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Berlinstadtservice

Altstadt Spandau

Altstadt Spandau liegt auf der sogenannten "Altstadtinsel" im Berliner Bezirk Spandau.

Urkundlich ist die Stadt Spandau im Jahre 1232 zum ersten Mal erwähnt worden und somit der älteste Ort von Berlin.

Spandau avancierte zum wirtschaftlich und militärisch rückwärtigen Stützpunkt für die Verteidigung der im Zuge der Unterwerfung der Slawen durch die Askanier nach Osten verschobenen Landesgrenze.

Die zweite bedeutende Ansiedlung, die in dieser Zeit entstand, war die Burg auf der heute zum Ortsteil Haselhorst gehörenden Zitadelleninsel.

Besucher

In der Fußgängerzone gibt es zahlreiche Geschäfte, Dienstleistungsunternehmen, Restaurants, Cafés und Hotels.

Veranstaltungen

Regelmäßig finden in der Spandauer Altstadt Großveranstaltungen wie Altstadtfest, Weinfest, Weihnachtsmarkt und ander statt. [Veranstaltungen]

[Mehr interessante Orte in Berlin]

Adresse

Altstadt Spandau
13597 Berlin Spandau

Auskunft

Telefon
030/3339 509

Anfahrt

U-Bahn U7
Bus M45, M37, M32, X33

Map / Stadtplan

Stadtplan

Karte Altstadt Spandau

Geschichte der Altstadt Spandau

Im 19. Jahrhundert wurde Spandau zu einer der stärksten Festungen Preußens ausgebaut. Der seit dem 17. Jahrhundert bestehende Festungszwang, der erst 1903 endgültig aufgehoben wurde, hatte äußerst negative Folgen für die Stadtentwicklung. Zum einen waren dadurch die Ausdehnungsmöglichkeiten auf ein Minimum reduziert, zum anderen wirkte sich die Gewerbesteuerbefreiung der zum Militärfiskus gehörenden Heereswerkstätten negativ auf die Finanzen der Stadt aus. Hinzu kam, dass die Konjunktur im Rüstungssektor sehr stark von der militärischen Entwicklung sowie der allgemeinen politischen Lage abhing, mit entsprechend starken Schwankungen bezüglich des Arbeitskräfte- und des Wohnraumbedarfs.

Erst nach der Aufhebung des Festungsstatus wurde Spandau mit seiner verkehrsgünstigen Lage als Standort auch für die Privatindustrie attraktiv.

Mit der erneut etablierten Rüstungsindustrie war Spandau Ende 1944 und Anfang 1945 Ziel schwerer Luftangriffe, die vor allem die Altstadt stark zerstörten. Auch wegen der radikalen Sanierung in den 1950er-Jahren und des U-Bahnbaus blieb von der alten Bausubstanz wenig erhalten. Gleichwohl vermittelt der weitgehend erhaltene überkommene Stadtgrundriss noch immer ein kleinstädtisches Flair. Zugleich trennen Havel und breite Verkehrsschneisen die Altstadt deutlich von den umgebenden Ortsteilen ab.

Die 1978 eingeleitete Umgestaltung der Altstadt zu einer Fußgängerzone wurde 1989 nach mehr als zehn Jahren abgeschlossen. Hauptgeschäftsstraßen sind die Carl-Schurz-Straße und die Breite Straße.

Gegenüber am Bahnhof Spandau befindet sich das Einkaufszentrum Spandau Arcaden mit 125 Geschäften, Restaurants, Cafés, Dienstleistungsunternehmen und Hotel.

Historische Bauwerke

St Nikolai Spandau

St. Nikolai-Kirche

Das bedeutendste Bauwerk ist die anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert errichtete St.-Nikolai-Kirche auf dem Reformationsplatz.

Die dreischiffige gotische Backstein Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert besitzt ein mächtiges Satteldach; 1989 wurde die Barockhaube des wuchtigen Westturms mit Schinkelschem Schmuckwerk nach Plänen von 1839 rekonstruierte.

[Mehr über die St. Nikolai-Kirche]


Gotisches haus Spandau

Gotisches Haus

Ein bedeutendes mittelalterliches Baudenkmal aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert ist das Gotische Haus in der Breiten Straße 32.

Entgegen der damals vorherrschenden Holz- und Fachwerkbauweise wurde es als repräsentativer Steinbau errichtet. Teile des ursprünglichen Bauwerkes wie das Netzrippengewölbe im hinteren Teil und die Spitzbogenarkade sind noch erhalten. Heute ist im Gotischen Haus die „Spandau-Information“ untergebracht, außerdem werden die Räumlichkeiten für wechselnde Ausstellungen genutzt.

[Mehr über das Gotische Haus]

Stadtmauer Spandau

Wendenschloss und Stadtmauer

Vom Gotischen Haus gelangt man über den zentralen Platz der Spandauer Altstadt, dem Markt, zur Moritzstraße, die westwärts zum Mühlengraben führt. In der sie kreuzenden Jüdenstraße lag das sogenannte Wendenschloss Nr. 35, ein aufwendiges Ackerbürgerhaus aus der Zeit um 1700.

Das Originalgebäude wurde 1966 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, dessen Fassade an das historische Vorbild erinnern soll. An der südlichen Fortsetzung des Mühlengrabens, dem Viktoria-Ufer, ist noch ein 116 Meter langer Rest der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert erhalten.

[Mehr über den Kolk]