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Redensart in Berlin

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Icke dette kiecke mal, Oogen Flesch und Beene, uns kann keener - und im Ernstfall könnse uns alle!

Berliner Redensart in Berlin

   
 

Berlin Begriffe

   
 

Berliner Sprachgebrauch

   
 

Berliner Wörterbuch

   
   
   
Der Berliner, so sagt man, hat das Herz am rechten Fleck und eine große Schnauze. Der Fremde steht der Schnoddrigkeit und dem Mutterwitz oft hilflos gegenüber.
Die sprichwörtliche „Berliner Schnauze", die nämlich nicht nur von Berlinern, sondern ebenso von „Auswärtigen", von „Wessis" als „berühmt, berüchtigt und gefürchtet" charakterisiert wird. Berühmt, weil die Berliner Schnauze berüchtigt ist und dies wiederum, weil sie gefürchtet wird.
Der Berliner erhält außerhalb seiner Heimatstadt nicht wie gewohnt eine "Schrippe", sondern ein Brötchen. Er trinkt "Muckefuck" und nicht Malzkaffee und mag mit Marmelade gefüllte "Pfannkuchen", die anderswo in Deutschland als Berliner bekannt sind. Er verwechselt mir und mich - jedoch nicht mein und dein, sagt "ick, det und wat" (ich, das, was). Eisbeene mag er sehr und ne "Molle mit Korn" ist sein Lieblingsgedeck.
Grundlage des Berliner Dialektes bildet das märkische Platt, das im brandenburgischen Raum bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitet war, und das im späten Mittelalter jeweils von feudalen Herrscherdynastien hineingetragene Hochdeutsch. Hinzu kamen Einflüsse aus dem Sächsischen und anderen deutschen Dialekten. 
Berliner Redensart - berlinstadtservice.de
Vor allem die Hugenotten brachten nicht nur die feine Küche, sondern auch viele französische Begriffe wie Destille, Buletten oder Budike (Boutique) mit. Auch heute kommt der Berliner noch leicht in die Bedrullje (Bedängnis) wenn etwas aus der la meng (Hand) macht.
Weitere Zutaten kamen aus dem Jiddischen (z.B. Asche, Draht, Kies, Moos, Pulver, Zaster, Zimt für Geld), ebenfalls aus dem Niederländischen (z.B. pellen, polken, ..) und dem Slavischen (z.B. Lanke, Luch, Kaleika). Nicht zuletzt bereichern die Berliner Ihre Sprache mit Eigenschöpfungen (z.B. Quatratlatschen oder Quasselstrippe).
Ansonsten ist das Berlinische durch eine besondere, bestimmten Regeln folgende Aussprache zahlreicher Wörter ("au" wird in manchen Fällen zu "oo", "ei", "ee", "g" zu "i".) charakterisiert und weist grammatikalische Eigenheiten auf.
 

Berliner Sprachgebrauch

Redensart Berlin

Berliner Sprachgebrauch bezeichnet mindestens zwei verschiedene Dinge:
  • in der Gemeinsprache: die übliche Ausdrucksweise oder die übliche Bedeutung eines Ausdrucks ;
  • in der Linguistik als Gegenbegriff zu Sprachsystem: die Verwendung der Einheiten und Regeln des Sprachsystems bei der Bildung von Äußerungen, um kommunikative Zwecke zu verfolgen (Sprachverwendung); diese Äußerungen können mündlich oder schriftlich erfolgen, aber z. B. auch in Form von Morsezeichen, Taubstummenzeichen etc. Der jeweilige Sprachgebrauch wird beeinflusst von situativen, sozialen, psychologischen, individuellen und eventuell weiteren Faktoren (vgl. dazu z.T. Lewandowski 1985). (Bezeichnend ist womöglich, dass der Begriff in einem der vielgenutzten Fachwörterbücher (Bußmann) als Stichwort nicht vorkommt; stattdessen wird unter "Sprachverwendung" auf den sehr spezifischen Begriff Performanz verwiesen.) Der Dichotomie "Sprachsystem" und "Sprachgebrauch/ -verwendung" entspricht bei Ferdinand de Saussure das Begriffspaar langue - parole und bei Noam Chomsky der Gegensatz zwischen Kompetenz (= das Wissen eines idealen Sprechers oder Hörers von seiner Sprache) und Performanz (das, was der Sprecher/ Hörer bei der Verwendung der Sprache tatsächlich tut). Es handelt sich also für die Linguistik um die Unterscheidung von zwei grundlegenden Aspekten der Sprachbetrachtung.
Einige Aspekte: Der Sprachgebrauch umfasst unter anderem Sprechverhalten (Sprechakte), Schreiben, Umgang mit schriftlichen Aufzeichnungen (Lesen, Übersetzung, Standardisierung unter anderem). Die deskriptive (beschreibende) Linguistik beschreibt, wie eine Sprache tatsächlich verwendet wird, welche Regeln und Einheiten es gibt; die präskriptive (normative, vorschreibende) Linguistik gibt vor, wie Sprache verwendet werden soll. In vielen Fällen werden Wort- oder Satzformen durch den Sprachgebrauch (Usus) gerechtfertigt, so dass neue Regeln in die Grammatiken und neue Wörter in die Lexika übernommen werden. Der Sprachgebrauch ändert sich schneller als seine Kodifizierung.
Sprachgebrauch führt einerseits zur Erhaltung, andererseits zur Veränderung einer Sprache.
Wörter können innerhalb weniger Jahre neue oder verschobene Bedeutungen erhalten (Sprachdrift), oder sie können aus der Sprache verschwinden, vergessen werden. Dies ist nicht nur in der Umgangssprache der Fall, sondern auch in den sogenannten Fachsprachen.
Im Sprachgebrauch zeigen sich die sich wandelnden Bedürfnisse der Menschen, die die Sprache sprechen.
Je mehr Menschen verschiedener Sprache miteinander in Kontakt sind, desto stärker beeinflusst der Sprachgebrauch die entsprechenden Sprachen.
  • Für nähere Informationen zu Veränderungen im Sprachgebrauch siehe Sprachwandel.
  • Den schichtspezifischen Sprachgebrauch behandelt die Soziolinguistik.
  • Den geschlechtergerechten Sprachgebrauch behandelt die Geschlechtergerechte Sprache.
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Berliner Wörterbuch

Redensart Berlin

Das Berliner Wörterbuch ist ein Nachschlagewerk, das Wörter oder andere sprachliche Einheiten in einer Liste verzeichnet, meist in alphabetischer Sortierung, und jedem Eintrag (Lemma) erklärende Informationen oder sprachliche Äquivalente zuordnet.
Ein Wörterbuch im engeren Sinn dient zum Nachschlagen sprachlicher Information, während der Ausdruck in der weiteren Bedeutung auch andere nach Stichwörtern gegliederte Nachschlagewerke mit primär sachbezogener Information sowie Mischformen beider Typen umfasst.
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Berlin Begriffe

Redensart Berlin

Mit dem Ausdruck Berlin Begriff bezeichnet man üblicherweise den Bedeutungsinhalt z.B. eines sprachlichen Ausdrucks oder einer Vorstellung. Ein Begriff stellt also eine semantische Einheit dar im Unterschied etwa zum Wort als einer sprachlichen Einheit. Außerdem kann dabei mit betont sein, dass diese semantische Einheit geistig repräsentiert – „begriffen“ – wird; Begriffe sind in diesem Sinne also, zumindest potentiell, Bestandteile von Gedanken. Es existieren unterschiedlichste Verwendungsweisen des Ausdrucks „Begriff“, beginnend bei einer ungenauen alltagssprachlichen Redeweise, die zum Beispiel zwischen „Begriff“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterscheidet, bis hin zu verschiedensten spezifischeren Verwendungen und Explikationen u.a. in verschiedenen philosophischen Disziplinen, in Psychologie, Neurowissenschaften, Linguistik, in Ansätzen formaler Wissensrepräsentation (vgl. insb. Formale Begriffsanalyse) und angrenzenden Wissenschaften. In den Kultur- und Geschichtswissenschaften bezeichnet Begriffsgeschichte Forschungsprogramme, die sich an historischer Semantik orientieren.
Erkenntnistheoretische, sprachphilosophische, ontologische und ideengeschichtliche Aspekte werden unter Begriff (Philosophie) behandelt; "Begriff" kann in diversen Variationen eines sog. semiotischen Dreiecks eine Komponente bezeichnen, die zwischen Bezeichnung und Bezeichnetem vermittelt; die Abhandlung Über Begriff und Gegenstand von Gottlob Frege ist einer von vielen Klassikern zum Thema.
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