eckpunkte in der hinteren Reihe der
Gewächshäuser bilden die Gewächshäuser C und M. Sie weisen eine
quadratische Grundfläche von 393 m² und eine Firsthöhe von 11,50 m auf.
Mit dem Großen Tropenhaus waren sie durch die flacheren Gewächshäuser B
und N verbunden. Diese besaßen nur eine Höhe von 4,50 m und eine
Grundfläche von 288 m². Die Verbindung von der hinteren Gewächshausreihe
zur vorderen wird durch die mit 3,30 m Höhe noch flacheren Gewächshäuser
D und L hergestellt. Sie besitzen eine Grundfläche von jeweils 231 m². |
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In vorderer Front wurden vier gleich große Gewächshäuser
(E, G, H und K) mit 9,30 m Firsthöhe und 154 m² Grundfläche angelegt.
Zwischen jeweils zwei dieser Gewächshäuser befanden sich die mit 4,50 m
Höhe flachen Häuser F und I mit jeweils einer Grundfläche von 191 m². |
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1979 bis 1987 wurden alle Gewächshäuser der vorderen Reihe (E bis K)
abgerissen und durch Neubauten nach Entwürfen des Architekten und
Künstlers Engelbert Kremser ersetzt. Baulicher Verfall und wachsender
Raumbedarf werden als Gründe für die Baumaßnahme genannt. Kremser nutze
die Möglichkeiten der modernen Gestaltung und arbeitete mit vielen
Rundungen im Anklang an organische Formen. Diese Rundungen setzte er
sowohl im Verlauf der Fronten als auch in den Übergängen zu den Dächern
ein. |
Etwas abseits des Hauptkomplexes befindet sich der zweite
architektonische Höhepunkt der Gewächshausgestaltung, das
Kalthaus für subtropische Gewächse, auch Mittelmeerhaus genannt.
Mit seiner dreischiffigen Anlage und den zwei Portaltürmen weist
es einen fast kathedralen Charakter auf. Die Grundfläche des Hauses
beträgt 878 m² bei einer Firsthöhe von 15,8 m. Die Position dieses
Gewächshauses ergab sich „technisch“ aus der Entfernung, die
notwendig war, um auch bei flachem Sonneneinfall im Winter eine
Verschattung der anderen Gewächshäuser zu vermeiden.
Das Haus wurde zwischen
1989 und 1992 grundlegend renoviert. Das kleine Gewächshaus für
koloniale Nutzpflanzen lag abseits des Gewächshauskomplexes im
Kolonialgarten in der Nähe des Kesselhauses. Es war einfacher Gestalt,
besaß eine Höhe von 3,70 m, eine Grundfläche von 134 m² und ist
heute nicht mehr vorhanden. |
In
den Freianlagen bieten zahlreiche Pavillons die Möglichkeit sich
auszuruhen, Literatur zu studieren oder Schutz vor Regen zu suchen.
Koerner zeigte hier seine umfangreichen architektonischen Fähigkeiten,
indem er die Bauten in unterschiedlichsten Stilen, angepasst an das
botanische Umfeld, entwarf. Teilweise sind diese Pavillons mit kleinen
Schmuckanlagen verbunden.
Im Bereich der geografischen Anlagen, die die Flora Ostasiens zeigen,
befindet sich im Mittelpunkt eines japanischen Ziergartens die
"Japanische Laube".
An zentraler Stelle im Arboretum befindet sich die „Rosenlaube“. Aus
Basaltlava errichtete Koerner hier ein halbrundes massives Bauwerk in
romanischen Formen. Es ist umgeben von wilden Rosen, die es überwuchern
und vor dem dunklen Gebäude besonders eindrucksvoll ihre Blütenpracht
zeigen können. |
In
der systematischen Abteilung, heute inmitten ausgedehnter Wiesen,
befindet sich eine offene Vortragshalle. Engler suchte diese mit seinen
Studenten gerne auf, um hier Vorlesungen abzuhalten. Sie trägt heute
deswegen auch den Namen „Engler-Pavillon“.
In der ehemaligen „Morphologischen Abteilung I“, dem heutigen
„Duft- und Tastgarten“, befindet sich ein pilzförmiger bedeckter Sitzplatz.
Dieser etwas klobig erscheinende Pavillon verbirgt unter sich einen 180 m³
fassenden Sammelbrunnen, in dem das Regenwasser aller Glasdächer,
in Summe immerhin etwa 8000 m², gesammelt wird.
Dieses Wasser wird
zur Versorgung entsprechend empfindlicher Pflanzen genutzt. Eine Kombination
aus Pavillon und Wirtschaftsgebäude stellt das „Alpenhäuschen“ dar.
Am Rande des Alpengartens wurde es in den Formen des schweizerischen
Holzbaus errichtet. Neben seinem Bestimmungszweck als Gärtnerarbeitshaus
bietet es auch eine Sitz- und Schutzhalle für Besucher. Weitere Schutzhallen
wurden in Zusammenhang mit den Pförtnerlogen an beiden Eingängen errichtet. |
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Besondere Anforderungen wurde an
die Heizanlage gestellt, da nur durch zusätzliche Beheizung
in den Gewächshäusern die für die verschiedenen Pflanzen benötigten
Temperaturen erreicht werden. Dabei ist ein durchgehender Betrieb notwendig,
da auch nachts und auch im Sommer geheizt werden muss.
Angesichts der hohen Anforderungen und des hohen Energiebedarfs wurde im Botanischen Garten ein eigenes Heizkraftwerk mit drei Warmwasserkesseln und einem Dampfkessel errichtet. Folgende Leistungen hatte das Kraftwerk zu erbringen:
- Versorgung der Heizungssysteme mit
Dampfwarmwasser und Niederdruckdampf,
-
Versorgung der Gewächshäuser mit Wasserdampf für die Luftbefeuchtung
und die Tropennebel,
- Versorgung der
Gärtnereien mit Warmwasser,
-
Energieversorgung des Wasserhebewerks, der Regenwasserdruckleitung,
der elektrischen Beleuchtung und der elektrischen Arbeitsmaschinen.
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| Bis zu seiner Außerbetriebnahme wurde das
Kraftwerk mit Steinkohle betrieben und benötigte rund 1500 Tonnen pro
Jahr. Am 13. September 1967 wurde der Botanische Garten an das
Fernwärmenetz des Fernheizwerkes Steglitz angeschlossen und bezieht
seither von dort die benötigte Wärme. Der jährlicher Energieverbrauch
beträgt 8580 Gcal (Giga-Kalorien), wovon allein ungefähr ein Drittel für
das Große Tropenhaus benötigt wird. Durch die Sanierung des Großen
Tropenhauses wird dessen Energiebedarf deutlich gesenkt werden, so dass
er nach Abschluss der Arbeiten nur noch bei etwa einem Fünftel des
verringerten Gesamtenergiebedarfs liegen wird. |
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| Ähnlich wichtig wie die Versorgung mit Wärme ist
die ausreichende Versorgung mit Frischwasser. Für den Massenbedarf des
Gartens wurden zwei 50 m tiefe Brunnen angelegt. Das dort vorgefundene
Tiefenwasser war für die Freilandpflanzungen ohne weitere Behandlung
geeignet. Zur Förderung des Wassers wurde ein Wasserwerk mit
Dampfpumpen, die vom oben erwähnten Heizwerk mit Dampf versorgt wurden,
angelegt. Das Wasser wurde direkt in das Leitungsnetz des Gartens sowie
in den 550 m³ fassenden Wasserturm hinter den Schauhäusern gepumpt. Die
Pumpanlage war für eine Tagesleistung von 1000 m³ Wasser ausgelegt. |
| Das Wasser für die Versorgung der Gebäude wurde
von Beginn an vom öffentlichen Netz bezogen. In Notfall hätte auch das
öffentliche Netz als Ersatz für das Wasserwerk eingesetzt werden können. |
| Die Technik wurde modernisiert und die
Pumpen sind heute elektrisch betrieben, die Tiefbrunnen stellen jedoch
auch heute noch die Wasserversorgung des Botanischen Gartens sicher. |
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| Für Engler und Urban, Direktor und Unterdirektor,
wurden in enger räumlicher Nähe zwei Wohnhäuser inmitten eines
Schmuckgartens errichtet. Sie lagen westlich des Eingangs am
Königin-Luise-Platz. |
Das Wohnhaus für den Unterdirektor wurde
im Zweiten Weltkrieg zerstört, das Direktorenwohnhaus ist bis in
die Gegenwart erhalten geblieben. Ebenfalls erhalten ist das ehemalige
Wohnhaus für den Oberinspektor des Gartens. Es befindet sich in der Nähe des
südlichen Eingangs an der Straße Unter den Eichen und wird heute als
Pädagogisches Zentrum (Pädagogische Beratungsstelle im Botanischen
Garten /Botanikschule) genutzt. Entsprechend der Stellung der Personen
differierte auch die ausgebaute Wohnfläche, für den Direktor 245 m²,
für den Unterdirektor 193 m² und für den Oberinspektor 150,5 m².
Zwei mehrgeschossige
Gebäude mit Wohnungen für Angestellte des Gartens wurden ebenfalls
innerhalb des Gartens errichtet, die sogenannten Gärtnerwohngebäude I und II.
In diesen befanden sich neben den Wohnbereichen auch Gemeinschaftsräume wie
Speiseräume, Lesezimmer und Schreibstube sowie Diensträume wie Samenstube,
Vorratsräume oder Räume für die Gartenverwaltung. Beide Gebäude befinden
sich im südlichen Gartenbereich zwischen dem öffentlichen Garten und dem Wirtschaftshof. |
| Alle fünf Wohngebäude wurden im Ziegelbau im Bereich der Vollgeschosse
und im Holzfachwerkbau im Bereich der ausgebauten Dachgeschosse ausgeführt. |
| Museum, Herbarium und Bibliothek sind
in einem gemeinsamen Gebäude an der Königin-Luise-Straße
untergebracht, das zwischen 1903 und 1906 errichtet wurde.
Der von Koerner entworfene viergeschossige Bau mit ausgebautem
Dachgeschoss besteht aus einem Hauptbau an der Straße und zwei
Gartenflügeln. Der westliche 48,68 m lange Gartenflügel
beherbergte das Museum und die Botanische Zentralstelle für die
deutschen Kolonien, der östliche Gartenflügel (28,17 m lang) war
für Herbarium und Bücherei errichtet worden. Der Flügel war so
gestaltet, dass später bei Bedarf eine Verlängerung hätte erfolgen
können. Im 78,9 m langen Hauptbau befanden sich Verwaltungsräume,
Arbeitszimmer, Unterrichtsräume und an der Nordwestecke ein großer Hörsaal. |
Die
Eingangshalle des Gebäudes erstreckt sich über zwei Stockwerke und
vermittelt die Zugänge zu den verschiedenen Bereichen des Gebäudes.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude sehr stark beschädigt. Am 1. März 1943 durchschlug eine Sprengbombe das Dach des Herbar- und Bibliothekflügels und setzte diesen in Brand. Auch Phosphorbomben trafen das Gebäude. Der Herbar- und Bibliotheksflügel und Teile des Hauptbaues brannten bis zum nächsten Tag nieder. Der Museumsflügel stand zwar noch, hatte jedoch erhebliche Schäden durch die Druckwellen der Sprengbomben hinnehmen müssen. Bei einem Luftangriff am 29. Januar 1944 wurde dann auch der Museumsflügel getroffen und brannte weitgehend aus.
1953 bis 1959 wurden der Westflügel und der Hauptbau wieder aufgebaut.
Herbarium, Bibliothek und Museum mussten sich nun den Westflügel vorerst
teilen, so dass allen deutlich weniger Fläche zur Verfügung stand. Von
1983 bis 1987 wurde ein neuer Ostflügel, größer als der ursprüngliche,
nach Entwürfen von Rainer G. Rümmler errichtet. |
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| 1879 erhielt das Herbarium im alten
Botanischen Garten ein eigenes Gebäude und somit erstmals
die Möglichkeit, Sammlungsstücke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Bereits ein Jahr später wurde eine Ausstellung zur „Belehrung
nicht fachlich ausgebildeter Besucher“ eröffnet. Dies war der
erste Vorläufer des Botanischen Museums. |
| Mit dem Umzug nach Dahlem erhielt das
Museum 1907 auf drei Etagen eine deutlich vergrößerte Ausstellungsfläche.
Dies wurde zur Erweiterung der pflanzengeografischen und
paläobotanischen Ausstellung um Abteilungen u.a. zu Fortpflanzungsverhältnisse
im Pflanzenreich und zu Grundtypen der Pflanzengestalten genutzt. |
| Nach der Zerstörung von Gebäude und zahlreichen
Exponaten wurde 1957 mit dem Wiederaufbau eines Museums auf deutlich
reduzierter Fläche in einer Etage begonnen. Nach dem Umzug von Herbarium
und Bibliothek in den neu aufgebauten Ostflügel konnte das Museum
erweitert werden. Am 11. März 1991 wurde die zweite Etage eröffnet.
2004/05 erfolgte eine Überarbeitung und Umgestaltung der ersten Etage. |
| Das Museum versteht sich heute als Ergänzung
zum Garten und will die Themen der Botanik präsentieren, die im
Garten nicht ohne weiteres beobachtet werden können. Hierzu gehören
geschichtliche Entwicklung, Entwicklung über das Jahr, innere Pflanzenaufbauten,
vergrößerte Mikrostrukturen, Artenverbreitung sowie Pflanzenprodukte und Nutzung. |
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| Erste Pflanzensammlungen wurden bereits
von Elsholtz um 1657 noch vor der Gründung des Botanischen
Gartens durchgeführt. Der Grundstock von Herbarium und
Bibliothek geht jedoch auf das Jahr 1818 zurück, als der
damalige Direktor Heinrich Friedrich Link unter der Fürsprache
des preußischen Ministers Karl vom Stein zum Altenstein erreichte,
dass aus dem Nachlass von Willdenow dessen Privatherbarium und -bibliothek
für den Botanischen Garten erworben wurden. Neben zahlreichen
Sammlungen, die von Mitarbeitern des Botanischen Gartens durchgeführt
wurden, gingen dem Herbarium in der Folgezeit zahlreiche Sammlungen
führender Botaniker zu. Kustos bzw. Leiter von 1838 bis 1860 war u.a.
Johann Friedrich Klotzsch. |
| Beim Umzug der Bibliothek in das neue Gebäude
nach Dahlem betrug die Anzahl der Bände und Separata etwa 37.000.
Das Herbarium bestand zu diesem Zeitpunkt aus 17.500 Mappen, davon
3.200 mit Kryptogamen. Einige wichtige Sammlungen, wie die von Willdenow
oder die Himalaya-Sammlung von Prinz Waldemar, wurden getrennt aufbewahrt
und nicht in das Generalherbar integriert. |
| Durch den Bombentreffer am 1. März 1943 und
den nachfolgenden Brand wurde annähernd die gesamte Sammlung, mit
teilweise 300 Jahre alten unwiederbringlichen Stücken, sowie die Bibliothek
vernichtet. In der Bibliothek verbrannten 80.000 Bände und 200.000 Drucke.
Sofort nach dem Verlust der Bibliothek wurde durch Schenkungen und antiquarische
Käufe mit deren Wiederaufbau begonnen. Anfang 1945 war der Bestand wieder auf
20.000 Bände und 50.000 Drucke angewachsen. Durch die Wirren, die mit dem Ende
des Zweiten Weltkrieges verbunden waren, ging jedoch auch dieser Bestand zu
großen Teilen wieder verloren. |
| Nach dem erweiterten Wiederaufbau des Ostflügels
zogen Herbarium und Bibliothek 1987 dort ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte die
Bibliothek mit etwa 85.600 Monografien und Zeitschriftenbänden den Vorkriegsumfang erreicht. |
| 1993 wurde eine Langzeit-Samenlagerung für vom Aussterben
bedrohte Pflanzen eingerichtet. 5000 verschiedene Samenarten sind mittlerweile
vorrätig, die bei Bedarf kostenlos an wissenschaftliche Einrichtungen in der
ganzen Welt verschickt werden. |