Biografie einer Stadt

Von der Gründung bis Gegenwart

Berliner Siegel um Anno 1253

Geschichte Berlin

Berlin war im Verlauf der Geschichte und in verschiedenen Staatsformen Residenz- und Hauptstadt Brandenburgs, Preußens, des Deutschen Reichs, Hauptstadt der DDR und Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.



Besiedlung

Die Stadt Cölln war die erste Siedlung auf dem heutigen Stadtgebiet.

Cölln lag auf der Spreeinsel und wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt.

Gegenüber am nördlichen Ufer der Spree lag die Stadt Berlin die 1244 Erwähnung fand.

Fusion

Die beiden Städte bekamen ein gemeinsames Rathaus und fusiunierten 1307 zur Doppelstadt Berlin-Cölln.

Namensgebung

Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun.

Es wird angenommen das es sich um die slawische Silbe berl (Sumpf) handelt.

Ältere Ortsteile

Die heutigen Ortsteile Spandau und Köpenick bestanden bereits vor der Gründung der Mark Brandenburg, die 1157 durch den Askanier Albrecht den Bären erfolgte.

Familie Hohenzollern

1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440.

Mitglieder der Familie regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als Deutsche Kaiser.

Republik

Nach der Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II. (Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen) wurde die Republik ausgerufen.

Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reichs.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört.

Teilung

Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt.

Hauptstadt

1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag "Deutsche Hauptstadt".

[Mehr über Berlin]

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Adresse

Berlin
Deutschland

Auskunft

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Geographische Lage

♁52° 31′ N,
13° 24′ O

Map / Stadtplan

Stadtplan Berlin

BERLIN - Von der Gründung bis Gegenwart

Berlins Frühe Neuzeit

Urkundlich wurde Berlin (Cölln) 1237 erwähnt.

1415 ließ sich Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg mit seiner Familie in Berlin nieder und bauten ein Residenzschloss für die Familie Hohenzollern.

Im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1618 und 1648 wurde die Stadt zu ein Drittel beschädigt, die Bevölkerungszahl halbierte sich.

Durch Friedrich Wilhelm begann 1640 eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz.

Jüdische Familien bekamen in Berlin ein neues Zuhause.

1685 lud Friedrich Wilhelm französische Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 6.000 Franzosen folgten und ließen sich in Berlin nieder. Um 1700 waren 20 % der Berliner Einwohner Franzosen.

Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Österreich.

Preußen und das Deutsche Reich

1701 wurde die Stadt durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen zur Hauptstadt.

Im Jahr 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin.

1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit, Tempelhof, Schöneberg, Spandau und weiterer Vorstädte.

1871 wurde Berlin Reichshauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen.

1920 folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Die Hauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner.

Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reichs.

Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer entwickelten architektonische Konzepte für den Umbau der Stadt nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Berlins durch Alliierte Bomben zerstört.

Berlins Teilung und Wiedervereinigung

Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt.

Die Sektoren der Westalliierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion den Ostteil bildete.

Für Groß-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen.

Die politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der „Berliner Luftbrücke“ überwanden.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 wurde der Regierungssitz der Bundesrepublik nach Bonn verlegt und die DDR ernannte Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR.

Der Ost-West-Konflikt führte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

West-Berlin war ein Teil der Bundesrepublik Deutschland, allerdings mit rechtlicher Sonderstellung und Ost-Berlin ein Teil der DDR.

Berlins Osten und Westen waren völlig voneinander getrennt. Der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen.

1989 fiel die Mauer und 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin zur "Deutsche Hauptstadt".

1991 beschloss der Bundestag, dass die Stadt wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte.

Die Bundesregierung und das Deutsche Parlament nahmen 1999 ihre Arbeit in Berlin auf.