Gedächtnis-Kirche

Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in der City Berlin West

Gedaechniskirche Berlin

Gedächtniskirche - Berlin

Die Gedächtnis-Kirche, steht auf dem Breitscheidplatz zwischen dem Kurfürstendamm, der Tauentzienstraße und der Budapester Straße in Berlin Charlottenburg.

Die im Stil der Neuromanik erbaute Kirche besteht aus Kalksandstein. Kaiser Wilhelm II. gab den Auftrag zu Ehren Wilhelm I. ein Sakralbau von 113 Metern höhe zu erbauen.

Das Innere der Kirche war aufwendig gestaltet. In der Vorhalle der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befinden sich kunsthandwerklich bedeutende Mosaiken.

Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Nach der Renouvierung erhielt der Sakralbau seine heutige Form.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ist ein beliebter Treffpunkt in der City West.

Die Kirche ist ein beliebter Ort von zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen.

Vor der Kirche auf den Breitscheidplatz finden regelmäßig Volksfeste statt, wie zum Beispiel dem bekannten und beliebten [Weihnachtsmarkt].

Kirchen-Gemeinde

Telefon: 030/2185 023

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Daten

  • Erbaut: 1895
  • Architekt: Franz Schwechten

Umgebung

Straßen

Shopping

Sigthseeing

Adresse

Breitscheidplatz
10789 Berlin Charlottenburg

Kontakt

Telefon:
030/3339 509

Anfahrt

U-Bahn: U1, U9
Bus: M19, M29, M46, 100, 200

Map / Stadtplan

Stadtplan Berlin

Öffnungszeiten
Täglich 09:00 - 19:00 Uhr
 
Gottesdienst
Sonntag 10:00, 18:00 Uhr
 
Andachten
Montag 13:00, 17:00, 18:00 Uhr
Dienstag 13:00, 17:00, 18:00 Uhr
Mittwoch 13:00, 17:00, 18:00 Uhr
Donnerstag 13:00, 17:00, 18:00 Uhr
Freitag 13:00, 17:00, 18:00 Uhr
Samstag  
Sonntag 08:00 - 19:00 Uhr
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Bau

Im ausgeschriebenen Architekturwettbewerb setzte sich der königliche Baurat Franz Schwechten. Auf Anregung Kaiser Wilhelm II. wurde die Bedeutung des Gebäudes um die Facette der Gedenkstätte, zu Ehren Wilhelm I. erweitert.

Die Baukosten betrugen 6,8 Mio. Goldmark. Am 1. September 1895 wurde die Kirche eingeweiht.

Der Entwurf im Stil der Neuromanik, orientiert sich an den romanischen Kirchen des Rheinlands. Die Fassade besteht aus Kalksandstein, der aus der Eifel geholt wurde.

Das damalige Gebäude mit seinen fünf Türmen wirkte beeindruckend monumental. Der zu Teilen heute noch existierende Hauptturm war mit 113 Metern der höchste der Stadt.

Mehrere Gebäude in der direkten Umgebung waren in bewusstem Bezug zur Kirche ebenfalls im neuromanischen Stil erbaut und bildeten das sogenannte „Romanische Forum“.

Innenausstattung

Das Innere der Kirche war aufwendig gestaltet. In der Vorhalle der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befinden sich kunsthandwerklich bedeutende Mosaiken welche von Hermann Schaper entworfen wurden.

Gedaechniskirche Berlin Bildzyklus

Eingangshalle

Für die Eingangshalle schuf der Bildhauer Adolf Brütt einen 1906 vollendeten Bildzyklus, der das Leben Wilhelm I. darstellte.

 

 

 

Gedaechniskirche Berlin Relief

Reliefs

Zahlreiche Reliefs an den Wänden zeigen das Geschehen der Befreiungskriege dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871.

 

 

 

Gedaechniskirche Berlin Altar

Altar

Der Altar war sehr aufwendig gestaltet. Heute befindet sich statt dessen eine mit mehr als 20.000 blauen Glasfenstern umsäumte Kapelle.

 

 

Zerstörung

Gedaechniskirche Berlin Ruine

Durch die Luftangriffe im 2. Weltkrieg geriet das Kirchengebäude am 23. November 1943 in Brand, was sowohl zum Zusammenbruch des Dachstuhls über dem Kirchenschiff als auch zum Abknicken der Spitze des Hauptturms führte.

Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges überließen die Ruine ihrem Zerfall.

Erst 1956 begann man, den einsturzgefährdeten Chor abzureißen.

 

Wiederaufbau

Planung

Im März 1957 gewann Egon Eiermann den Architekturwettbewerb zum Neubau einer Kirche. Sein Modell sah vor, die Ruine vollständig abzureißen. Gegen diese Pläne protestierten die Berliner und es endete mit einem Kompromiss, der sowohl vom Architekten als auch von den Bürgern widerstrebend akzeptiert wurde.

Demnach blieb der 68 Meter hohe Hauptturm erhalten, der bautechnisch gesichert und als Mahnmal gegen den Krieg erinnern sollte.

Neu gebaut wurde ein vierteiliges Bauensemble um den Turm herum. Ein oktogonales Kirchenschiff und ein rechteckiges Foyer im Westen des alten Turmstumpfes und ein hexagonaler Glockenturm sowie eine ebenfalls rechteckige Kapelle östlich davon.

Am 17. Dezember 1961 wurde die fertige Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche eingeweiht.

Neugestaltung

Alle wesentlichen Elemente der Innenräume wurden neu gestaltet wie der Altar, Kanzel und Taufbecken, Kerzenleuchter, Lampen und Gestühl und sogar das Orgelprospekt.

Gedenkhalle

Die ehemalige Eingangshalle des alten Gebäudes wurde 1987, zur 750-Jahrfeier Berlins, in einen Raum des Gedenkens an die Geschehnisse und die Zerstörungungen im Zweiten Weltkrieg umgewandelt.

Glocken

Die originalen Glocken fielen der Materialnot während des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Sie wurden zu Kriegszwecken eingeschmolzen.

Der charakteristische sechseckige Glockenturm bietet den sechs neuen Bronzeglocken eine ausgezeichnete Akustik. Das Geläut ist eine Mischung aus harmonischer und melodischer Disposition.

Turmuhr

Die Uhr an der Hauptturm-Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde 1959 mit Spendengeldern von 430.000 DM auf den neuesten Stand der Technik gebracht.