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![]() Altstadt Spandau |
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Altstadt Spandau auf der sogenannten „Altstadtinsel“ entwickelte sich ab 1232, als Spandau zum ersten Mal als Stadt erwähnt wurde, und avancierte zum wirtschaftlich und militärisch rückwärtigen Stützpunkt für die Verteidigung der im Zuge der Unterwerfung der Slawen durch die Askanier nach Osten verschobenen Landesgrenze.
Die zweite bedeutende Ansiedlung, die in dieser Zeit entstand, war die Burg auf der heute zum Ortsteil Haselhorst gehörenden Zitadelleninsel. |
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Altstadt Spandau - Ansichten und Karte |
Altstadt Spandau |
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Altstadt Spandau auf einer größeren Karte anzeigen |
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Altstadt Spandau - Stadtentwicklung |
Altstadt Spandau |
| Im 19. Jahrhundert wurde
Spandau zu einer der stärksten Festungen Preußens ausgebaut. Der seit dem
17. Jahrhundert bestehende Festungszwang, der erst 1903 endgültig aufgehoben
wurde, hatte äußerst negative Folgen für die Stadtentwicklung. Zum einen
waren dadurch die Ausdehnungsmöglichkeiten auf ein Minimum reduziert, zum
anderen wirkte sich die Gewerbesteuerbefreiung der zum Militärfiskus gehörenden
Heereswerkstätten negativ auf die Finanzen der Stadt aus. Hinzu kam, dass
die Konjunktur im Rüstungssektor sehr stark von der militärischen Entwicklung
sowie der allgemeinen politischen Lage abhing, mit entsprechend starken
Schwankungen bezüglich des Arbeitskräfte- und des Wohnraumbedarfs. Erst
nach der Aufhebung des Festungsstatus wurde Spandau mit seiner verkehrsgünstigen
Lage als Standort auch für die Privatindustrie attraktiv. Mit der erneut etablierten Rüstungsindustrie war Spandau Ende 1944 und Anfang 1945 Ziel schwerer Luftangriffe, die vor allem die Altstadt stark zerstörten. Auch wegen der radikalen Sanierung in den 1950er-Jahren und des U-Bahnbaus blieb von der alten Bausubstanz wenig erhalten. Gleichwohl vermittelt der weitgehend erhaltene überkommene Stadtgrundriss noch immer ein kleinstädtisches Flair. Zugleich trennen Havel und breite Verkehrsschneisen die Altstadt deutlich von den umgebenden Ortsteilen ab. Die 1978 eingeleitete Umgestaltung der Altstadt zu einer Fußgängerzone wurde 1989 nach mehr als zehn Jahren abgeschlossen. Hauptgeschäftsstraßen sind die Carl-Schurz-Straße (benannt nach dem Politiker Carl Schurz) und die Breite Straße. Seit 2001 steht der Handel in der Altstadt unter großem Konkurrenzdruck durch das benachbarte Einkaufszentrum Spandau Arcaden mit seinen 125 Geschäften. |
Altstadt Spandau - Historische Bauwerke |
Altstadt Spandau |
St.-Nikolai-Kirche |
Das
bedeutendste Bauwerk ist die anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert
errichtete St.-Nikolai-Kirche auf dem Reformationsplatz.
Die dreischiffige gotische Backstein Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert besitzt ein mächtiges Satteldach; 1989 wurde die Barockhaube des wuchtigen Westturms mit Schinkelschem Schmuckwerk nach Plänen von 1839 rekonstruierte. |
| mehr über die St.-Nikolai-Kirche » |
Gotisches Haus |
Ein
bedeutendes mittelalterliches Baudenkmal aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert
ist das Gotische Haus in der Breiten Straße 32. Entgegen
der damals vorherrschenden Holz- und Fachwerkbauweise wurde es als repräsentativer
Steinbau errichtet. Teile des ursprünglichen Bauwerkes wie das Netzrippengewölbe
im hinteren Teil und die Spitzbogenarkade sind noch erhalten.Ein Brand im 18. Jahrhundert zerstörte große Teile des Gebäudes und im Zuge des Wiederaufbaus erhielt es eine klassizistische Fassade sowie eine geänderte Raumaufteilung. Heute ist im Gotischen Haus die „Spandau-Information“ untergebracht; außerdem werden die Räumlichkeiten für wechselnde Ausstellungen genutzt. |
Wendenschloss und Stadtmauer |
Vom
Gotischen Haus gelangt man über den zentralen Platz der Spandauer Altstadt,
dem Markt, zur Moritzstraße, die westwärts zum Mühlengraben führt. In der
sie kreuzenden Jüdenstraße (von 1938 bis 2002 Kinkelstraße,
benannt nach dem Theologen Gottfried Kinkel) lag das sogenannte „Wendenschloss“
(Nr. 35), ein aufwendiges Ackerbürgerhaus aus der Zeit um 1700.Das
Originalgebäude wurde 1966 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, dessen
Fassade an das historische Vorbild erinnern soll.An der südlichen Fortsetzung des Mühlengrabens, dem Viktoria-Ufer, ist noch ein 116 Meter langer Rest der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert erhalten. |
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